
Sein Weg führte direkt zur eigenen Bank. Mit geballten Fäusten rannte Adam Tolba zur Mittellinie, um mit dem Rest der Mannschaft nach seinem Tor zum 2:1 zu jubeln. Es war ein Schuss, der den Großteil der 2288 Zuschauer zum Beben brachte und den KFC Uerdingen weiterhin in der Spur hält. Mit einem am Ende verdienten 3:1-Erfolg über den Aufsteiger Blau-Weiß Dingden bleiben die Krefelder erst einmal an Tabellenführer Ratingen, die ihrerseits bereits am Freitag mit 1:0 beim ETB Schwarz-Weiß Essen gewannen, auf einen Punkt dran. Für die anderen beiden Treffer sorgten Etienne-Noel Reck und der eingewechselte Mohamed Benslaiman Benktib.
KFC-Trainer Julian Stöhr setzte gegen die drittbeste Defensive der Liga unverändert auf die Mannschaft, die zuletzt die beiden Topspiele gegen den VfB Hilden und Ratingen erfolgreich bestritten hatte. Schon im Vorfeld hatte der Coach ein Geduldsspiel erwartet, das „nicht in den Beinen, sondern im Kopf“ entschieden würde. Dementsprechend ereignisarm war dann auch die Anfangsviertelstunde in der Grotenburg. Die Dingdener hatten nach vier Minuten einen Versuch von der linken Strafraumkante durch David Hulshorst, der KFC nach zehn Minuten aus ähnlicher Position durch Yasin-Cemal Kaya, beide Versuche verfehlten ihr Ziel aber ein gutes Stück.
Dann zog Tolba zum Dribbling an. Nach 17 Minuten setzte sich der ehemalige Jugendspieler des VfL Bochum sehenswert gegen einen herangrätschenden Gegenspieler durch und spielte in die Mitte. Dort stand Etienne-Noel Reck am zweiten Pfosten völlig blank und musste das Zuspiel nur noch am geschlagenen Johannes Buers ins Tor vorbeischieben.
Der Aufsteiger aus Hamminkeln wirkte geschockt, der KFC blieb gefährlich. Erst wurde ein Schuss von Kaya aus guter Position zur Ecke abgewehrt, diese köpfte Torschütze Reck dann aber an die Latte (20.). Acht Minuten später zog Tolba erneut über die rechte Seite an zwei Dingdenern vorbei, suchte diesmal selbst den Abschluss. Bei seinem Schuss aus etwa 16 Metern traf er den Ball jedoch nicht richtig, sodass Buers ihn sicher aufnehmen konnte. Von Dingden kam offensiv außer einem Fernschuss von Nicolas Clasen und einem von Hulshorst recht wenig. Vier Minuten vor der Pause hingegen hatte erneut Tolba die Möglichkeit, aus kurzer Distanz für das 2:0 zu sorgen. Er schoss allerdings über das Gehäuse von Buers.
Nach der Pause ging es mit einem offensiven KFC weiter. Schon nach wenigen Sekunden verpasste Tolba am zweiten Pfosten eine Hereingabe von Kaya nur knapp. In der Folge wurde Dingden mutiger. Acht Minuten später tauchte plötzlich Moritz Osthoff völlig frei vor KFC-Keeper Holzum auf und überwand diesen per Lupfer; der zurückgeeilte Anthony Oscasindas klärte für seinen geschlagenen Schlussmann auf der Torlinie zur Ecke. Dann folgte der große Schock. Nach einem weiteren Eckball gab es ein Gewusel im Sechzehner, aus dem Michael Leyking aus kurzer Distanz zum Schuss kam und zum 1:1 ausglich.
KFC-Coach Stöhr reagierte und brachte Benktib für den glücklosen Alexander Lipinski in die Partie. Dieser hatte gleich zwei Schussversuche, die aber beide ungefährlich blieben. Besser machte es da der ebenfalls eingewechselte Noah Tomson, der einen Abschluss von der Strafraumkante knapp links neben das Dingdener Tor setzte. Dann folgte endlich der Moment, der die Uerdinger Fans zum Jubeln brachte: Nach einem zu kurz geklärten Eckball kam der 20-Jährige an der Strafraumkante frei zum Abschluss und versenkte den Ball im Netz. Vier Minuten vor dem Ende sorgte Benktib für den 3:1-Endstand.
Mit vier Siegen im Rücken geht es nun zum wohl schwierigsten Gegner der restlichen Saison. In der kommenden Woche tritt der KFC sonntags beim Tabellenfünften, der Spielvereinigung Schonnebeck, an.
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