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– Foto: Timo Babic

Keller-Kracher in Sehnde

Heesseler SV vor wegweisendem Duell gegen SUS Sehnde – Co-Trainer Patrick Heldt fordert Reaktion nach Niederlage – „Wir müssen uns präsenter zeigen“

Nach der bitteren 1:2-Niederlage gegen den MTV Ilten steht der Heesseler SV vor einem entscheidenden Spiel bei SUS Sehnde. Beide Teams befinden sich punktgleich im unteren Tabellenbereich und kämpfen um den Anschluss, sodass der Druck auf die Mannschaft von Co-Trainer Patrick Heldt erheblich gestiegen ist.

Das Auswärtsspiel des Heesseler SV gegen SUS Sehnde am kommenden Sonntag ist für beide Teams ein richtungsweisendes Duell im Abstiegskampf. Mit jeweils zehn Punkten rangieren die Kontrahenten auf den Plätzen 14 und 15 der Tabelle, nur getrennt durch das leicht bessere Torverhältnis des Heesseler SV. Doch für Co-Trainer Patrick Heldt zählt vor allem die sportliche Reaktion nach der enttäuschenden Leistung gegen Ilten. „Das Spiel gegen Sehnde ist ähnlich wichtig, wenn nicht sogar noch wichtiger, nach der Niederlage am letzten Wochenende“, machte Heldt vor dem Spiel klar. „Wir müssen eine Reaktion zeigen, sonst wird es für uns in den kommenden Wochen extrem schwierig.“

Die Partie gegen den direkten Konkurrenten SUS Sehnde hat eine besondere Brisanz, da beide Teams dringend Punkte benötigen, um sich aus dem Tabellenkeller zu befreien. Heldt sieht die Wichtigkeit des Spiels für beide Seiten: „Für Sehnde ist das Spiel genauso bedeutend wie für uns. Sie haben letzten Samstag gegen Borussia Hannover verloren, eine Mannschaft, die als Tabellenletzter dasteht. Das hatten sie sich sicher anders vorgestellt und wollen nun natürlich mit einem guten Heimspiel gegen uns die Punkte holen.“ Besonders gefährlich für den Heesseler SV ist die Tatsache, dass Sehnde mit einem Sieg den Konkurrenten in der Tabelle überholen könnte. „Wenn sie gewinnen, stehen sie vor uns, und dann wird es für uns noch schwieriger“, gibt Heldt zu bedenken.

Aufarbeitung der Niederlage gegen Ilten

Rückblickend auf die Niederlage gegen Ilten fordert Heldt eine klare Leistungssteigerung seiner Mannschaft, insbesondere in Bezug auf Zweikampfführung und Präsenz. „Letzten Sonntag lief es nicht nach unseren Vorstellungen. Wir haben das Spiel aufgearbeitet, aber wir erwarten nun eine deutlich bessere Leistung“, so der Co-Trainer. Dabei betont er vor allem die fehlende Aggressivität und das mangelnde Durchsetzungsvermögen, die gegen Ilten ausschlaggebend waren: „Wir müssen uns präsenter, aggressiver und auch verbal deutlich mehr zeigen, als das letzte Woche der Fall war.“ Diese Kritik ist besonders auf die schwachen letzten 60 Minuten des Spiels gegen Ilten bezogen, in denen die Mannschaft nach einem guten Start das Spiel aus der Hand gab. „Der Einsatz hat zwar gestimmt, aber Ilten war in den Zweikämpfen und auch verbal einfach besser“, analysierte Heldt.

Um in Sehnde bestehen zu können, fordert Heldt von seinen Spielern vor allem Kampfgeist und mentale Stärke: „Vor allem müssen wir uns 90 Minuten quälen. Qualität kommt auch von Quälen. Das hat letzten Sonntag gefehlt.“ Dieses mentale Element wird aus seiner Sicht entscheidend sein, um gegen Sehnde zu bestehen.

Wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg

Das Spiel gegen SUS Sehnde ist für den Heesseler SV nicht nur eine Chance, die enttäuschende Niederlage vergessen zu machen, sondern auch, um wichtige Punkte im Abstiegskampf zu sammeln. Beide Mannschaften sind punktgleich, und ein Sieg könnte eine enorme Erleichterung bringen. „Es geht nicht nur um drei Punkte, sondern auch um den Anschluss an die Teams über uns“, erklärt Heldt. Besonders wichtig wird die Partie dadurch, dass der Verlierer nicht nur weitere Punkte verliert, sondern auch mental in Bedrängnis geraten könnte. „Für den Verlierer wird es in den kommenden Wochen sehr schwierig, gerade weil dann Gegner auf uns zukommen, die in der Tabelle deutlich weiter oben stehen“, so Heldt mit Blick auf das Restprogramm. Dazu winkt im schlimmsten Fall, sollte Borussia Hannover parallel gewinnen, die rote Laterne für den Verlierer.

Personelle Lage und Startelfüberlegungen

Erfreulich aus Sicht des Heesseler Co-Trainers ist die gute personelle Lage. „Wir haben die meisten Spieler an Bord, sodass der Kader für Sonntag gut aussieht“, betonte Heldt. Dennoch könnte es Veränderungen in der Startaufstellung geben, um auf die schwache Leistung gegen Ilten zu reagieren: „Wir schauen uns genau an, wie sich die Startelf verändern muss, um die nötige Stabilität und den Kampfgeist auf den Platz zu bringen.“

Blick nach vorn – „Wollen auf Sieg spielen“

Trotz der schwierigen Lage geht Heldt optimistisch in das Spiel gegen SUS Sehnde. „Wir wollen den letzten Sonntag vergessen machen und natürlich auf drei Punkte spielen“, so seine klare Ansage. Es sei wichtig, den Fokus auf die Basics zu legen und als Mannschaft geschlossen aufzutreten: „Wir müssen einfach funktionieren und unsere Qualitäten, die wir nach vorne haben, zielstrebig nutzen.“ Dabei fordert er von seinem Team den gleichen Einsatz und Willen wie im Training: „Es geht darum, die Räume, die sich bieten, effektiv zu nutzen und den Gegner nicht zur Entfaltung kommen zu lassen.“

Die kommenden Wochen könnten für den Heesseler SV entscheidend im Abstiegskampf werden, und ein Sieg gegen Sehnde wäre ein wichtiger Schritt. „Wir fahren nicht nach Sehnde, um nur als Statisten dabei zu sein“, betont Heldt abschließend. „Wir wollen aktiv mitgestalten und am Ende mit den drei Punkten nach Hause fahren.“

Aufrufe: 025.10.2024, 08:00 Uhr
NVAutor