Kann eine Zusammenarbeit zwischen dem KFC und Bayer 05 Uerdingen die Lösung sein?
Kann eine Zusammenarbeit zwischen dem KFC und Bayer 05 Uerdingen die Lösung sein? – Foto: Michael Mietz

Uerdingen: Bayer und KFC sollen im Jugendfußball kooperieren

Der Uerdinger Jugendfußball hatte in den 1980er Jahren eine glorreiche Zeit am Löschenhofweg. Eine Zusammenarbeit bietet neue Chancen.

Der FC Bayer 05 Uerdingen hat im Juniorenfußball jahrzehntelang die Ligen beherrscht. 1987 holten die A- und die B-Jugend-Mannschaften sogar die Titel Deutscher Meister nach Krefeld. Die A-Junioren mit Trainer Heinz Rangs besiegten den Nachwuchs der Frankfurter Eintracht mit 2:1 und die B-Junioren mit Coach Wolfgang Maes fertigten den 1. FC Nürnberg mit 4:0 ab. Die Teams bestanden nahezu komplett aus Schüler- und Jugend-Nationalspielern. Nach dem Rückzug der Bayer AG begann eine schwierige Zeit nicht nur für den Profifußball in Krefeld.

Doch jetzt sieht die CDU wieder einen Hoffnungsschimmer im Nachwuchs-Fußball. „Wir begrüßen die angestrebte Kooperation zwischen dem KFC Uerdingen und der Jugendfußballabteilung des SC Bayer 05“, erklärte der Ratsherr und sportpolitische Sprecher Marc Blondin. „Damit kann das wieder zusammenwachsen, was damals nach dem Ausstieg von Bayer aus dem Sponsoring auseinandergegangen ist. Wir brauchen insgesamt mehr Kooperation im Krefelder Fußball“, erklärte er am Mittwoch.

Seit der Sanierung der Grotenburg und den Plänen des Krefelder Zoos stehe der KFC-Jugendabteilung nur noch eingeschränkt der Kunstrasenplatz an der Grotenburg zur Verfügung. Der SC Bayer habe sich hier bereiterklärt zu helfen. „Wenn es hier zu einer mittel- bis langfristigen Kooperation kommen kann, wäre das ein großer Erfolg für leistungsorientierten Jugendfußball in unserer Stadt. Damit würde auch das Problem der derzeit nahezu heimatlosen KFC-Jugend gelöst“, freute sich Blondin.

Kooperation als Fortschritt

Aus Sicht der Christdemokraten wäre die Kooperation auch ein Fortschritt nach der unsäglichen Diskussion rund um Stadtdirektor Markus Schön. Dieser habe für Unmut im Krefelder Fußball gesorgt, als er erklärte, die KFC-Jugend könne in Hüls und Bockum trainieren. „Insgesamt müssen wir als Stadt die Kooperation unter den Vereinen stärken. Hinsichtlich der Stadtverwaltung braucht es dagegen mehr Ehrlichkeit und Transparenz im Umgang mit allen Fußballvereinen in Krefeld“, mahnte Blondin.

Inwieweit die sich abzeichnende Kooperation auch im Seniorenfußball als Modell dienen könnte, spricht die CDU noch nicht an. Für die fünfte Liga könnte auch das Stadion am Löschenhofweg womöglich eine Spielstätte sein. Das würde der Stadt Zeit geben, um sich über die Finanzierung und den Ausbau der Grotenburg intensiv Gedanken zu machen. Ende der 1980er Jahre spielten die Bayer-Amateure am Löschenhofweg in der damals vierten Liga. Trainer war kein geringerer als Fußball-Weltmeister Rainer Bonhof.

Aufrufe: 018.5.2022, 13:00 Uhr
RP / Norbert StirkenAutor