2024-04-12T13:41:07.504Z

Spielbericht
Spielszene mit Julian Kristo rechts vom SE Freising.
Spielszene mit Julian Kristo rechts vom SE Freising. – Foto: Michalek

Kaputte Scheibe und ein spätes Kopfballtor: Kammerberg schafft gegen den SE Freising ein 1:1

Fußball-Bezirksliga

Die Partie war spannend bis zum Schluss: Die Bezirksliga-Fußballer der SpVgg Kammerberg trotzten dem SE Freising spät ein Remis ab – und das in Unterzahl.

Kammerberg/Freising – Kernige Zweikämpfe, eine unschöne Szene, eine kaputte Fensterscheibe und zwei Tore: Das Nachholspiel zwischen der SpVgg Kammerberg und dem SE Freising hatte viel zu bieten. Nur einen Sieger sahen die 80 Zuschauer nicht: Die Bezirksliga-Partie endete mit einem 1:1 (0:1)-Remis.

Wer startet besser aus der Winterpause? Die Kammerberger und die Lerchenfelder wollten diese Frage mit „Wir!“ beantworten. Doch zunächst schien alles auf die Gäste hinzudeuten, denn die SpVgg wackelte in der Anfangsphase. Allerdings versäumte es der SEF, seine Chance auf aussichtsreiche Umschaltmomente zu nutzen. Und nach fünf Minuten erklärten die Kammerberger ihre Schwächephase für beendet: Bis Mitte der ersten Hälfte dominierte die Elf von Trainer Matthias Koston das Spielgeschehen. Patrick Sturm verfehlte nach einer Hereingabe aus kurzer Distanz das Tor. Die Führung war auch anschließend möglich, ehe Freising wieder besser in die Partie fand.

Böser Zusammenprall kurz vor der Pause

Es war ein Duell auf Augenhöhe, in dem es Staas Mitko nach gut einer halben Stunde richtig scheppern ließ: Der Mittelfeldakteur der Freisinger knallte die Kugel zwar nicht ins Tor, traf aber ein Fenster des Vereinsheims, das dabei zu Bruch ging. Die Scherben brachten zunächst den Gästen Glück, denn in der 37. Minute klingelte es im Kasten: Felix Fischer schaltete nach einer Balleroberung in den Tempo-Modus und legte quer auf Julian Kristo, der ins kurze Eck zum 0:1 traf.

Wenig später dann eine unschöne Szene: Freisings Marcel Hack und Kammerbergs Thomas Nefzger prallten mit den Köpfen so hart zusammen, dass beide bluteten und ins Krankenhaus mussten. Die Diagnosen: Hack hat sich die Nase gebrochen, Nefzger eine Platzwunde erlitten.

Zehn Kammerberger schlagen spät zurück

Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild: Beide Mannschaften schonten sich nicht und verteidigten vor allem im Zentrum sehr kompakt. Chancen waren rar, dafür lebte das Duell von der Spannung. In der 86. Minute starteten die Freisinger einen vielversprechenden Angriff, doch SpVgg-Innenverteidiger Stefan Aust stoppte diesen mit einem taktischen Foul – und wurde mit Gelb-Rot zum Duschen geschickt. Nun sprach alles für die Gäste. Doch die Kammerberger glaubten weiterhin an sich – und meldeten sich tatsächlich zurück: Domenik Kaiser traf nach einem Eckball, den SEF-Torhüter Jonas Trost unterlaufen hatte (88.). Beim 1:1 blieb es.

Kammerberg-Coach Koston und sein Freisinger Trainerkollege Alexander Schmidbauer waren sich anschließend einig in ihren Analysen. „Klar war der Punkt am Ende glücklich. Aber weil wir ein deutliches Chancenplus hatten, war er verdient“, betonte Koston. Schmidbauer trauerte derweil dem verpassten Dreier nach, wusste jedoch auch, dass seine Mannschaft in einigen Momenten Glück hatte: „Wir haben heute einige Situationen nicht gut ausgespielt. Die SpVgg Kammerberg hat sich den Zähler verdient – auch wenn der späte Gegentreffer in Überzahl natürlich bitter ist.“ (Moritz Stalter)

Spielstatistik:

SpVgg Kammerberg – SE Freising 1:1 (0:1) Kammerberg: Fängewisch – Huber, Aust, A. Nefzger, T. Nefzger (44. Seybold) – Villand – Schaar, Oko (69. Rakonic) – Grundmann (90.+2 Demmel), Sturm (69. Kaiser), Kiermeier. Freising: Trost – Hack (44. Aiteniora), Schmid, Mrowczynski, Löw – Fischer – Mitko, Schmuckermeier, Rudzki, Bobonja – Kristo (77. Johnson). Tore: 0:1 Kristo (37.), 1:1 Kaiser (88.). Gelbe Karten: Grundmann – Aiteniora, Mitko, Rudzki. Gelb-Rote Karte: Aust (86./taktisches Foul). Schiedsrichter: Matthias Schubert (FC Aschheim). Zuschauer: 80.

Aufrufe: 026.2.2024, 06:00 Uhr
Moritz StalterAutor