2026-05-15T09:36:57.455Z

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KOL MTK: Bei Viktoria Kelsterbach brennt noch Licht

Schlusslicht kann doch noch gewinnen und hat am letzten Spieltag doch noch Chancen auf den Klassenerhalt +++ BSC Schwalbach gewinnt Derby und kann nicht mehr Letzter werden +++ Kriftel Derbysieger in Marxheim und darf weiterhin von Aufstiegsrelegation träumen

von Lauris Ommert · Heute, 18:20 Uhr · 0 Leser
Doch noch Hoffnung für die Viktoria?
Doch noch Hoffnung für die Viktoria? – Foto: Marcel Lorenz - Archiv

Main-Taunus. Am letzten Spieltag geht es für fünf Mannschaften noch um etwas. Das ist die Erkenntnis nach dem Pfingstspieltag am Samstag. Die Viktoria sendete schon am Freitagabend mit dem 2:1-Erfolg gegen den SC Eschborn ein Lebenszeichen und darf nun doch wieder hoffen. Im Schwalbacher Stadtduell setzte sich der BSC durch, dem nur noch ein Punkt für den sicheren Klassenerhalt fehlt. Die SG Oberliederbach erhielt kampflos drei Punkte, so musste der SV Kriftel im unangenehmen Derby beim FC Marxheim gewinnen, um das Duell um Platz zwei spannend zu halten. Und tat das - zum ersten Mal seit 2019. TuS Hornau II und die Spvgg. 07 Hochheim tüteten jeweils einen 4:3-Auswärtssieg ein.

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Es war ein Do-or-Die-Spiel für die Viktoria, die gewinnen musste, um den zweiten Abstieg in Folge abzuwenden. "Erfreulich, heute mal nicht betröppelt zu sein", berichtete Kelsterbachs Sportlicher Leiter Daniel Niedermann von einer erleichterten Stimmung bei Mannschaft und Verantwortlichen. Er selbst wurde gemeinsam mit Patrick Schmidt vor dem Spiel verabschiedet. Bereits seit geraumer Zeit steht fest, dass sich die Viktoria im Sommer neu aufstellen wird. "Das war ein schöner Abschluss. Wir haben einen Wimpel und einen Strauß Blumen vom Vorstand überreicht bekommen. Damit haben wir nicht gerechnet", erzählte Niedermann.

Das Ergebnis habe die Mannschaft "irgendwie über die Zeit geschaukelt. Jetzt ist das natürlich eine ganz neue Situation. Sollte die Konkurrenz patzen, gehen wir nächste Woche in Bremthal komplett rein", schöpft Niedermann neue Hoffnung.

Tore: 1:0 David Kaltenmark (35.), 2:0 Linus Wirth (44./Kopfball), 2:1 Marcel Díaz Aptiev (58.)

A-Junior Edom Johannes fälschte zwar entscheidend zum Anschlusstreffer der Gäste ab, erntete dennoch von seinem Trainer ein großes Lob. "Er hat in seinem ersten Herrenspiel ein super Spiel gemacht", sagte Nourdine Ajarar, der die erste Halbzeit nutzte, um ein neues System auszuprobieren. Der Kader werde auch in der Gruppenliga weitesgehend zusammenbleiben. Mit zwei potenziellen Neuzugängen befinde man sich noch in Gesprächen, kündigt Ajarar in der kommenden Woche Klarheit an.

Tore: 1:0 Sebastian Knezevic (6.), 2:0 Justin Thieme (45.), 2:1 Edom Johannes (59./Eigentor), 3:1 Knezevic (66.)

"Mit KOL-Fußball hatte das vom Tempo her nichts zu tun", sah BSC-Coach Dennis Hombach einen Sommerkick, bei dem sein Team in der zweiten Halbzeit etwas mehr aufs Gaspedal drückte und das letzte Aufgebot der Gäste überrollte. "Heute morgen um 9 Uhr hatten wir nur neun Spieler, ich wollte aber nicht absagen. Nach dem 3:1 haben wir uns aber komplett ergeben", erklärte Bremthals Trainer Felix Hanke.

Tore: 0:1 Marvin Schmidt Hartlieb (15.), 1:1 Nils Ostertag (28.), 2:1 Bahri Eyüp (35.), 3:1 Marvin Henrich (40.), 4:1 Robin Schmiegel (50.), 5:1 Mustafa Mustafov (60.), 6:1 Mustafov (65.), 7:1 Bilal Taadou (70.), 8:1 Mustafov (75.), 9:1 Jan Luca Matheis (80.), 9:2 Shams Amini (88.)

"Ein Gefühl wie Weihnachten, Geburtstag und Ostern an einem Tag", machte Michael Gremme, Sportlicher Leiter des BSC, Freudensprünge. "Das war heute die Notelf der Notelf. Dafür ein großes Lob an die Mannschaft für diese Leistung", bejubelte er den Derbysieg vor 150 Zuschauern. Am letzten Spieltag reicht gegen den BSC Kelsterbach ein Punkt für den sicheren Klassenerhalt. "Wir haben dem BSC gerne die drei Punkte geschenkt", kommentierte derweil FCS-Sprecher Nico Ghiba.

Tore: 0:1 Can Altun (14.), 0:2 Liam Mc Mahon (28.), 1:2 Almedin Hodzic (65.), 1:3 Sergejs Parfenovics (90.+3), 2:3 Christian Seehöfer (90.+5)

"Wir waren 50, 60 Minuten die bessere Mannschaft, durch individuelle Fehler wurden wir am Ende bestraft", bilanzierte Türk-Spielertrainer Abdullah Mansouri, der selbst zum 2:1 getroffen hatte.

Derweil freute sich Hochheims René Geilert über die Leistungssteigerung im zweiten Durchgang. Vor allem aber über die Meisterschaft der zweiten Mannschaft, die in die B-Liga aufsteigen wird.

Tore: 0:1 Noah Maiworm (5.), 1:1 Karim Bouzakri (15.), 2:1 Abdullah Mansouri (35.), 2:2 Louis Conrad (60.), 2:3 Marko Kunac (70./direkter Freistoß), 2:4 Kunac (72.), 3:4 Semir Agovic (90.)

"Wir hätten nach dem 2:2 drei, vier Tore machen müssen. Der 3:2 Siegtreffer von Kriftel war der einzige Torschuss in der zweiten Hälfte. Das ist dann aber eine Spitzenmannschaft", musste Marxheims Sportlicher Leiter Tobias Göttner anerkennen. Knapp 200 Zuschauer sahen den ersten Krifteler Derbysieg in Marxheim seit 2019, als beide Teams noch in der A-Liga spielten. Kurz vor dem 2:2 von Doppelpacker Lukian Theuring vergab A-JuniorJulius Enderle nach Foulelfmeter vom Punkt, Jakob Rupcic parierte. Nun läuft es auf einen Showdown am letzten Spieltag hinaus. Kriftel empfängt Meister Weilbach, während Oberliederbach auf den FC Schwalbach trifft.

Tore: 0:1 Anas Moussaoui (1.), 1:1 Lukian Theuring (6./Kopfball), 1:2 Yassine Bouaddiss (39.), 2:2 Theuring (68./Kopfball), 2:3 Jan Radtke (75.)

"TuS Hornau kann sich glücklich schätzen, weil sie mit einem Mann mehr gespielt haben", hatte FSC-Klubchef Murat Sen nicht viel Positives über den Schiedsrichter zu berichten. Das vermeintliche 2:3 nahm der Spielleiter wegen Abseits zurück. "Dabei stand er noch in unser Hälfte am Sechzehner", war Sen schockiert. Hornau-Coach Philipp Willenberg sah derweil "das wildeste Spiel in der gesamten Saison."

Tore: 0:1 Muhammed Diniz Bin Irwan (20./Distanzschuss), 0:2 Maximilian Glab (34.), 0:3 Despot Ralic (39.), 1:3 Masood Sayed (48.), 1:4 Glab(77.), 2:4 Mohebullah Mahbubi (86.), 3:4 Sayed (90.+6)