2025-04-02T15:12:16.030Z 1743736061153

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Die Gelbe ist fällig: Der Mainzer Schiedsrichter Jannis Kaufmann verwarnt einen Spieler von Waldhof Mannheim.
Die Gelbe ist fällig: Der Mainzer Schiedsrichter Jannis Kaufmann verwarnt einen Spieler von Waldhof Mannheim. – Foto: AZ

Kapitänsregel: Wundermittel gegen Gewalt im Amateurfußball?

Die Kapitänsregel soll für mehr Respekt auf Deutschlands Amateurplätzen sorgen +++ Meinungen von Mainzer Schiris zur neuen Regel nach dem ersten Halbjahr

Mainz. Plötzlich war sie da, die Kapitänsregel. Während der Fußball-Europameisterschaft im vergangenen Sommer trat sie zum ersten Mal in Erscheinung. Gemecker und Aggressionen gegenüber Schiedsrichtern sollten dadurch verringert werden – und das gelang mit Bravour. Ist die Regel also das perfekte Mittel für den Amateurfußball, wo immer wieder Schlagzeilen von Respektlosigkeiten und Gewalt gegen Schiris die Runde machen? Mainzer Amateur-Schiris geben nach einem halben Jahr ein erstes Fazit ab.

Was den Sinn der Regelung betrifft, herrscht Konsens unter den Schiedsrichtern: „Es ist eine gute Sache“, sagt Michael Wright vom SV Vitesse Mayence. Als Mittel, um sich auf dem Platz in strittigen Situationen Ruhe zu verschaffen, wirkt die Kapitänsregel. Rudelbildungen haben sich in den letzten sechs Monaten verringert, so die Wahrnehmung der meisten Unparteiischen. Es „kommt viel mehr Spielfluss zustande, es wird weniger diskutiert“, sagt Jannis Kaufmann, der für den TV 1817 Mainz pfeift. Positives Fazit also.
Doch die Regel wird nicht von allen Schiris angewandt.
Aufrufe: 021.1.2025, 10:00 Uhr
Benedikt Palm Autor