Ausgeglichenes Spiel ohne große Chancen
In der ersten Halbzeit neutralisierten sich beide Mannschaften weitgehend. Siegburgs Trainer Alexander Otto sah ein Spiel ohne klare Höhepunkte: „Beide Mannschaften haben sich im ersten Durchgang weitgehend neutralisiert, sodass es auf beiden Seiten kaum nennenswerte Torchancen gab.“
Auch Wegberg-Beecks Trainer Mark Zeh sprach von einer ausgeglichenen Partie, war mit dem Auftritt seiner Mannschaft im ersten Durchgang aber sehr zufrieden. „Wir haben eine sehr, sehr gute erste Halbzeit gespielt“, sagte der 42-Jährige. Der Plan sei gewesen, Siegburg mit aggressivem Angriffspressing immer wieder zu überraschen – und das sei seiner Mannschaft gelungen. Der Siegburger SV sei für ihn „eine der besten Umschaltmannschaften der Liga“. Genau diese Stärke habe sein Team im ersten Durchgang weitgehend unterbunden.
Kleefisch mit dem goldenen Tor
Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gastgeber zunächst mehr die Kontrolle und Otto sah seine Mannschaft im zweiten Abschnitt zunehmend besser im Spiel. „Dann wird jedoch ein Ball abgefälscht, landet bei Kleefisch – und plötzlich klingelt es in unserem Tor.“
Marc Kleefisch nutzte die Situation in der 61. Minute eiskalt zur Führung für die Gäste. Der Treffer entstand aus einer Szene, die sinnbildlich für den Spielverlauf stand: wenige Chancen, kleine Details – und ein Moment, der das Spiel entschied.
Otto blieb nach der Partie selbstkritisch. Zwar habe seine Mannschaft mehr Ballbesitz gehabt, doch echte Torchancen seien Mangelware gewesen. „Es war nicht so, dass wir uns eine Torchance nach der anderen herausgespielt hätten.“
Beeck verteidigt mit Leidenschaft
Nach der Führung erhöhte Siegburg den Druck, doch Wegberg-Beeck verteidigte die knappe Führung mit großem Einsatz. Zeh hatte genau mit einer solchen Phase gerechnet: „Nach der Führung hat Siegburg den Druck natürlich noch einmal erhöht. Sie haben die Qualität, eine Mannschaft wirklich unter Druck zu setzen.“ In solchen Situationen komme es auf Einsatz und Mentalität an. „Du musst ein Spiel dann einfach überstehen – mit Leidenschaft, Herz und der Bereitschaft, dich in jeden Ball zu werfen.“
Zeh räumte allerdings auch ein, dass seiner Mannschaft in der Schlussphase teilweise die Kraft fehlte. Viele Spieler seien ab der 60. oder 65. Minute „auf dem Zahnfleisch“ gegangen. Daran wolle man nun gezielt arbeiten, um künftig auch in Druckphasen selbst wieder Entlastung schaffen zu können.
Unterschiedliche Gefühlslagen
Während bei Siegburg Enttäuschung überwog, fiel das Fazit bei den Gästen entsprechend positiv aus. Otto sprach von einer „unnötigen Niederlage“ und betonte, dass in solchen engen Spielen oft Kleinigkeiten entscheiden. „Grundsätzlich müssen wir in jedem Spiel brutal viel investieren. Heute haben uns einfach ein paar Prozentpunkte gefehlt.“ Am Ende sei es aus seiner Sicht „eigentlich ein typisches 0:0-Spiel“ gewesen.
Zeh hingegen zeigte sich nach dem Abpfiff erleichtert und stolz auf seine Mannschaft. „Ich freue mich einfach riesig über den Sieg hier bei einem sehr, sehr guten Gegner.“