2026-04-01T12:50:56.008Z

Ligavorschau

Heißer Derbytanz in Regensburg – Weidens fünfter Streich?

Bayernliga Nord, 27. Spieltag am Gründonnerstag: Wasserwerkler erwarten Tabellennachbar Erlangen +++ Gebenbach mit Rückenwind nach Coburg +++ Fortuna oder Cham: Wer findet in die Spur zurück?

von Florian Würthele · Heute, 13:00 Uhr · 0 Leser
Bei Torjäger Salah El Berd und Gebenbach läuft es derzeit richtig gut. Kann die DJK ihre aktuelle Formstärke auch in Coburg wieder unter Beweis stellen?
Bei Torjäger Salah El Berd und Gebenbach läuft es derzeit richtig gut. Kann die DJK ihre aktuelle Formstärke auch in Coburg wieder unter Beweis stellen? – Foto: Jonas Löffler

Zum Start ins lange Osterwochenende sind alle Oberpfälzer Bayernligisten bereits am morgigen Gründonnerstag im Einsatz. Am Ostermontag dann geht es nahtlos weiter. Erstmal steht aber der 27. Spieltag auf dem Plan. Dabei steht besonders das Bezirks-Derby Fortuna Regensburg gegen ASV Cham im Blickpunkt. Beide Parteien möchten in die Erfolgsspur zurückkehren. Weiter erfolgreich sein wollen dagegen zwei Mannschaften, die derzeit zu den heißesten Eisen der Liga zählen. Einmal die SpVgg SV Weiden, die den ATSV Erlangen empfängt, und zum Zweiten die DJK Gebenbach, deren Reise in den hohen Norden zum FC Coburg führt. Die U21 des SSV Jahn muss ebenfalls ihre Koffer packen und gastiert beim FC Eintracht Bamberg.


Hinspiel: 2:4. 5:2, 6:5, 4:2 – die Duelle zwischen Fortuna Regensburg (9., 32 Punkte) und dem ASV Cham (3., 43) standen in der jüngeren Vergangenheit immer für Spektakel. Auf dem Mini-Platz an der Isarstraße dürften auch dieses Mal viele Torraumszenen garantiert sein. Die Gäste aus der Kreisstadt erlitten ergebnistechnisch zuletzt einen Knacks. Das 1:1 daheim gegen Coburg war die dritte Partie in Folge ohne Sieg. Dadurch hat Cham im Aufstiegsrennen Boden verloren. „Fakt ist: Aktuell sind wir einer Niederlage näher als einem Sieg. Gegen diesen Trend müssen wir uns wieder stemmen und uns beweisen. Bereits in der Vorrunde hatten wir mit ähnlichen Phasen zu kämpfen, konnten das Ruder aber glücklicherweise immer rechtzeitig herumreißen und dadurch vorm Abstiegskampf fernbleiben. Die Leistungsschwankungen gehören einfach zu uns und die werden wir auch nicht loswerden. Natürlich sind es oft nur Kleinigkeiten, die jedoch eine Wirkung auf unser Spiel und die gesamte Leistung haben“, sieht ASV-Trainer Faruk Maloku das große Ganze. Gelingt in Regensburg der Turnaround? Maloku erwartet eine schwere Auswärtsaufgabe: „Klar ist, wenn wir uns gegenüber den letzten Spielen nicht steigern, dann wird es gegen die starke Qualität und Klasse von Fortuna Regensburg nicht reichen.“ Auf der Ausfallliste des Tabellendritten stehen lediglich die Dauerpatienten Niko Becker und Andre Adkins.

Noch ohne Dreier nach der Winterpause, hat Fortuna Regensburg endgültig den Abstiegskampf ausgerufen. Zum ausführlichen Lagebericht vor dem Heimspiel gegen Cham...


Hinspiel: 1:0. Quo vadis, SSV Jahn II (10., 31)? Die Regensburger Youngster waren mit drei Heimsiegen am Stück perfekt ins neue Bayernliga-Jahr gestartet. Es schlossen sich Niederlagen gegen Weiden und Neumarkt an. Jeweils blieb die Jank-Elf ohne eigenen Treffer. Um nicht wieder hinten reinzurutschen, soll am Gründonnerstag unbedingt Zählbares her. Die Aufgabe beim Rangvierten FC Eintracht Bamberg (39) hat es allerdings in sich. Das Fuchs-Park-Stadion ist immer ein heißes Pflaster. „Der FCE Bamberg ist eine gut organisierte Mannschaft. Mir ist wichtig, dass wir mutig auftreten, bei gegnerischem Ballbesitz aggressiv agieren und im eigenen Ballbesitz zielstrebig spielen“, blickt Jahn-Chefcoach Christoph Jank dem Match entgegen. Die Ergebniskurve der Hausherren zeigt in die entgegengesetzte Richtung, gehen die Oberfranken doch mit der Empfehlung von zwei Zu-Null-Siegen nacheinander ins Spiel. In Sachen Personal hat Jank gewisse Sorgen. Zu den bisherigen Ausfällen Fabian Ziegler und Noa Rettich gesellen sich Volodymyr Kharabara mit einer Bauchmuskelverletzung sowie Henrik Heid mit Wadenproblemen.


Hinspiel: 2:2. Es läuft bei der SpVgg SV Weiden (7., 33)! Vier Siege in Folge haben dafür gesorgt, dass die Nordoberpfälzer tabellarisch erstmal aus dem Gröbsten raus sind. Die Abstiegszone konnte – dank des wichtigen 2:1-Erfolgs in Hof – auf sechs Zähler distanziert werden. In der FuPa-Formtabelle ist man sogar Erster. Gelingt Bytomski, Zeitler & Co. zum Start des Osterwochenendes der fünfte „Streich“? Mit dem ATSV Erlangen (8., 32) gastiert ein Tabellennachbar im Sparda-Bank-Stadion. „Der ATSV hat sich durch die letzten zwei Partien wieder Selbstvertrauen geholt. Es wird ein Spiel auf Augenhöhe. Das hat schon das Hinspiel gezeigt. Ein super Spiel beider Mannschaften endete 2:2 unentschieden“, erwartet Weidens Trainer Michael Riester, der nur auf die weiter verletzten Christoph Sibler und Stefan Pühler verzichten muss, erneut ein Duell auf Augenhöhe. Einen Akteur der Mittelfranken hebt Riester gesondert hervor: „Ihr Ausnahmespieler Markert Lucas hat alleine elf Tore und elf Assists zu Buche stehen. Daran sieht man schon die Wichtigkeit und Klasse seiner Person. Wegen solchen Spielern gehst du ins Stadion.“ In diesem Kontext schlägt Riester aber auch einen Brückenschlag zu seiner Mannschaft, merkt an: „Wir haben aktuell mit Zeitler, Bytomski, Lang, Sylejmani und Fenninger fünf Spieler, die allesamt in der ligaweiten Top-35 der Scorerliste stehen. Keine Mannschaft hat mehr. Das zeigt unsere Ausgeglichenheit und Flexibilität, mit der wir unser Spiel spielen. Hauptsächlich geht man aber aktuell gerne ans Weidener Wasserwerk, weil man sieht, wie diese Jungs Fußball spielen und weil eine Weidener Mannschaft am Platz steht, die alles für ihre Farben opfert. Das erkennt der Weidener an und lässt sich gerne mitreißen, was wir auf dem Platz spüren.“




Hinspiel: 1:2. Zehn Punkte aus den letzten vier Spielen: Auch die DJK Gebenbach (6., 35) befindet sich nach der Winterpause klar im Aufwind. An dieser Einschätzung ändert das jüngste Unentschieden gegen Kornburg überhaupt nichts. Es war ein bitterer wie unnötiger Punktverlust, denn das Gegentor zum 2:2 fiel weit in der Nachspielzeit. Dazu kam ein früh verschossener Elfmeter. DJK-Coach Dominik Rühl sprach danach von „zwei verschenkten Punkten“. Dementsprechend reisen die Gebenbacher am Donnerstag sicherlich mit einer gewissen Portion Wut im Bauch in den hohen Norden Bayerns. Es geht zum akut abstiegsbedrohten FC Coburg (16., 24). Rühl will den Gegner jedoch keinesfalls an dessen Tabellensituation messen: „Wir dürfen uns vom Tabellenplatz nicht täuschen lassen. Es geht nur mit 100 Prozent, das müssen wir angehen wie jedes andere Spiel. Das macht Gewinnermentalität aus. Wir müssen in jeder Situation hellwach sein, weil die vorne viel Qualität drin haben“, betont er gegenüber den Oberpfalz-Medien. Personell hat Rühl keine Sorgen. Der gesamte Kader ist einsatzfähig.