Beeck verpasst die Vorentscheidung
Nach dem Seitenwechsel stellte Wegberg-Beeck taktisch um und setzte verstärkt auf Umschaltmomente. Die Chancen, das Spiel frühzeitig zu entscheiden, waren da – doch sie blieben ungenutzt. Zeh verwies unter anderem auf eine Standardsituation von Timo Braun sowie eine Eins-gegen-eins-Gelegenheit von Kleefisch. „Wenn du die Tore nicht machst, wirst du bestraft“, sagte der Trainer – und sollte recht behalten.
Späte Wende für Königsdorf
Die Schlussphase gehörte dann den Gastgebern. In der 86. Minute gelang Emre Kovanci der Ausgleich – ein Treffer, der aus Sicht von Zeh vermeidbar gewesen wäre: „Der Ball geht ins kurze Eck – den kann Hasenbein halten, das weiß er selbst.“
Der Ausgleich zeigte Wirkung. Wegberg-Beeck verlor die Stabilität und geriet ins Wanken. „Danach sind wir in eine Art Schockstarre gefallen“, erklärte Zeh und zog Parallelen zum Spiel gegen Porz.
In der Nachspielzeit nutzte Königsdorf die Unsicherheit konsequent aus. Nach einer Hereingabe und einer Brustablage traf Timo Agaltsev zum 2:1 (90.+2). Zuvor hatte Torhüter Hasenbein noch stark pariert, doch der Ball konnte nicht entscheidend geklärt werden.
Bittere Niederlage für Beeck
Zeh haderte vor allem mit der fehlenden Konsequenz seiner Mannschaft – sowohl vor dem gegnerischen Tor als auch nach dem Ausgleich. „Gegentore gehören dazu, aber wir dürfen uns dadurch nicht verunsichern lassen oder Angst bekommen, das Spiel komplett zu verlieren.“
Am Ende sei zumindest ein Punkt möglich gewesen. „Unterm Strich wäre heute ein Punkt drin gewesen. Es war keine gute, aber auch keine schlechte Leistung.“
Königsdorf verschafft sich Luft
Während die Serie von Wegberg-Beeck vorerst ein Ende hat, verschafft sich Königsdorf wichtige Luft im Tabellenkeller. Der erste Sieg nach der Winterpause kommt zur rechten Zeit – und zeigt, dass die Mannschaft auch in engen Spielen bis zum Schluss an ihre Chance glaubt.