
Vom SSV Jahn Regensburg II kommt Torhüter Maurice Merkl. 14 Spieler aus dem Bayernliga-Aufstiegs-Kader 2025/26 bleiben auch in der Regionalliga beim TSV Landsberg. Gibt's Punktspiele gegen 1860 München?
Landsberg - Der Kader desn Regionalliga-Aufsteiger TSV Landsberg nimmt Formen an, die erste Top-Verstärkung kommt von einem Liga-Konkurrenten.
Nachdem der Trainerstab mit Chefcoach René Schröder (36), Co-Trainer Pascal Leyer (36) und Torwarttrainer Dragan Kozul (55) komplett ist, stehen auchn die ersten beiden Neuzugänge sowie vier Abgänge fest. Neben Benny Auburger (25/DJK Vilzing) und Maxi Berwein (30/1. FC Penzberg) werden auch Jannik Fippl (26) und Tino Reich (25) die Landsberger verlassen. Fippl hat bei Landesligist Türkgücü München unterschrieben, wohin es Reich zieht, ist noch nicht bekannt.
Bekannt sind aber die ersten beiden neuen Spieler, die am 15. Juni beim ersten Training unter Schröder dabei sein werden. Von Regionalligist FC Memmingen stößt Innenverteidiger David Bauer (31) zu den Lechstädtern, von Jahn Regensburg II Torwart Maurice Merkl (20). Bauer, eine 1,94 Meter große Abwehr-„Kante“, bringt jede Menge Erfahrung mit: Er hat mit Memmingen, dem TSV Rain/Lech (da auch zusammen mit René Schröder) und dem FC Augsburg II bereits 116 Mal in der Regionalliga gespielt, dazu kommen über 100 Einsätze in der Bayernliga. Bauer, der zuletzt auch Kapitän der Memminger, gilt als der bisherige „Königstransfer“ der Landsberger. Maurice Merkl spielte in der Jugend beim FC Augsburg und stand in der abgelaufenen Saison 23 Mal für die Regensburger Zweite in der Bayernliga Nord im Tor. Er ist 1,90 Meter groß, gilt als großes Torwart-Talent – und ist ein gebürtiger Landsberger. Weitere Neuzugänge sind geplant. „Wir haben seit dem Aufstieg jede Menge Anfragen, viele Spieler wollen zu uns“, verrät der stellvertretende Abteilungsleiter Muriz Salemovic (37).
Erfreulich für den Aufsteiger: Vom erfolgreichen Team der vergangenen Bayernliga-Saison haben 14 Spieler für die kommende Spielzeit zugesagt: Kapitän Max Holdenrieder (28) machte den Anfang, äußerte „eine unfassbare Vorfreude auf auf die Herausforderung Regionalliga.“ Auch Mitteldfeldmotor Lukas Bettrich (24), „ein zentraler Bestandteil des Erfolgs der vergangenen Saison“ (Salemovic), hat bereits unterschrieben – obwohl er als absoluter Leistungsträger und „Herz“ der Mannschaft längst das Interesse anderer Vereine geweckt hatte. Auch Ex-Coach Alex Schmidt (57) hätte „Bette“ gerne zu Nordost-Regionalligist Chemie Leipzig geholt.
Bestens aufgestellt sind die Landsberger im Tor: Stammkeeper Leo Leimeister (22) und Merkl werden um die Nummer 1 kämpfen, Dani Baltzer (30), erst zum Ende der vergangenen Saison aus dem Fußball-„Ruhestand“ zurückgeholt, bleibt als Nummer 3 und „Backup“ für die beiden, soll zudem Kozul unterstützen und im Nachwuchs bereich mitarbeiten. Zudem wird Max Fuchs (20), der sich Anfang April das Kreuzband gerissen hatte, im neuen Jahr auf den Platz zurückkehren.
Die vom BFV geforderten Umbaumaßnahmen im Landsberger Sportzentrum (da spielt der TSV in der Regionalliga) werden übrigens rund 30 000 Euro kosten. Ein Betrag, der laut Abteilungsleiter Wener Seemüller (49) bereits „gegenfinanziert“ ist. Die Baumaßnahmen sollen noch vor dem Ende der Pfingstferien beginnen.
Und dann ist man in Landsberg natürlich äußert gespannt, wie sich der „Fall 1860 München“ weiterentwickelt. Nach aktuellem Stand scheinen Regionalliga-Punktspiele gegen die „Löwen“ nicht ausgeschlossen…