Das zweite Jahr ist gemeinhin das Schwierigste nach einem Aufstieg. Die alte Fußball-Weisheit straft der VfR Mannheim Lügen. In der zweiten Runde nach dem Aufstieg in die höchste Spielklasse Baden-Württembergs überwintern die Rasenspieler als Dritter in Tuchfühlung zum Zweiten TSG Balingen, der nach jetzigem Stand die Aufstiegsspiele bestreiten dürfte
"Unser Fazit fällt durchweg positiv aus", sagt Ali Ibrahimaj. Der Sportliche Leiter des VfR erwähnt die "starken 41 Punkte aus 20 Spielen", und sieht das angesichts der Verletztenlage der vergangenen vier, fünf Wochen als, "großen Erfolg."
Im Sommer gab es die beinahe schon traditionell große Fluktuation beim VfR. Dieses Jahr scheint das Gebilde aber homogener besetzt zu sein. Ibrahimaj sagt: "Wir haben einen in der Breite ambitionierten Kader und ältere Spieler, die vorneweg gehen." In Summe sieht der 33-Jährige, "wenige Mannschaften in der Liga, die in Sachen Qualität vor uns liegen."
Der Wendepunkt in der Vorrunde kam ausgerechnet nach einer herben Schlappe. Das 0:7 Ende September in Balingen traf die Abele-Elf hart, Ibrahimaj gibt zu: "Danach waren wir alle perplex." Die Schockstarre dauerte jedoch nicht lange, schon am Wochenende darauf unterlag der VfR dem Ausnahmeteam aus Großaspach aufgrund einer roten Karte unglücklich mit 0:2. Es folgte die beeindruckende Aufholjagd mit acht Partien und 22 von 24 möglichen Punkten. Der aus den beiden verbliebenden Partien errungene eine Punkt, geht laut dem Sportlichen Leiter, "auf die vielen Verletzten und die leeren Akkus" zurück.
Für 2025 ist die Zuversicht groß rund um das Rhein-Neckar-Stadion. Ibrahimaj verspricht: "Wir sind hungrig und wollen oben dranbleiben." Die Vizemeisterschaft liegt im Bereich des Möglichen und ist den Rasenspielern durchaus zuzutrauen.
Ganz vorne ist die SG Sonnenhof Großaspach jedoch weit enteilt.