
Mit einem klaren 5:1-Auswärtssieg bei der SpVg Porz festigte die Mannschaft von Trainer Alexander Otto ihren vierten Tabellenplatz und hält weiter Anschluss an die Spitzengruppe. Für Porz hingegen bleibt der Blick nach unten gerichtet: Durch die gleichzeitigen Siege von Hennef und den Sportfreunden Düren ist der Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf sechs Punkte geschrumpft.
Die Gastgeber starteten zunächst durchaus ordentlich in die Partie. Porz-Trainer Jonas Wendt sah seine Mannschaft in der Anfangsphase auf Augenhöhe. „Die ersten 15 Minuten haben wir eigentlich ordentlich mitgespielt. Ich glaube sogar, dass wir die erste größere Chance im Spiel hatten.“
Doch nach rund 25 Minuten nahm das Spiel eine klare Richtung. Waiss Ezami brachte Siegburg in Führung (25.). Wenig später erhöhte Kelana Mahessa auf 2:0 – nachdem er zunächst mit einem Foulelfmeter an Torwart Dominique Mittenzwei gescheitert war, den Nachschuss aber verwandelte (29.). Nur wenige Minuten später traf erneut Ezami zum 3:0 (37.).
Für Wendt war diese Phase entscheidend: „Nach dem 0:1, das durch einen individuellen Fehler entstanden ist, ist unser Kartenhaus ein Stück weit zusammengebrochen.“ Bis zur Pause habe sich seine Mannschaft „gefühlt leidenschaftslos präsentiert – ohne Zweikampfführung und ohne Gegenwehr“. Gerade im Abstiegskampf sei so eine Leistung nicht akzeptabel.
Siegburgs Trainer Alexander Otto war vor allem mit der Effizienz seiner Mannschaft zufrieden. „Wir waren in der ersten Halbzeit sehr effizient mit unseren Torchancen und haben unsere Möglichkeiten konsequent genutzt.“ Auch nach der Pause blieb der Siegburger SV gefährlich. Zwar dauerte es zunächst, bis die Gäste ihre Überlegenheit erneut in Tore ummünzten, doch sie kontrollierten das Spiel weitgehend.
Die Gastgeber versuchten nach der Pause noch einmal, zurück in die Partie zu finden. „In der zweiten Halbzeit wollten wir versuchen, schnell einen Anschlusstreffer zu erzielen und so etwas wie einen 'Porzer Moment' zu erzeugen“, erklärte Wendt. Fast wäre dieser auch gelungen, als Gero Pletto kurz nach Wiederbeginn mit einem Distanzschuss knapp am Pfosten vorbeizielte. „Wir sind ins Risiko gegangen und haben fast all-in gespielt“, sagte Wendt. Dadurch öffneten sich zwangsläufig Räume in der Defensive.
Diese Räume nutzte Siegburg in der Schlussphase konsequent aus. William McIntosh erhöhte in der 76. Minute auf 4:0. Zwar gelang Eung-yu Kim kurz darauf noch der Ehrentreffer für Porz (83.), doch Sebastian Stupp stellte mit dem 5:1 kurz vor Schluss den Endstand her (89.).
Wendt räumte ein, dass die Niederlage auch in dieser Höhe verdient gewesen sei. „Bei einer besseren Chancenverwertung hätte es für Siegburg sogar noch höher ausgehen können.“ Einzig Torwart Dominique Mittenzwei habe mit mehreren starken Paraden einen noch höheren Rückstand verhindert.
Während Porz die eigene Leistung kritisch analysieren muss, zeigte sich Siegburgs Trainer zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Die Mannschaft hat das Spiel insgesamt sehr konzentriert und geschlossen zu Ende gespielt“, sagte Otto. „Am Ende steht ein klarer Sieg, über den wir uns natürlich sehr freuen.“
Für Siegburg bedeutet der Erfolg die Festigung von Platz vier und weiterhin Kontakt zur Spitzengruppe der Liga. Porz hingegen muss nach der deutlichen Niederlage den Blick stärker nach unten richten – auch wenn der Vorsprung auf die Abstiegsplätze noch sechs Punkte beträgt. "Jetzt müssen wir uns schütteln und vor allem mit der ersten Halbzeit intensiv beschäftigen, denn so etwas kann ich so nicht stehen lassen", erklärt Wendt abschließen.