
Im Fußball kann es schon mal emotional werden. Für die Fans, für die Spieler, aber auch für die Trainer. So war es auch am Sonntag bei der Partie des KFC Uerdingen beim ETB Schwarz-Weiß Essen, die der KFC mit 2:0 gewann. Denn sowohl für KFC-Coach Julian Stöhr als auch für ETB-Trainer Christian Dorda war es ein wenig ein Duell gegen die eigene Vergangenheit. Stöhr coachte vergangene Saison noch den Essener Traditionsverein in der Oberliga Niederrhein, sein Gegenüber Dorda trug von 2017 bis 2021 das Trikot des KFC Uerdingen in der Regionalliga West und in der 3. Liga.
Er habe sich sehr auf das Spiel gefreut, gab Stöhr nach den 90 Minuten auf der Pressekonferenz zu. „Nicht, weil es gegen den Ex-Verein geht, sondern weil wir hier auswärts in einem richtig schönen Fußballstadion spielen konnten“, führte der KFC-Trainer aus. Das sei in der Liga schließlich keine Selbstverständlichkeit. Sein Team habe angesichts der beiden jüngsten Niederlagen (0:1 gegen Büderich und 1:3 gegen St. Tönis) schon unter Druck gestanden. „Man konnte heute sehen, dass die Jungs heiß waren und etwas gutmachen wollten“, sagte Stöhr.
Dass ihm und dem KFC im Vorfeld des Spiels vom ETB die Favoritenrolle auf den Aufstieg zugeschrieben wurde, wie es teils auch von anderen Trainern gemacht werde, erhöhe auch etwas den Druck. „Unser Ziel bleibt nach dem großen Umbruch aber weiterhin Platz eins bis sechs“, macht er klar. Denn es fehle dem KFC noch an einer gewissen Konstanz, um dauerhaft oben mitspielen zu können.
Um das ausgerufene Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, war der Sonntagnachmittag im Uhlenkrug-Stadion durchaus hilfreich. In Essen sei sein Team zum ersten Mal über 90 Minuten konstant aufgetreten, habe also genau das umgesetzt, was der Trainer zuvor noch bemängelt hatte. Und das bei einem Gegner, der zuvor vier Spiele in Folge nicht verloren und drei Siege zu null eingefahren hatte. „Ich denke, dass unser Sieg verdient war“, betont Stöhr.
Das sah sein Gegenüber Dorda etwas anders. „Auch wenn der KFC überwiegend den Ball hatte, hatten wir doch vor der Pause ein, zwei gute Möglichkeiten. Die Niederlage hätte nicht sein müssen, weil wir vieles gut wegverteidigt haben“, analysierte Dorda. Dass er nicht so nachlegen konnte, wie er wollte, sei dem personellen Engpass geschuldet. „Wir hatten nur 14 Spieler zur Verfügung“, gab er nach dem Spiel zu Protokoll. Auch für ihn sei es ein besonderes Spiel gewesen, schließlich habe er vier Jahre in Krefeld gespielt. Am Ende jubelten an diesem Tag aber nur die Uerdinger.
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