
Wiesbaden . Teamwork, Flexibilität, teils hoher Zeitaufwand und ein vorausschauender Blick auf zukünftige Entwicklungen – die Mitglieder im Wiesbadener Kreisfußballausschuss übernehmen ehrenamtlich die große Verantwortung, den Spielbetrieb bei Männern, Frauen und Nachwuchs bestmöglich zu organisieren. Damit das auch bis 2028 im Sog ständig aufkeimender Probleme gelingt, werden am Samstag ab 10 Uhr in Dotzheim beim Wiesbadener Fußballtag im Haus der Vereine Vorkehrungen getroffen. Gastgeber ist der FC Nord, der in diesem Jahr auf sein 75-jähriges Bestehen zurückblickt.
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Mit Männer-Spielklassen von der Kreisoberliga bis zur D-Liga sieht der amtierende Fußballwart Jürgen Brose „unter Berücksichtigung des Wunsches der Mehrzahl der Vereine“ ein einheitliches Spielsystem mit Reserven in Konkurrenz als Grundlage für die Zukunft an. Mit dem Ziel, die Klassen sukzessive auf 16 Teams zu begrenzen. Zum einen solle die Stärkung der unteren Klassen erreicht werden, um eine ausgewogenere Leistungsdichte zu gewährleisten. Zum anderen, betont Jürgen Brose, „reagieren wir auf veränderte Freizeitgewohnheiten der Spieler und den Wunsch, Spiele unter der Woche im Rahmenspielplan zu minimieren“. Im September 2022 war Brose in die Fußstapfen von Dieter Elsenbast getreten, der nach 14-jähriger Amtszeit als Kreisfußballwart seinerzeit überraschend seinen Rücktritt vor Ablauf der vierjährigen Amtszeit verkündet hatte. Brose, bis dahin sein Stellvertreter, übernahm im Rahmen einer reibungslosen Wachablösung und stellt sich am Samstag – mit dem bewährten Team der übrigen Ausschussmitglieder – nun erstmals offiziell zur Wahl als Fußballwart.
Antrag auf Rückkehr der Gesichtskontrolle“: In Sachen Anträge hat der VfB Westend Argumente für eine Rückkehr der „Passkontrolle vor dem Spiel“ eingebracht, die eine Gesichtskontrolle zur Überprüfung der Identität darstellt. Damit „keine Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit der Spielberechtigung von Spielern auftreten können“, heißt es auszugsweise in der Antragsbegründung.
Kreisoberligist Türkischer SV, in der laufenden Runde mit einem fragwürdigen Drei-Punkte-Abzug belegt, weil zu seiner Gruppenliga-Zeit 2022/23 laut Verband nicht die Regularien in Sachen „Unterbau“ erfüllt worden waren, plädiert in seinem Antrag dafür, dass weibliche Juniorenmannschaften für den geforderten Unterbau anerkannt werden. Aus der Spielordnung gehe bisher nicht klar hervor, „dass es sich bei Juniorenmannschaften nicht um weibliche Juniorenmannschaften handeln darf“.