2025-12-17T10:26:01.779Z

Ligabericht
– Foto: regional - fussball.ch

Kein Interregio-Fussball mehr: Zürcher Gegner zieht sich zurück

2. Liga interregional, Gruppe 3

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Paukenschlag in der 2. Liga interregional: Der SC Zofingen, Tabellen-14. in der Gruppe 3, steigt freiwillig ab. Der Rückzug kommt nicht von ungefähr: Offenbar hat der Verein erhebliche Geldnöte.

Erst vor ein paar Tagen hat der SC Zofingen ein erstes Testspiel in der Vorbereitung zur Rückrunde gegen das Erstliga-Team FC Thun Berner Oberland (1:5) bestritten.

Ein schnell überholtes Bekenntnis

Und jetzt also die Meldung von der Amateurliga des Schweizerischen Fussballverbands, dass der Aargauer Verein sein Team aus der 2. Liga interregional per sofort zurückzieht. Sie kommt insofern überraschend, da der SCZ sich erst im November in der "Aargauer Zeitung" zur Interregio bekannt hatte. "Der sportliche Anreiz dieser Liga ist sehr gross", betonte der abtretende Sportchef Andreas Bomm, gefolgt von den Worten: "Wir orientieren uns weiterhin nach oben."

Das Intermezzo des Sportchefs

Zumindest ein Indiz für die doch eher aussergewöhnliche Massnahme: Bomms Nachfolger Marc Nietlispach, zuvor Assistenztrainer, war hinterher nur kurz im Amt. "Leider konnte ich meine Vorstellungen nicht im gewünschten Masse umsetzen", liess er sich vor wenigen Wochen im "Zofinger Tagblatt" zitieren. Seinen Entscheid habe er aufgrund von Meinungsverschiedenheiten gefällt. "Innerhalb der Sportkommission wurden gewisse Vereinbarungen nicht eingehalten. Daraufhin sah ich mich schweren Herzens gezwungen, mein Amt als Sportchef niederzulegen."

Geplant war in der Folge, dass eine Sportkommission, bestehend aus Bomm, Leo Moccia und Daniel Kirchhoff, vorerst zu dritt weitermachen würde.

Grosse finanzielle Sorgen

In einer Mitteilung auf der Website nennt der Verein "vielfältige Gründe" für den Rückzug. Eines kommt aber darin klar heraus: Der SCZ hat finanzielle Probleme. Eine der obersten Prioritäten sei die Tilgung offener Schulden. Der Verein sehe sich aktuell noch immer mit Rechtsverfahren ehemaliger Spieler konfrontiert, schreibt er darin.

Noch im Sommer 2023 war die Zahlungsunfähigkeit nur knapp verhindert worden. Der Schluss ist deshalb: "Manchmal muss man einsehen, dass man im Konzert der Grossen (sprich im bezahlten Amateursport) nicht mehr mitspielen kann." Und: Bedauert wird die Massnahme insbesondere auch, weil der Schritt ausgerechnet im 125. Jahr des Bestehens geschieht.

Die Konsequenzen aus den Rückzug

Der Rückzug des SC Zofingen hat natürlich erheblichen Einfluss auf die Gruppe 3, in der mit Red Star und Unterstrass auch zwei Stadtzürcher Teams mitspielen.

Transferübersicht Interregio-Gruppe 3

Sämtliche Partien des bisherigen Tabellen-Drittletzten werden nämlich nun mit 0 Punkten und 0:0 Toren gewertet.

Immer wieder die Aargauer

Der Rückzug des SC Zofingen ist übrigens kein Einzelfall in der 2. Liga interregional:

Immer wieder mal hatten sich in der Vergangenheit Vereine aus dem Wettspielbetrieb freiwillig herausgenommen. Darunter nicht selten Klubs aus dem Kanton Aargau, so beispielsweise der FC Windisch (2023), die Eagles Aarau und der FC Wettingen (beide 2020).

Und was sagt Luigi Ponte, der Präsident des Aargauer Fussballverbandes, gegenüber dem "Zofinger Tagblatt"? "Damit habe ich nicht gerechnet. Der SC Zofingen war stets ein gut geführter Verein, der selten in den Negativ-Schlagzeilen stand." Er hofft dass wenigstens dem in der Gruppe 2 spielenden SC Schöftland der Klassenerhalt gelingt.

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Aufrufe: 031.1.2024, 09:43 Uhr
Redaktion regional-fussball.chAutor