
Meilenstein im Kampf um den Klassenerhalt für den FC Hennef 05! Im richtungsweisenden Kellerduell gegen die Sportfreunde Düren behielt die Teixeira-Elf mit 3:1 die Oberhand. Während Hennef den Vorsprung auf die Abstiegszone deutlich ausbaut, wird die Lage für die Sportfreunde immer schwieriger.
Boran Yörük, gerade einmal 19 Jahre jung, feierte ausgerechnet im „Überlebenskampf“ der Mittelrheinliga seinen ersten Startelf-Einsatz. Und der Youngster sollte prompt auf sich aufmerksam machen. In einer Partie, in der es für beide Teams um alles ging, vergrößerte Hennef den Abstand zum ersten Abstiegsplatz – den aktuell eben jene Dürener belegen – auf nunmehr neun Punkte. Ein Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt für Hennef, während bei den Gästen die Sorgenfalten immer tiefer werden.
Dabei erwischten die Sportfreunde den besseren Start. Nach einem langen Ball der Dürener war die Hennefer Hintermannschaft unsortiert, Hagen Blohm schaltete am schnellsten und markierte das 0:1 (25.). Doch die Hausherren schüttelten sich und schlugen zum psychologisch wichtigsten Zeitpunkt zurück: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte landete ein Freistoß von Kai Schusters bei Debütant Yörük, der zum 1:1-Ausgleich einköpfte (45.+1).
Nach dem Seitenwechsel übernahm Hennef komplett das Kommando. Kai Schusters krönte seine starke Leistung mit einem Doppelpack (60., 75.) und stellte die Weichen endgültig auf Sieg. Düren, das im ersten Durchgang noch leidenschaftlich dagegengehalten hatte, wirkte im zweiten Abschnitt zunehmend kraftlos.
„Natürlich ist uns ein Stein vom Herzen gefallen. Vor der Partie war klar ausgegeben worden: Verlieren ist verboten! Und das haben wir umgesetzt“, atmete Hennefs Sportlicher Leiter Frank Fußhöller nach dem Abpfiff tief durch. „Nach einem langen Ball der Dürener, bei dem wir einen Moment nicht aufgepasst haben, sind wir zunächst in Rückstand geraten. Wir konnten jedoch noch vor der Pause ausgleichen. In der zweiten Halbzeit hatte Düren uns nichts mehr entgegenzusetzen. Das Ergebnis hätte am Ende sogar noch deutlich höher ausfallen können. Unterm Strich war es ein sehr verdienter Sieg für uns.“
Auf der Gegenseite herrschte bei Trainer Marcel Demircan Ernüchterung. Erneut war es ein spätes Gegentor vor der Pause, das seine Mannschaft aus der Bahn warf. „Es muss sehr viel passen, damit wir in dieser Liga konkurrenzfähig sind. Das haben wir in der ersten Halbzeit geschafft, in der zweiten Halbzeit waren wir jedoch chancenlos – deshalb geht der Sieg für den Gegner auch in Ordnung“, so seine ehrliche Analyse.
Besonders die schwindenden Kräfte und die mentale Komponente machten ihm zu schaffen: „Vielleicht haben wir am Anfang zu viel investiert, um überhaupt dahin zu kommen, und hatten dann am Ende einfach nichts mehr im Tank. Es zieht sich leider wie ein roter Faden durch die Saison, dass wir kurz vor der Halbzeit Tore kassieren. Das bricht uns mental einfach das Genick.“
Während Hennef nun mit ordentlich Rückenwind in die nächste Aufgabe gegen Merten geht, wird der Weg für die Sportfreunde Düren bei neun Punkten Rückstand auf den Klassenerhalt jetzt eine echte Herkulesaufgabe.