
Drei Unentschieden, zwei Niederlagen, kein Sieg. Der SV Fortuna ist in der Bayernliga Nord alles andere als gut aus der Winterpause gekommen. Cheftrainer Arber Morina ruft nach der 0:2-Auswärtsniederlage gegen den bisherigen Tabellenvorletzten Würzburger FV endgültig den Abstiegskampf aus: „Der Blick ist jetzt absolut nach hinten gerichtet.“ Und: „Der Wind hat sich definitiv gedreht.“ Nun gehe es darum, „die notwendigen Punkte zu sammeln, um die Hinteren auf Distanz zu halten“. Weiter geht's für die Regensburger mit zwei Oberpfalz-Derbys. Am Gründonnerstag gibt der ASV Cham sein Stelldichein an der Isarstraße, am Ostermontag dann geht es zur DJK Gebenbach. Das Motto für das lange Osterwochenende: endlich die Trendwende herbeiführen.
Die verdiente Niederlage in Würzburg liegt Morina mit ein paar Tagen Abstand durchaus noch in der Magengrube: „Nachdem wir zuletzt immer in der ersten Halbzeit schwach gestartet sind und in der zweiten Halbzeit Aufholjagden gestartet haben, war es folgerichtig, dass wir in Würzburg auf die Schnauze gefallen sind. Und dass wir gesehen haben, dass es nicht immer reichen kann, erst in der zweiten Halbzeit Leistung zu bringen. Die Niederlage war sehr schmerzhaft, aber – wenn man sich die letzten Spiele anschaut – auch konsequent und verdient. Ich hoffe, dass jetzt der Letzte kapiert hat, dass wir nicht erst in der zweiten Halbzeit aufwachen können.“ In allen fünf Partien im neuen Jahr geriet der SV Fortuna in Rückstand. Nach drei 2:2-Unentschieden in Serie konnte man dieses Mal nicht zurückschlagen. „In dieser Liga sind wir in der Lage, gegen jeden zu verlieren, aber auch jeden zu schlagen. Die Spiele beginnen bei Null“, betont Morina.
Ausfälle wichtiger Leistungsträger, magere Ergebnisse – klar hat das auf die Stimmung gedrückt im Lager der Domstädter, die sich aus dem Aufstiegskampf verabschiedet haben und daher letztlich doch keine Unterlagen für eine Regionalliga-Lizenz beim Verband eingereicht haben. Nichtsdestotrotz gibt sich der Trainer kämpferisch: „Wir fallen nicht auseinander. Es ist nicht so, dass wir in den Spielen chancenlos sind. Die Mannschaft ist da und bringt Leistung – aber oftmals zu spät. Das Pendel liegt gerade auch nicht auf unserer Seite und wir müssen irgendwann den Turnaround schaffen. Die Jungs sind weiterhin motiviert und engagiert, das zu drehen. Wir versuchen, den Bock umzustoßen und mit aller Macht was Zählbares zu holen.“