2024-07-12T13:30:11.727Z

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– Foto: Imago Images

Harnik und Süderelbe sehen sich wieder – wenn Dassendorf nicht meldet

„In der dritten Saison wollen wir nach Dassendorf fahren, um dort zu gewinnen“, sagte Süderelbes seinerzeit neuer Cheftrainer Stefan Arlt in interner Runde vor knapp drei Jahren. Diese Aussage wurde bewusst hinter vorgehaltener Hand getroffen. Schließlich standen die Kiesbargler vor dem größten Umbruch der jüngsten Vergangenheit in Hamburgs höchster Spielklasse. Sowohl auf Vorstands- als auch auf Spielerebene kam es zu einer gewollten Personalrochade.

Der FCS wurde erst als vermeintliches Kanonenfutter verspottet – bis zum 19. September 2020, als Arlts Elf die mit Top-Spielern wie Samuel Hosseini, Johannes Höcker oder Elias Saad besetzte Mannschaft vom HSV Barmbek-Uhlenhorst im Auftaktspiel der Saison 2020/2021 mit 3:2 besiegte. Serienmeister TuS Dassendorf hatte in dieser Spielzeit noch leichtes Spiel gegen die „49ers.“

Beim viel beachteten Debüt von Martin Harnik deklassierte man die Süd-Hamburger auf heimischer Anlage mit 7:1. Ohne einen Treffer Harniks übrigens. Auch im zweiten Vergleich – zwischen Süderlebe und Dassendorf traf Harnik nicht ins Schwarze. Bei einem Endstand von 0:0 auch schwer umsetzbar. Vor dem dritten Duell gegen Kömürcü & Co. stand zunächst ein dickes Fragezeichen hinter „Hanno“, wie der 68-fache österreichische Nationalspieler bei „Dasse“ liebevoll genannt wird. Der 35-jährige Top-Torjäger der Oberliga Hamburg (32 Tore in 20 Spielen) musste das Aufwärmen abbrechen, stand dennoch in der Startelf. Zwei dicke Gelegenheiten mit spielentscheidendem Charakter besaß Harnik. Wäre sein Kopfball aus der 44. Minute nicht an den Pfosten, sondern ins Tor gegangen, wäre Süderelbe bei einem Rückstand von 1:4 wohl kaum zurückgekommen.

In der 95. Minute erst recht nicht. Nach einer Notbremse von Alexander Koval gegen Tarec Blohm kurz vor der Strafraumgrenze übernahm Harnik die Verantwortung bei der letzten Aktion des Spiels und schoss den Freistoß in die Mauer. Somit bleibt es beim 3:3-Unentschieden und der torlosen Bilanz Harniks gegen Süderelbe. Nur gegen vier weitere aktuelle Oberligisten (Sasel, Niendorf, Harksheide, Rugenbergen) traf die Nummer 20 der TuS bislang nicht.

Ob er die Bilanz gegen den FC Süderelbe korrigieren kann, steht in den Sternen. Während Süderelbes Coach Arlt kurz vor der Beendigung des offiziellen Teils der Pressekonferenz auf ein Wiedersehen in der kommenden Serie verwies und einen erneuten Anlauf nehmen wird, um am Wendelweg zu gewinnen („Wir sehen uns dann im nächsten Jahr“), entgegnete TuS-Sportchef Jan Schönteich augenzwinkernd („Ja, wenn wir nicht noch (für die Regionalliga, Anm. d. Red.) melden“)).

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Tormaschine Martin Harnik – seit seinem Debüt für die TuS Dassendorf am 17.10.2020

Gegen welchen aktuellen Oberligisten hat er bislang wie oft getroffen (fett markiert) – und gegen wen nicht?

TSV Sasel (Rückspiel am 01.04.23)

ETV (5)

Altona 93 (1)

USC Paloma (1)

Niendorfer TSV (Rückspiel am 15.04.23)

SC Victoria (1)

FC Süderelbe (kein Spiel mehr in dieser Saison)

Concordia (3)

FC Türkiye (3)

HEBC (2)

TuRa Harksheide (Rückspiel am 11.02.23)

Union Tornesch (4)

HSV III (2)

TSV Buchholz 08 (3)

Hamm United (2)

TuS Osdorf (2)

SV Rugenbergen (Rückspiel am 25.04.23)

SV Curslack-Neuengamme (3)

Aufrufe: 029.1.2023, 12:01 Uhr
Seweryn MalykAutor