Unser FC ging dann von der ersten Minute an offensiv zu Werke und hätte gleich in der zweiten Minute in Führung gehen können, als man nach Freistoß im Fünfer zum Kopfball hochstieg, aber den Ball verfehlte. Auch sonst wurde im ersten Durchgang überwiegend auf das Wieslocher Tor gespielt, die Gäste waren hauptsächlich bei Kontern gefährlich, die überwiegend von Abdullah Köse eingeleitet wie auch abgeschlossen wurden. Trotz guter eigener Möglichkeiten bedurfte es erneut einem Strafstoß für unseren FC, um in Führung zu gehen. Referee Vitali Justus hatte ein Handspiel der Wieslocher im Strafraum geahndet und auf den Punkt gezeigt. Jonas Pflaugner trat an und verwandelte gewohnt kaltschnäuzig zur 1:0 Führung. Die Gäste drängten auf den Ausgleich, liefen aber oft ins Abseits. Die Entscheidungen des Referees wurden im ersten Durchgang vom Gästeteam sehr kritisch aufgenommen, was in den ersten 30 Minuten zu fünf gelben Karten für Wiesloch führte. Unser FC drängte auf den zweiten Treffer, doch traf man zumeist die falschen Entscheidungen oder hatte, wie in den vergangenen Spielen auch, erhebliches Abschlusspech. So hätte Jonas Pflaugner die Partie im ersten Durchgang alleine entscheiden können, als er bei einem langen Flankenball am zweiten Pfosten mutterseelenallein den Ball übers Tor zielte, wo auch ein indirekter Freistoß im Sechzehner letztendlich landete. Eine weitere sehenswerte Direktabnahme von Pflaugner verfehlte den zweiten Pfosten um einen Meter.
Mit dem knappen 1:0 ging es in die Pause, was angesichts des Chancenverhältnisses deutlich zu wenig war und unseren FC im zweiten Durchgang nochmal richtig in die Bredouille brachte. Direkt nach Wiederbeginn erhielt nämlich Wiesloch einen Elfmeter zugesprochen, als Rudaku im Sechzehner seinen Gegenspieler leicht weggeschoben hatte, was man pfeifen kann, aber nicht muss. Hierbei sah unser Mittelfeldspieler auch den gelben Karton. Der Dreh- und Angelpunkt der Wieslocher, Köse, trat an, verzögerte und zielte flach aufs linke Eck, doch Lukas Bernauer war ebenfalls lange stehen geblieben, ahnte die korrekte Ecke und wehrte das Leder ab, bevor es aus dem Strafraum geschlagen werden konnte. Auf der Gegenseite erzielte Tristan Lautsch das vermeintliche 2:0, das wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde. Der Ball kam zwar vom Gegenspieler, doch revidierte der Referee die Entscheidung nicht. Rudaku hatte sich nach der Entscheidung nochmals beim Referee beschwert und erhielt daraufhin mit gelb/rot den Platzverweis.