2025-04-02T15:12:16.030Z 1743725957162

Spielbericht
Bei Kevin Scholz läuft's.
Bei Kevin Scholz läuft's. – Foto: Daniela

Kevin Scholz kann das Toreschießen einfach nicht lassen

Kreisliga A Grevenbroich-Neuss: Für den Stürmer des VdS Nievenheim läuft sportlich gerade ohnehin alles perfekt. Jetzt ist der 34-Jährige auch noch zum zweiten Mal Vater geworden.

Kevin Scholz ist gerade im siebten Himmel. Vor allem wegen der Geburt seines zweiten Kindes, das am Donnerstag auf die Welt kam. Aber auch, weil es für ihn mit dem VdS Nievenheim sportlich aktuell so gut läuft. Die Nievenheimer führen die Tabelle der Kreisliga A an und haben am Sonntag im Topspiel daheim gegen den SV Rosellen die Möglichkeit, ihren Platz zu festigen.

Dass der Angreifer weiß, wo das Tor steht, hat er in der Vergangenheit schon oft bewiesen. Scholz stürmte bereits vor zehn Jahren für Nievenheim und verhalf seiner Mannschaft mit seinen Offensivqualitäten zum Aufstieg in die Oberliga. Auch in der Landesliga erzielte er zahlreiche Treffer. Auch wenn Nievenheim mittlerweile nur noch in der Kreisliga A spielt, erlebt der 34-Jährige gerade seinen x-ten Frühling. In der laufenden Saison ist Scholz nach elf Spielen Topscorer der Liga. Er erzielte 13 Tore und bereitete acht Treffer vor. „Es macht aktuell einfach Spaß, wir haben ein super Teamgefüge. Das hat letzte Saison so ein bisschen gefehlt“, sagt Scholz. Nachdem Thomas Boldt zusammen mit Thomas Bahr vergangene Saison das Traineramt von Daniel Köthe auf dem letzten Tabellenplatz übernommen hatte, gab es in Nievenheim einen Umbruch, der jetzt Früchte trägt. Boldt, der schnell alleine dastand, weil Thomas Bahr nur ein paar Spiele blieb, konnte zwar den Abstieg aus der Bezirksliga nicht verhindern, in der laufenden Spielzeit scheinen die von ihm angestoßenen Veränderungen jedoch zu greifen. Bislang sieht es so aus, als sei der direkte Wiederaufstieg realistisch.

Mit dem aktuellen Lauf zufrieden

Scholz ist jedenfalls sehr zufrieden damit, wie es aktuell im Verein läuft. Boldt hat einige junge Spieler hochgezogen, die für frischen Wind im Spiel sorgen. „Das Zusammenspiel zwischen alt und jung klappt sehr gut. Wir haben viele talentierte Jungs dabei, die auf das hören, was ihnen die erfahrenen Spieler sagen“, meint Scholz. Auch wenn es ein Blick auf seine Statistiken etwas anderes ausdrückt, spürt der Routinier, dass sein Körper die Belastung nicht mehr so verkraftet wie noch vor ein paar Jahren. „Ich merke schon, dass ich älter werde. Nach den Spielen brauche ich dann schon mal zwei oder drei Tage, um zu regenerieren“, sagt Scholz, der in der laufenden Saison bislang durchschnittlich 88 Minuten pro Spiel auf dem Platz stand. Doch das ist für ihn und seine Mannschaft kein Problem. „Dann trainiere ich beispielsweise mal dienstags in Absprache mit dem Trainer und dem Team nicht voll mit. Jeder zeigt Verständnis dafür, dass ich und auch andere Spieler älter werden, da ziehen alle an einem Strang“, sagt Scholz, der im Gegenzug dann bei den Spielen seine Top-Leistungen bringt. Immerhin bereitet ihm sein Knorpelschaden im Sprunggelenk aktuell nur wenig Probleme.

Nicht mehr nach oben schielen

Ambitionen noch mal in höheren Ligen zu spielen, hatder 34-Jährige nicht mehr. Zumal die Zeit nun noch knapper werden dürfte, weil neben seiner Tochter nun auch sein frisch geborener Sohn viel Platz in seinem Leben einnimmt. Kein Wunder also, dass er seine Karriere jetzt langsam „austrudeln lässt“, wie er es formulierte. „Vielleicht noch zwei oder drei Jahre, mal sehen wie lange die Knochen mitmachen. Aber irgendwann muss ich mich verabschieden, auch, wenn ich am liebsten gar nicht daran denken möchte.“ Aber bis dahin ist noch etwas Zeit, die der Stürmer nutzen möchte, um seine Mannschaft zum Aufstieg zu schießen.

Aufrufe: 025.10.2024, 12:30 Uhr
RP / Vincent Müller-RathAutor