Der TSV Groß Meckelsen spielt seit dem Aufstieg 2013 ununterbrochen in der Kreisliga und damit aktuell länger als jeder andere Verein. Die Saison 23/24 beendete der Kreisliga-Dino auf dem fünften Rang und krönte sie mit dem Gewinn des Kreispokals.
Der Erfolg im Kreispokal überstrahlt alles. Nachdem sich der TSV Groß Meckelsen im Vorjahresfinale der SG Unterstedt geschlagen geben musste, holten die Meckelser am Tag der Endspiele im Stadion des Titelverteidigers den Pokal im Elfmeterschießen gegen den MTV Hesedorf.
Doch schon auf dem Weg ins Finale musste der TSV zweimal ins Elfmeterschießen, behielt in Brockel und Bevern beide Male die Oberhand. Außerdem schaltete er auf dem Weg zum Titel Reeßum/Taaken und Gnarrenburg mit Auswärtssiegen aus.
Es war das passende Geschenk der Fußballabteilung zum 50. Jubiläum des TSV, der 1974 gegründet wurde. Aber auch die Kreisligasaison beendeten die Meckelser auf einem ordentlichen fünften Platz. Denn selbst wenn es in der Kreisliga manchmal so wirkte, als steckten außer den beiden Spitzenmannschaften alle Teams im Abstiegskampf, hat der TSV den Klassenerhalt früh eingetütet.
Zwölf Saisonsiegen stehen bei drei Unentschieden elf Niederlagen gegenüber. „Wir haben unser Ziel erreicht und sind dringeblieben, auch wenn es zwischenzeitlich hoch- und runterging“, findet TSV-Betreuer Thorsten Holst.
Dabei ging der Start in die Spielzeit gehörig daneben. Das Derby gegen Aufsteiger Nordheide ging mit 1:3 genauso verloren wie das Rückspiel in Hamersen, das der FC sogar mit 3:0 gewann. Zwei Ergebnisse, die Betreuer Holst besonders wurmten. „Das hat mich am meisten angefressen, gerade weil ich in Hamersen wohne“, erklärt Holst gegenüber der ZEVENER ZEITUNG.
Aber nach dem etwas missglückten Beginn fingen sich die Meckelser. „Das ist bei uns immer so: Wir kommen schlecht in die Saison rein und hören schlecht auf. Dazwischen läuft es immer ganz gut“, so der TSV-Betreuer.
So hat der TSV zwischen September und Mai außer dem Spiel beim FC Nordheide nur noch gegen die beiden Top-Teams Bremervörde und Rotenburg II verloren. Bei allen anderen Spielen gingen die Meckelser nicht als Verlierer vom Platz.
Dadurch etablierten sie sich auf den Plätzen fünf bis sieben. Diese Zone verließen sie auch im Saisonendspurt nicht mehr, obwohl es nach dem Pokalhalbfinale in der Liga nicht mehr rund lief. Erst am letzten Spieltag gewann der TSV noch einmal nach zuvor fünf Spielen ohne Sieg in Serie.
Ein Vorteil, den der TSV Groß Meckelsen besitzt, könnte bald zu einem Nachteil werden. Die Mannschaft ist schon lange beisammen und sehr erfahren. „Aber wir sind nicht mehr die Jüngsten“, fasst Holst zusammen, was sich daraus zwangsläufig ableitet.
Dennis Wiens, der in 24 Einsätzen acht Tore erzielt hat, hat seine Karriere beendet. Und mit Kapitän Christoph Peters, Stürmer Stefan Pommering und Abwehrspieler Oliver Heins sind drei weitere Leistungsträger jenseits der 30.
„Wir brauchen junges Blut, um uns ein wenig breiter aufzustellen“, findet Holst. Daran arbeitet das Trainerteam um Jannik Block, um auch in der kommenden Saison wieder eine schlagkräftige Truppe zu haben.
Und die neue Saison beginnt für den TSV Groß Meckelsen früh. Schon am 14. Juli treffen die Groß Meckelser in der Qualifikation des Bezirkspokals auf Bezirksligist TV Sottrum. Vielleicht gelingt der Block-Elf im zweiten Anlauf der erste Sieg im Bezirkspokal. Im letzten Jahr schied man gegen den SV Anderlingern erst im Elfmeterschießen aus.