Berlin-Liga-Schlusslicht Hilalspor kämpft gegen den Abstieg in die Landesliga: Neuer Trainer und ehemaliger Regionalliga-Spieler soll die Wende bringen
Die Kreuzberger, mit nur acht Punkten auf dem letzten Tabellenplatz der Berlin-Liga, setzen auf frischen Wind. Mit Erkut Ergiligür als neuem Spielertrainer wird die Mission Klassenerhalt eingeläutet. Doch damit nicht genug: Drei Neuzugänge stehen bereits fest – Kingsley Chigozie Onyemaobi (1. FC Wilmersdorf), Mortaza Rahimi (TeBe-Jugend) und Torwart Vincent Wolff (BW 90).
Für Aufsehen sorgt jedoch ein echter Coup, wie Präsident Adnan Tuc verrät: „Gefühlt halb Berlin wollte ihn verpflichten.“
Ozan Özer Pekdemir kommt vom Oberligisten Eintracht Mahlsdorf
Der Stern von Ozan Özer Pekdemir geht bei den Füchsen auf. In der Berlin-Liga erzielt der offensive Außenspieler beeindruckende 17 Treffer und wechselt daraufhin zum Chemnitzer FC. Ausgebildet wird er bei Hertha BSC und dem Halleschen FC. Über Herren-Stationen beim FC Oberlausitz Neugersdorf und Viktoria Berlin in der Regionalliga führt ihn sein Weg im Jahr 2017 zum Berliner AK 07, in die gleiche Liga. Nach dieser Zeit zieht es Pekdemir für mehrere Jahre in die Türkei. Im Jahr 2022 kehrt der vielseitige Offensivspieler nach Deutschland zurück und schließt sich dem langjährigen Oberligisten CFC Hertha 06 an, der jedoch aufgrund einer Insolvenz aufgelöst wird. 2023 findet der inzwischen 33-Jährige eine neue sportliche Heimat beim BSV Eintracht Mahlsdorf. Er kommt auf insgesamt 19 Einsätze in der NOFV Oberliga-Nord.
Hilalspor spielt eine katastrophale Hinrunde
Transfers im Amateurfußball sind weit mehr als ein Handschlag auf dem Sportplatz. Obwohl Leidenschaft und Vereinsbindung eine große Rolle spielen, gibt es auch hier finanzielle und vertragliche Aspekte, die nicht unterschätzt werden dürfen.
Im Gegensatz zum Profibereich, wo hohe Summen fließen, sind Ablösesummen im Amateurfußball selten und stark reglementiert. Stattdessen dominieren Wechselgebühren, die von Verbänden festgelegt werden. Diese sollen einerseits die Ausbildungskosten der abgebenden Vereine honorieren, andererseits finanzielle Überforderungen vermeiden.
Auch Versicherungsfragen sind entscheidend. Spieler müssen gegen Verletzungen abgesichert sein, oft ergänzt durch private Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherungen. Hier liegt die Verantwortung oft bei den Spielern selbst, da Vereine selten umfassende Absicherungen bieten können.
Verträge im Amateurbereich sind meist einfacher gestaltet, umfassen aber zunehmend Regelungen zu Aufwandsentschädigungen oder Prämien. Besonders bei höherklassigen Vereinen verschwimmen die Grenzen zwischen Amateuren und Halbprofis.
Dieser Mix aus Leidenschaft und Formalitäten macht Transfers im Amateurfußball zu einem spannenden Thema.