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Fabian Wiegers macht im Sommer bei Fortuna Dilkrath nicht weiter.
Fabian Wiegers macht im Sommer bei Fortuna Dilkrath nicht weiter. – Foto: Jacob Kingsley Amuah

Landesliga: Fabian Wiegers hört in Dilkrath auf

Der Trainer hat seinen Abschied von Landesligist Fortuna Dilkrath verkündet. Die vergangenen Jahre hätten viel „Substanz gekostet“, sagt der 35-Jährige.

Auf der wichtigsten Planstelle muss sich Fortuna Dilkrath für die neue Saison neu aufstellen. Cheftrainer Fabian Wiegers hat seinen Rücktritt nach der Saison bekannt gegeben. Intern stand diese Entscheidung schon seit einiger Zeit fest, der Mannschaft wurde sie Mitte September mitgeteilt.

Kein einzelner Grund für die Entscheidung

„Es hat vielschichtige Gründe. Der Hauptgrund für die Entscheidung ist, dass ich jetzt in meiner vierten Spielzeit bin und die letzten beiden Spielzeiten mit dem Aufstieg am vorletzten Spieltag und der hammerharten letzten Saison echt Substanz gekostet haben“, sagt der 35-Jährige unserer Redaktion. Seiner Mannschaft gelang der Klassenerhalt in der vergangenen Saison erst in zwei packenden Relegationsspielen gegen die SGE Bedburg-Hau.

Insbesondere die Gefühlslage nach diesem Erfolg in letzter Sekunde hatte Wiegers ins Grübeln gebracht. „Ich habe gemerkt, dass nicht die Freude überwog, sondern die Erleichterung. Ich war danach so platt, dass ich erstmal Zeit gebraucht habe, mich wieder zu sammeln“, sagte der Fortuna-Coach.

Auch inhaltlich merkte der ehemalige Defensivspieler, dass er in Sachen Ansprache „vieles schon gespielt“ habe. „Ich habe gespürt, dass ein Cut nötig war – nicht nur bei mir, sondern auch bei den Spielern“, so Wiegers. Trotz der extrem kniffligen Ausgangslage will Wiegers bis Saisonende aber noch alles investieren, um mit dem Verein erneut in der Liga zu bleiben. Bislang holte Dilkrath allerdings nur einen Punkt aus den ersten elf Spielen.

Keine Veränderung in Motivation

„Meine Arbeit verändert es nicht, ich bin weiterhin motiviert. Natürlich macht es die derzeitige Phase nicht gerade einfach, aber da müssen wir durch. Auch wenn die Ergebnisse noch nicht passen, zeigen mir die Leistungen, dass alle gewillt sind, es nochmal zu schaffen“, sagte Wiegers, der die Situation trotzdem realistisch einzuschätzen weiß: „Der Abstand ist enorm groß. Vermutlich wird es eher ein Entwicklungsjahr, um die Mannschaft nochmal voranzubringen und auf das nächste Jahr vorzubereiten.“

Und dann steht ja neben dem Ligabetrieb noch ein zweiter Wettbewerb an: „Der Kreispokalsieg wäre ein schöner Abschluss“, betonte Wiegers. Am Mittwoch (20 Uhr) muss Dilkrath im Achtelfinale gegen den VfR Fischeln an.

Für den 35-Jährigen rücken dann nach der Saison private Dinge in den Fokus. „Der ganz klare Plan ist, ein Jahr Pause zu machen, Zeit mit der Familie zu haben, vielleicht den ein oder anderen Urlaub zu machen. Einfach den Akku aufzuladen, von den ein oder anderen Dingen, die der Amateurfußball mit sich bringt“, so Wiegers.

Ein schneller Trainerjob ist nach dem Jahr nicht zwingend angedacht, es gäbe nur eine Handvoll Vereine, für die der jetzige Dilkrath-Trainer in naher Zukunft zurückkehren würde. „Wenn eine von diesen vorstellbaren Optionen aufgeht, muss ich schauen, ob das gewissermaßen eine einmalige Chance ist“, sagt er. Das ist aber ohnehin erstmal Zukunftsmusik – bis zum kommenden Sommer liegt der Fokus auf dem Kreispokal und der Landesliga.

Aufrufe: 023.10.2024, 15:15 Uhr
Niklas BienAutor