
Die beeindruckende Erfolgserie des HSC II ist gerissen. Nach acht Siegen in Folge unterlag Heeslingens U23 dem TuSG Ritterhude nach einer insgesamt schwachen Vorstellung mit 1:2. „Wir waren heute leider nicht bei 100 Prozent“, so Cordes.
„Alles in allem war das heute eher magere Kost, die wir den Zuschauern geboten haben. Wir haben unsere Leistung einfach nicht auf den Platz gebracht und deshalb auch verloren“, fasste Heeslingen Coach den Verlauf eines Spiels zusammen, das den Gastgebern bereits im Vorfeld ein erstes Handicap bescherte.
Krankheitsbedingte Ausfälle fest eingeplanter HSC-Spieler
Philipp Wilkens, der fest für die Defensive eingeplant war, musste am Spieltag krankheitsbedingt absagen und machte damit die taktischen Überlegungen des Trainergespanns zunichte. Und es sollte noch dicker kommen. Die Partie war noch keine 30 Sekunden alt, als sich Enis Busch bei seinem ersten Ballkontakt eine Zerrung zuzog und kurze Zeit später ausgewechselt werden musste.
Es dauerte eine Weile, ehe sich die Gastgeber gefangen hatten und die Regie im Waldstadion übernahmen. Doch es passte zu diesem verkorksten Auftritt, dass einer der wenigen Heeslinger Patzer eiskalt bestraft wurde. Nach einem Fehler im Spielaufbau schaltete Dennis Riemer am schnellsten, erkämpfte den Ball und erzielte aus kurzer Distanz die frühe Führung für die Gäste.
Mika Kraßmann gleicht für Heeslingen zum 1:1 aus
In der Folgezeit drängte der Heeslinger SC II auf den Ausgleich, doch es fehlte an zündenden Ideen. Immer wieder blieben Pässe oder Flanken in der gegnerischen Abwehr hängen. Mitte der ersten Halbzeit fanden die Platzherren aber endlich die Lücke in der Ritterhuder Abwehr. Nach einer schönen Flanke von Marco Sobolewski traf Mika Kraßmann zum verdienten 1:1-Ausgleich.
Vier Minuten nach dem Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit hätte die Partie die entscheidende Wende nehmen können. Nach einem Zuspiel von Mika Krassmann marschierte Lasse Schumacher in den gegnerischen Strafraum, doch auch er hatte Pech. Sein Flachschuss klatschte nur an den Pfosten.
Der Torschütze zum 1:1: Mika Kraßmann (2. v. r.) versucht es in dieser Szene mit einem Pass in die Tiefe. Aber die Ritterhuder Abwehr verhindert eine mögliche HSC-Chance. Foto: Demmer
Während die Gäste aus Ritterhude in der Folgezeit um Schadensbegrenzung bemüht waren, drückte die Cordes-Elf weiterhin auf das Tempo. Aber wie schon im Verlauf der ersten 45 Minuten fehlte in entscheidenden Situationen die letzte Genauigkeit, so dass Ritterhude beste Möglichkeiten zunichtemachte. Und wenn ein Heeslinger doch einmal freie Bahn hatte, warfen sich die Spieler aus dem Nachbarkreis in den Schuss und verhinderten auf diese Weise einen weiteren Treffer.
HSC-Coach Cordes: „Müssen uns an die eigene Nase fassen“
Weil den Gastgebern ein Unentschieden wenig nützte, warfen sie in den letzten 15 Minuten der Partie noch einmal alles nach vorn. Dadurch wurden sie anfälliger für gegnerische Angriffe und wurden dafür abermals bestraft. Nach einer Ecke landete ein Abpraller bei Simon Zboro und der haute das Spielgerät zum 2:1 ins Netz.
Danach stürmte die Cordes-Elf mit zehn Spielern, doch auch das half nichts. Am Ende musste der HSC II die bittere Pille schlucken und unterlag mit 1:2. Und das war noch nicht alles. Kapitän Calvin Blicharski leistete sich nach dem Schlusspfiff noch eine Unsportlichkeit und erhielt dafür die gelbrote Karte. „Nach der schwächsten Vorstellung des Kalenderjahres müssen wir uns an die eigene Nase fassen“, kommentierte Robin Cordes den Auftritt seiner Elf.