2026-04-16T10:11:10.190Z

Allgemeines

Kaltschnäuzige Bornheimer – Sportfreunde im Alu-Pech

Der Aufsteiger knackt die 30-Punkte-Marke – Nick Mwaura Hirschfeld glänzt mit Doppelpack.

von Andreas Santner · Heute, 08:34 Uhr · 0 Leser
– Foto: LaBima

Der SSV Bornheim steht mit anderthalb Beinen in einer weiteren Spielzeit in der Mittelrheinliga. Beim 3:1-Erfolg gegen die Sportfreunde Düren bewies der Neuling extreme Effektivität, während die Hausherren am Pfosten verzweifelten. Durch den Dreier vergrößert Bornheim den Abstand zur Abstiegszone auf satte 17 Zähler – der Klassenerhalt ist damit nur noch rein rechnerisch in Gefahr. Ganz anders die Lage in Düren: Dort ist der Rückstand auf das rettende Ufer auf sieben Punkte angewachsen, was angesichts des Restprogramms einer Herkulesaufgabe gleicht.

Im Oststadion entwickelte sich eine chancenreiche Partie, in der die Gäste den klinischen Blick für das Tor bewiesen. Nick Mwaura Hirschfeld (36.) und Atemlefeh Morfaw (43.) sorgten noch vor dem Pausentee für die Weichenstellung. Bornheims Coach Patrick Schmitz freute sich über die neu gewonnene Stärke seiner Elf: „Am Ende des Tages haben wir das geschafft, was uns in der Hinrunde noch seltener gelungen ist: Wir konnten die Partie aufgrund unserer Kaltschnäuzigkeit und Effektivität für uns entscheiden. Letztlich war der Sieg für uns auch verdient.“

Drei Pfostentreffer: Düren verzweifelt am Aluminium

Düren gab sich jedoch keineswegs auf und bewies trotz des Rückstands eine bemerkenswerte Moral, haderte aber massiv mit dem fehlenden Spielglück. Gleich drei Mal verhinderte das Aluminium einen Torerfolg der Sportfreunde. „Das war eine extrem unglückliche Niederlage, auch wenn meine Mannschaft trotz des Rückstands eine hervorragende Moral bewiesen hat. Wir hatten heute einfach das Pech an den Stiefeln, was sich in drei Pfostentreffern durch Blohm, Mandelartz und Reisgies widerspiegelte“, bilanzierte ein frustrierter Trainer Marcel Demircan nach dem Abpfiff.

Mitten in die Dürener Drangphase schlug Hirschfeld mit seinem zweiten Treffer des Tages (69.) eiskalt zu und beseitigte damit alle Zweifel am Auswärtssieg der Bornheimer. Der Ehrentreffer durch Inan Şengül (80.) kam für die Gastgeber zu spät und blieb lediglich Ergebniskosmetik. Demircan fügte an: „Während wir uns jede Chance hart erarbeiten mussten und am gegnerischen Keeper scheiterten, der eine überragende Partie abgeliefert hat, war Bornheim eiskalt und hat jede sich bietende Gelegenheit genutzt. Es ist frustrierend, dass wir die Gegentore momentan viel zu leicht hergeben.“

Schmitz: "Wir zählen jetzt nicht den Countdown"

Während Düren nun vor einer fast unlösbaren Mission steht, um den Abstieg noch abzuwenden, blickt man in Bornheim entspannt, aber keineswegs ziellos auf das Saisonfinale. Die Sektkorken bleiben vorerst noch auf der Flasche. Patrick Schmitz stellte klar: „Wir zählen jetzt nicht den Countdown und lassen die Sektkorken knallen, sobald der Klassenerhalt rechnerisch fix ist, sondern haben unser Ziel – wie bereits vor einigen Wochen erwähnt – korrigiert. Wir wollen die restlichen Spiele nicht ziellos bestreiten, auch wenn das natürlich eine Herausforderung ist. Unser Anspruch ist es, bis zum letzten Spieltag so viele Punkte wie möglich zu holen und dabei so viel Spaß wie möglich zu haben.“