2025-04-02T15:12:16.030Z 1743684555333

Allgemeines
Bingens Niklas Langer (weißes Trikot) versucht, den Mainzer Jaime Anderton zu bremsen.	Foto: Sebastian Bohr
Bingens Niklas Langer (weißes Trikot) versucht, den Mainzer Jaime Anderton zu bremsen. Foto: Sebastian Bohr

Hassia Bingen eine Stunde auf Augenhöhe

Landesligist unterliegt SVW Mainz aber mit 1:3 +++ Trotz ordentlicher Vorstellung ist Coach Dilly angefressen

Bingen. Eine Stunde lang war auf dem Büdesheimer Kunstrasen vor rund 100 Zuschauern alles gut aus Sicht von Hassia Bingen. Zwar hatte der SV Weisenau als Tabellenführer der Landesliga Ost bis dahin die besseren Gelegenheiten, spielerisch und von der Anzahl der Chancen her war die Hassia aber mindestens ebenbürtig. Am Ende setzten sich jedoch die routinierteren Gäste mit 3:1 durch. Vor allem, weil die Binger dazu kräftig Vorarbeit leisteten und der junge Schiedsrichter Franjo Bajan (Ludwigshafen) in seiner Zweikampfbeurteilung und der Verteilung von Gelben Karten keine Linie fand.

Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt von der Allgemeinen Zeitung und Wormser Zeitung.

Die Hassia kam gut ins Spiel. Tamim Noory verpasste Israel Mukambas scharfe Hereingabe nur um Zentimeter (14.), feuerte dann aus 18 Metern drüber (15.). Dann fasste sich Nico Merz ein Herz (17.), zielte aber genau auf Keeper Markus Merker. Hinzu kamen zwei sehr strittige Entscheidungen bei Aktionen im Weisenauer Strafraum. Beide Male blieb Bajans Pfeife stumm. Nach einer halben Stunde kamen die Gäste besser in die Partie. Aus ihrer dritten Chance machte Patrick Wagner das 0:1 (39.). Das war auch der Pausenstand, weil SVWler Paul Nauth das Kunststück fertig brachte, den Ball aus einem Meter nicht im Tor unterzubringen (45.).

Nach dem Wechsel waren die Binger zurück. Folgerichtig fiel der zu diesem Zeitpunkt mehr als verdiente Ausgleich, für den der eingewechselte Domenic-Shawn Davis aus kurzer Distanz verantwortlich zeichnete (58.). Der allerdings gab keine Sicherheit. Plötzlich bestimmten Unaufmerksamkeiten und teilweise haarsträubende Fehler das Spiel der Hassia. Was Simon Günsch aus drei Metern nicht gelang (61.), machte Robin Lehmann keine Minute später besser. Sein Treffer war so etwas wie die Vorentscheidung und für die Hassia ein Déjà-vu mit Blick auf die zurückliegenden Begegnungen. Gegen aufgerückte Binger gelang Leon Nauth (89.) per unhaltbarem Schlenzer der Endstand.

„Heute haben wir definitiv einen Punkt verloren.“ Hassia-Coach Günter Dilly war angefressen. „Wir müssen unsere Chancen einfach machen.“ Die Mängelliste war lang, reichte von kaum vorhandenen Alternativen über einen „grenzwertigen Schiri“ bis hin zu den individuellen Fehlern im eigenen Defensivverbund.

Hassia Bingen: Setz – Hadamitzky, Portmanns, Mayer Marte, Dörr (Davis) – Berg (Kahriman), Müller, Langer, Merz – Noory, Mukamba.



Aufrufe: 08.9.2024, 17:02 Uhr
Jochen WernerAutor