
Der Unter der Woche-Spieltag brachte Hochspannung im Aufstiegsrennen und bittere Rückschläge im Abstiegskampf. Während Spitzenreiter Inter beim BSV 1892 Moral bewies und einen Rückstand drehte, erledigte Johannisthal seine Pflichtaufgabe beim Friedenauer TSC. Dahinter festigte der SC Berliner Amateure Rang sechs, Schöneberg feierte ein Offensivspektakel und Hürtürkel sammelte wichtige Punkte – wobei über allem weiterhin die Unsicherheit um das laufende Insolvenzverfahren schwebt. Sollte der Zwangsabstieg bestätigt werden, würden sämtliche Hürtürkel-Spiele annulliert werden. Inter hätte dadurch plötzlich acht Punkte Vorsprung an der Spitze. Eine Entscheidung wird in den nächsten Tagen erwartet. Solange bleibt ein dickes Fragezeichen (FuPa Berlin berichtet)
Der SC Berliner Amateure bestätigte seine starke Rückrunde und entführte drei Punkte bei BFC Preussen II. Erhan Kücükosman brachte die Gastgeber zunächst in Führung, doch die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Joscha Schulte-Holtey erzielte den Ausgleich, bevor Fynn Niklas Paetschke die Partie komplett drehte. In einer intensiven Schlussphase verteidigten die Amateure den Vorsprung mit viel Einsatz. Mit dem Auswärtssieg festigt der SCBA Platz sechs und setzt seine stabile Saison fort.
Pfeffersport hat im Abstiegskampf ein deutliches Zeichen gesetzt. Gegen den direkten Konkurrenten SV Empor Berlin II erwischten die Gastgeber einen Traumstart: Friedrich Würzner, William Scarlett und Janek Wieland sorgten früh für klare Verhältnisse. Dominik Nogradi verkürzte zwar noch für Empor, doch mehr ließ Pfeffersport nicht mehr zu. Die Gastgeber verteidigten den Vorsprung konzentriert und feierten einen enorm wichtigen Heimsieg. Empor II bleibt damit auf einem Abstiegsplatz und steht bei nur noch wenigen verbleibenden Spielen massiv unter Druck.
Die DJK SW Neukölln kann doch noch gewinnen. Beim Berliner SC II erwischten die Gäste einen perfekten Start durch Norman Guski und Theodoros Panagiotis Xydias. Der Berliner SC II rannte lange an, kam aber erst tief in der Nachspielzeit durch Karim-Joel Barry zum Anschluss. Für mehr reichte es nicht mehr. Der Berliner SC II kassiert eine unnötige Heimniederlage.
Beim heimstarken BSV 1892 lag Aufstiegskandidat FC Internationale Berlin nach Treffern von Arthur Stephan und Mateusz Smolarkiewicz plötzlich mit 0:2 hinten, zeigte danach aber die Qualität eines möglichen Meisters. Nicholas Cartwright Stanley leitete die Aufholjagd ein, ehe Leo Heye den Ausgleich erzielte. Als vieles bereits nach einem Remis aussah, schlug Inter tief in der Nachspielzeit erneut zu: Leonard Homburger vollendete die komplette Wende und sorgte für ausgelassenen Jubel beim Spitzenreiter. Durch den Sieg verteidigt Inter Rang eins und bleibt drei Punkte vor Johannisthal.
Zehn Tore, wilde Phasen und ein völlig offener Schlagabtausch: Der BSV Hürtürkel und Berolina Mitte lieferten das torreichste Spiel des Spieltags. Mehmet Uzuner brachte Hürtürkel früh in Führung, Leopold Antonius Bussmann antwortete für Berolina. Danach übernahmen jedoch die Gastgeber das Kommando. Erneut Mehmet Uzuner sowie Ilker Samed Yigit mit einem Doppelpack bauten den Vorsprung aus. Ibrahim Inal setzte den Schlusspunkt für Hürtürkel. Für Berolina trafen außerdem Rio Wermer, Falk Marquard und Arno Ruf, defensiv blieb der Tabellenletzte aber erneut völlig anfällig. Sportlich hält Hürtürkel damit Anschluss ans Mittelfeld. Doch die große Unsicherheit bleibt: Sollte das Insolvenzverfahren bestätigt werden, würden sämtliche Saisonspiele annulliert und der Klub zwangsabsteigen. Besonders Inter würde davon profitieren und hätte plötzlich acht Punkte Vorsprung auf Johannisthal.
Der 1.FC Schöneberg hat eines der spektakulärsten Ergebnisse des Spieltags geliefert. Gegen den SC Borsigwalde überrollten die Gastgeber ihren Gegner phasenweise regelrecht. Salih Uzun und Samet Sennur sorgten früh für die Führung, ehe Yildiray Demir mit zwei Treffern weiter erhöhte. Tobias Weckeck und Samer Abou Khalil machten das halbe Dutzend perfekt. Für Borsigwalde gelang Marvin Teuber lediglich der Ehrentreffer. Schöneberg klettert damit weiter ins gesicherte Mittelfeld, während Borsigwalde defensiv erneut große Probleme offenbarte.
Der SF Charlottenburg-Wilmersdorf 03 hat den formstarken Berlin Hilalspor ausgebremst. Othman Jamali Idrissi brachte die Hausherren früh in Führung, Maximilian Kocher legte noch vor der Pause nach. Hilalspor fand über die gesamte Spielzeit kaum Zugriff auf die Partie und blieb offensiv überraschend harmlos. Charlottenburg verteidigte diszipliniert und ließ den Gegner kaum zur Entfaltung kommen. Durch den Erfolg verbessert sich der SFCW auf Rang sieben und zieht weiter Abstand zur Gefahrenzone.
Der SF Johannisthal erledigte seine Pflichtaufgabe beim Friedenauer TSC mit viel Geduld und einem knappen Arbeitssieg. Nach einer torlosen ersten Halbzeit erlöste Lukas Ferl die Gäste kurz nach dem Seitenwechsel mit dem entscheidenden Treffer. Friedenau hielt die Partie lange offen und verteidigte leidenschaftlich, konnte offensiv aber kaum entscheidende Akzente setzen. Johannisthal kontrollierte weite Strecken der Begegnung und brachte den Vorsprung letztlich souverän über die Zeit. Damit bleibt der SFJ erster Inter-Verfolger und würde aktuell in die Relegation gegen den Zweiten der Staffel 2 gehen – derzeit SSC Teutonia.
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