2024-02-21T13:48:47.272Z

Spielbericht
Der SV Lohhof verpasste es, einen Treffer zu erzielen. (Foto-Archiv)
Der SV Lohhof verpasste es, einen Treffer zu erzielen. (Foto-Archiv) – Foto: SV Niederroth

Kreisliga kompakt: SV Lohhof verliert Spiel und Tabellenführung

Acht-Tore-Spiel der Reserven in Karlsfeld

Führungswechsel in der Kreisliga. Mit der 0:1-Niederlage beim SV Weichs rutsch der SV Lohhof auf Platz drei ab. Niederroth bleibt im Tabellenkeller.

Dachau – Vor einer Woche hat der SV Günding den Kreisliga-Spitzenreiter Türksport Garching gestürzt und dem SV Lohhof auf den Platz an der Spitze verholfen. Jetzt hat es auch Lohhof erwischt: Mit dem 0:1 in Weichs musste der SVL Rang eins schon wieder räumen.

SV Weichs – SV Lohhof 1:0:

Der Spielplan meinte es nicht gut mit dem SV Weichs, denn nach den Spielen gegen Türk Garching (0:1) und Untermenzing (0:5) wartete mit Tabellenführer Lohhof das nächste Topteam. Nicht gerade die besten Aussichten, um nach vier Niederlagen in Serie mal wieder zu jubeln. Doch Trainer Korbinian Regert hatte seine Elf perfekt eingestellt. Die Weichser kämpften und machten vor allem in der Defensive sehr viel richtig. Lohhof hatte über die gesamte Spielzeit keinen nennenswerten Torabschluss – trotz einer der besten Offensiven der Liga.

Regert attestierte seinen Spielern daher zurecht eine „Topleistung“. Hinzu kam eine Komponente, die dem SVW in den vergangenen Wochen fehlte: Dusel. „Wir hatten das Spielglück auf unserer Seite“, so Regert. Er meinte die Situation in der 52. Minute, als Lohhofs Schlussmann Fabio Bove einen Freistoß nicht festhalten konnte. Christoph Reichart schaltete am schnellsten, die Führung hielt bis zum Schlusspfiff.

„Die Erleichterung ist riesengroß“, sagte Regert über das Ende der Durststrecke. Was ihn ebenfalls freute, war die Art und Weise, wie seine Mannschaft auftrat: „Wir waren kämpferisch top und diszipliniert. Der Sieg geht daher in Ordnung.“ (stm)

Eintracht Karlsfeld II – TSV Dachau 1865 II 3:5:

Im Duell der zweiten Mannschaften erwischte Dachau den besseren Start. Mit aggressivem Pressing provozierten die Gäste Karlsfelder Ballverluste. Dann ging es schnell in Richtung Eintracht-Tor. In der 11. Minute belohnte Raffael Dirrigl die 65er mit der Führung. Spielertrainer Christian Doll legte Mitte der ersten Hälfte das 2:0 nach (24.). Die Dachauer hätten das Ergebnis vor der Pause in die Höhe schrauben können, doch den nächsten Treffer erzielte Karlsfelds Kilian Schestak (39.). Das 1:2 zur Halbzeit schmeichelte der Heimelf, die sich nach dem Seitenwechsel steigerte.

Karlsfeld war nun überlegen, erlaubte sich aber kurz nach Wiederbeginn zwei individuelle Fehler. Beide bestraften die Gäste per Doppelschlag binnen einer Minute: Zunächst stellte Enis Kavkazi den Zwei-Tore-Abstand wieder her (48.), ehe Marcel Jurakovic auf 4:1 erhöhte (49.). Auf eine hohe Niederlage hatten die Karlsfelder aber offensichtlich keine Lust. Sie erhöhten den Druck – mit Erfolg: Schestak komplettierte mit zwei weiteren Treffern (66., 80.) seinen Hattrick und machte es noch einmal spannend. Die Eintracht schnupperte wieder am Punkt, bis Thomas Mitsakos mit seinem Treffer zum 3:5 (88.) für die Entscheidung sorgte. (stm)

SpVgg Erdweg – TSV Bergkirchen 3:1:

Für Erdweg geht langsam nach oben in der Tabelle – und für die Bergkirchner wird es immer düsterer. Erdweg war in der ersten Spielhälfte jedoch sichtlich nervös und unsicher, es gab viele Fehlpässe. Bergkirchen ging in der 14. Minute somit verdient in Führung, Torschütze war Thomas Glas. SpVgg-Coach Sebastian Schuff fand in der Halbzeitansprache offenbar die richtigen Worte, denn sein Team kam wie verwandelt aus der Pause. Den Ausgleich zum 1:1 erzielte Anton Burghart in der 55. Minute. Es folgten zwei verwandelte Foulelfmeter von Johannes Perchtold in der 58. und 66. Minute.

„15 Punkte können sich sehen lassen, das ist mehr, als nach den ersten fünf Saisonspielen zu erwarten war“, sagte Erdwegs Sprecher Robert Strixner. Drei Punkte hatten die Erdweger aus den fünf Auftaktspielen nur geholt. „Am Ende hat Erdweg gewonnen, weil sie die cleverere Mannschaft waren“, urteilte Bergkirchens Trainer Simon Zacherl. „Wir waren gut im Spiel, haben aber nach dem Ausgleich den Faden verloren.“ Insgesamt sei die Leistung „ungenügend“ gewesen. Zacherl: „So reicht es leider nicht in dieser Liga. (ro)

SV Günding – SV Niederroth 2:0:

Während sich Günding mit dem dritten Dreier in Folge aus der Krise siegte, wird die Lage für Niederroth immer bedrohlicher. Sieben Punkte aus zwölf Spielen dürften viel zu wenig sein, um die Liga am Ende zu halten. Auf tiefen Boden kamen beide Mannschaften in der ersten Hälfte nicht so richtig ins Rollen, das 0:0 zur Halbzeit ging in Ordnung. Der SVG hatte aber in der zweiten Hälfte einfach mehr im Tank – und er startete optimal in den zweiten Durchgang. In der 48. Minute verwandelte Torjäger Benedikt Kronschnabl einen Foulelfmeter. In der Folge hatte Günding mehr Spielanteile. Benedikt Kronschnabl erzielte in der 65. Spielminute seinen achten Ligatreffer und entschied damit das Spiel vorzeitig.

„Wieder ein direktes Duell, in dem wir uns nicht belohnen, die Mannschaft haut alles rein im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten“, sagte Niederrroths Sprecher Stefan „Beppo“ Vötter. SVG-Trainer Markus Remlein war bester Dinge: „Wieder eine tolle Mannschaftsleistung, jeder hat alles für den Sieg getan.“ Am Ende sei der Sieg verdient gewesen. Ein Sonderlob vom Trainer gab es für Keeper Alexander Kilmarx. (ro)

Aufrufe: 014.11.2023, 08:49 Uhr
Moritz StalterAutor