2025-04-02T15:12:16.030Z 1743722770487

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Erzielt den Siegtreffer: Justine Siebert.
Erzielt den Siegtreffer: Justine Siebert. – Foto: agsb

Justine Siebert schießt die Viktoria ins Viertelfinale

FVM-Pokal

Der Fußball-Mittelrheinligist liefert sich mit Bergisch Gladbach einen torreichen Pokalfight. Das Trainerduo ist zufrieden.

In einem packenden Pokalkrimi beim FFC Bergisch Gladbach hat SV Viktoria RW Waldenrath-Straeten einen verdienten 4:3 (2:1)-Erfolg gegen einen starken Gegner gefeiert. Nach einer zweistündigen Anfahrt, bei der die letzte Spielerin kurz nach 19 Uhr den Spielort erreichte, ging die Viktoria bereits in der ersten Spielminute nach einem Eckball durch Aileen Lehner in Führung.

Die Gäste spielten auf das 2:0, doch irgendein Bein war immer dazwischen. Die junge FFC-Mannschaft fand nach rund 15 Minuten besser ins Spiel. Die Viktoria-Abwehr hatte mit dem Spielsystem leichte Probleme. Der Landesligist setzte auf Konter mit langen Bällen auf die schnellen Stürmerinnen, was Fabienne Mex zum Ausgleich (23.) nutzte. Nun witterte die Heimelf Morgenluft. Nach 40 Minuten zeigte die 17-jährige Sophie Bratzel ihre Kaltschnäuzigkeit als Torjägerin (zwölf der 14 Ligatreffer hat sie bisher erzielt) und traf nach einem erneuten langen Ball zur 2:1-Führung. Hier wurde allerdings nicht konsequent verteidigt. Ein mögliches 3:1 kratzte Jana Drews von der Linie.

Zur Pause umgestellt

„Wir haben in der Halbzeitpause umgestellt, weil auch der Gegner hungrig und gut agierte. Wir haben mit Moral den Kopf aus der Schlinge gezogen“, sagte Trainer Maik Honold und lobte seine Mannschaft, die immer an das Weiterkommen geglaubt hat. Wolters wurde in vorderster Front aufgestellt, Julia Mertens rückte von der Spitze auf die Zehnerposition. Von hier aus stellte Honold Lina Schranz und Aileen Lehner in die Innenverteidigung, während Kristina Hild vom Abwehrblock ins Mittelfeld rückte. Der Pokalfight nahm Fahrt auf. Hild erzielte per Fernschuss den 2:2-Ausgleich (56.). Wolters traf zur 3:2-Führung (67.), und die Viktoria machte weiter Druck.

Plötzlich zappelte der Ball im Netz der Viktoria: Bratzel hatte zum 3:3 getroffen. Die Abwehr reklamierte ein klares Handspiel, das jedoch vom Schiedsrichtergespann nicht gesehen wurde. Doch die Viktoria glaubte an sich und spielte auf den Siegtreffer. Nach 82 Minuten war es Justine Siebert, die einen bereits verlorenen Ball zurückeroberte und scharf machte. Sie vollendete eine tolle Energieleistung und krönte ihre gute Leistung mit dem Siegtreffer zum 4:3. In den Schlussminuten riskierte die Heimelf alles, fand jedoch keine Lücke mehr.

„Ich habe vorher der Mannschaft gesagt, dass heute nur der Sieg zählt und wir im Pokal überwintern möchten“, so Maik Honold, der zusammen mit Partner Olaf Roggen eine tolle Mannschaftsleistung gegen einen sehr unbequemen Gegner sah. Ein weiterer positiver Aspekt, den der Coach hervorhob, war die Fähigkeit der Mannschaft, während des Spiels das Spielsystem umzustellen und dies auch umzusetzen.

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Aufrufe: 029.11.2024, 07:43 Uhr
Aachener ZeitungAutor