2026-03-25T14:09:28.761Z

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Harte Woche für Hohkeppel – Wegberg-Beeck feiert "geiles Heimspiel"

Die Eintracht rutscht nach der dritten Pleite binnen acht Tagen auf den vierten Tabellenplatz ab.

von Andreas Santner · Heute, 07:28 Uhr · 0 Leser
Freude herrschte beim FC Wegberg-Beeck über den Sieg von Eintracht Hohkeppel.
Freude herrschte beim FC Wegberg-Beeck über den Sieg von Eintracht Hohkeppel. – Foto: Sascha Hohnen

Die „Horrorwoche“ des SV Eintracht Hohkeppel ist perfekt. Nach der Niederlage im Top-Spiel gegen Bergisch Gladbach und dem Pokal-Aus gegen Viktoria Köln setzte es nun im Waldstadion den nächsten Dämpfer. Mit 1:3 zogen die Schützlinge von Abdullah Keseroglu den Kürzeren und rutschten damit im Klassement von Rang zwei auf Platz vier ab. Ganz anders die Gefühlslage beim FC Wegberg-Beeck: Die Zeh-Elf bestätigte ihre starke Verfassung – mit vier Siegen aus sechs Partien nach der Winterpause sind die Beecker nun Vierter der Rückrundentabelle.

Schon früh stellten die Hausherren die Weichen auf Sieg. Luca Bini staubte in der 16. Minute zum 1:0 ab, ehe Niklas Koppitz noch vor der Pause nach feiner Vorarbeit von Timo Braun auf 2:0 erhöhte (38.). „Das war ein absolut geiles Heimspiel. Wir waren von der ersten Sekunde an voll da“, freute sich Beeck-Coach Mark Zeh nach der Partie. „Die Jungs haben das wirklich gut verteidigt: mit Herz, Leidenschaft und Emotionen.“

Hohkeppel, das mit massiven Personalproblemen anreiste, bäumte sich nach dem Wechsel auf, biss sich aber am glänzend aufgelegten Beeck-Schlussmann Yannik Hasenbein die Zähne aus. Inmitten der Drangphase der Gäste sorgte Timo Braun mit einer sensationellen Einzelaktion für die Vorentscheidung (67.). „Das 3:0 war dann sensationell – eine klasse Aktion von Timo Braun, mit der wir die Vorentscheidung herbeigeführt haben“, frohlockte Zeh. Zwar verkürzte Firat Tuncer per Handelfmeter noch auf 1:3 (81.), doch am Heimsieg der Beecker rüttelte das nicht mehr.

Keseroglu: »Gehen aktuell absolut auf dem Zahnfleisch«

Eintracht-Trainer Abdullah Keseroglu zeigte sich nach dem Spiel bedient, verwies aber auf die prekäre personelle Lage: „Es ist ernüchternd. Wir haben eine harte Woche hinter uns. Man muss erwähnen – ohne dass es als Ausrede dienen soll –, dass uns heute sieben Spieler fehlten, davon mindestens sechs potenzielle Stammspieler.“ Laut Keseroglu fehlte in den entscheidenden Momenten die nötige Power: „Es fehlte heute das letzte Quäntchen Feuer und Energie auf dem Platz. Wie gesagt, keine Ausrede, aber wir gehen aktuell absolut auf dem Zahnfleisch: Wir hatten drei Spieler aus der Dritten, einen U19-Akteur, einen kurzfristigen Neuzugang ohne Spielpraxis und den reaktivierten Co-Trainer André Klug dabei. Trotz dieser extrem angespannten Lage hätten wir das Spiel heute nicht verlieren dürfen.“

Mark Zeh hob indes die Mentalität seiner Mannschaft hervor, die in den brenzligen Phasen „leidensfähig“ blieb: „Man hat gemerkt: Vom ersten bis zum letzten Kaderplatz wollten heute wirklich alle diesen Sieg. Deswegen war es am Ende ein großartiger Erfolg und ein absolut verdienter Heimsieg.“ Während Beeck somit weiter im Aufwind segelt, muss Hohkeppel schleunigst die Wunden lecken, um den Anschluss nach ganz oben nicht vollends zu verlieren.