
Die U19 des TSV Rosenheim feierte zuletzt den Gewinn des Oberbayernpokals. In Zeichen der Krise eine Hoffnung für die Zukunft des Landesligisten?
Rosenheim – Es ist bisher wirklich nicht die Saison des TSV 1860 Rosenheim. Nach 29 absolvierten Spielen steht der Verein auf Platz neun der Landesliga Südost. Von den letzten 17 Spielen gewann man lediglich eins. Zudem ist Sechzig das Schlusslicht der Rückrundentabelle. Zuletzt verlor man 0:2 gegen den Absteiger Kirchheimer SC. Zur Erinnerung: vor gerade einmal drei Jahren spielte 1860 noch in der Regionalliga.
In Panik verfällt in Rosenheim deshalb niemand. „Der Verein wurde in den letzten Jahren sportlich ordentlich gebeutelt. Wir sind hier gerade dabei, eine Basis aufzubauen“, sagt Trainer Helmut Lucksch im Gespräch mit Fussball Vorort/FuPa Oberbayern. Im Vordergrund steht bei 1860 vor allem die Förderung junger Talente. „Wir sind generell extrem jung aufgestellt. Wir wollen bewusst auf junge, eigene Leute aus dem Verein setzen“, so Lucksch.
Diese Fokus auf den eigenen Nachwuchs trägt aktuell Früchte, zumindest im Jugendbereich. Dort gewann die U19 des TSV 1860 Rosenheim jüngst den Pokal im Bezirk Oberbayern. „Das Lob gebührt Wolfgang Schellenberg. Er hat die Basisarbeit gemacht“, sagt Luksch. „Das ist sein Erfolg.“ Schellenberg war bis zur Winterpause noch Trainer der ersten Mannschaft gewesen, gab den Posten aber dann zugunsten eines Engagements bei Wacker Burghausen ab. Inzwischen ist er dort „aus persönlichen Gründen“ zurückgetreten. Als sportlicher Leiter der ersten Mannschaft sowie der U21 und U19 ist der 53-Jährige aber nach wie vor eine zentrale Figur im Rosenheim.
„Das ist das wichtigste Ziel. Und das verfolgen wir Woche für Woche in der U19 in der U21 und in der Landesliga-Mannschaft.“
Helmut Luksch, Trainer des TSV 1860 Rosenheim, über die Förderung junger Spieler.
Auf diesem Erfolg will man bei 1860 zukünftig aufbauen. Schon jetzt zählen einige Kicker aus der A-Jugend regelmäßig zum Aufgebot der ersten Mannschaft und können so bereits Erfahrung in der Landesliga sammeln. Auch die U21 sei mehr eine „verstärkte U19“, so Luksch. „Wir wollen natürlich viele dieser Spieler, die in der U19 erfolgreich sind, in den Herrenbereich integrieren“, erklärt der 55-Jährige. „Das ist meine Aufgabe.“
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Vor diesem Hintergrund ist auch der unmittelbare sportliche Erfolg aktuell zweitrangig. „Wir wollen vor allem die Entwicklung der jungen Spieler vorantreiben“, verrät der Trainer. „Das ist das wichtigste Ziel. Und das verfolgen wir Woche für Woche in der U19, in der U21 und in der ersten Mannschaft.“ Im Hinblick auf langfristige sportliche Ziele hält Luksch sich bedeckt: „Zuerst muss man die kurzfristigen Hausaufgaben machen. Wir wollen die Saison ordentlich zu Ende spielen.“ Fans des TSV 1860 Rosenheim dürfen wohl trotz der aktuellen Misere optimistisch in die Zukunft schauen. (fge)