
Maxi Hennig und Lukas Reich scheitern mit U19 an Spanien.
Mehr Drama geht kaum: Mit einem 5:6 nach Verlängerung gegen Spanien hat die deutsche U19-Nationalmannschaft den Sprung ins EM-Finale von Rumänien verpasst. Das entscheidende Tor fiel erst in der 119. Minute. Mittendrin zwei Profis aus dem Landkreis. Sowohl der Reithofener Lukas Reich vom TSV 1860 als auch der Eichenrieder Maxi Hennig von der SpVgg Unterhaching waren in der nervenaufreibenden Verlängerung dabei, konnten aber die Niederlage nicht verhindern.
Dabei lief das Turnier für die beiden Landkreis-Kicker auch persönlich zunächst nicht nach Plan. Beim 0:3 gegen die Niederlande und beim unglaublichen 5:5 gegen England, als Deutschland eine 5:1-Führung aus der Hand gab, wurden sie nicht eingesetzt.
Hennig kam beim 3:1-Erfolg über Norwegen immerhin elf Minuten zum Einsatz. Beim bitteren Aus gegen Spanien stand der Mann, dessen Leihe in Haching endet und der zunächst zum FC Bayern München zurückwechseln wird, für 44 Minuten auf dem Platz. Nach dem Sieg bei der U17-Weltmeisterschaft gab’s für den Linksverteidiger bei der EM nun kein weiteres Happy End.
„Ich habe mich erst einmal sehr gefreut, weil ich von der U17 noch sehr gute Erinnerungen habe und ich auch die Jungs neben dem Platz sehr mag. Das Ausscheiden ist natürlich sehr schade. Es sollte einfach nicht sein, wenn man 5:6 verliert, zwischendrin sogar führt, dann die anderen vorne liegen, wir nochmal zurückkommen“, sagte Hennig. Er bemängelte, dass das Team zu viele Gegentore kassiert habe. „Manchmal reicht’s einfach nicht. Aber ich glaube, man hat gesehen, dass jeder sein Herz auf dem Platz gelassen hat.“

Er habe sich schon gewünscht, wie bei der U17-WM zur Stammelf zu gehören, sei aber mit den Einsatzzeiten nicht unzufrieden gewesen. Er halte sich nun bei den Bayern fit, bei denen er noch bis 2027 unter Vertrag steht, und bestätigte, dass ihm für die neue Saison einige Angebote von anderen Vereinen vorliegen.
Reichs einziger Einsatz gegen Spanien, er wurde eingewechselt, war gleichzeitig sein letzter. Seine Zukunft über den Sommer hinaus steht dagegen bereits fest. Er hat einen Vertrag bei Zweitligist SpVgg Greuther Fürth unterschrieben (wir berichteten). „Das war schade, weil das Finale drin gewesen wäre und mit der Verlängerung war’s dann nochmal echt bitter“, sagte Reich. Er habe nun noch einige Tage frei und freue sich dann auf seine neue Herausforderung in Fürth.