
Der Abstieg scheint besiegelte Sache: Nach der 2:3-Heimniederlage am vergangenen Samstag gegen die DJK Vilzing sind die Chancen der "Dorfbuam" auf den Klassenerhalt in der Regionalliga Bayern nur noch theoretischer Natur. Sieben Punkte müsste die SpVgg in den abschließenden drei Partien aufholen, um sich zumindest noch in die Relegation retten zu können. Mehr als unwahrscheinlich...
In dieser sportlich brisanten Situation setzt der Dorfverein aus der Gemeinde Leiblfing (Lkr. Straubing-Bogen) allerdings ein klares Zeichen: Cheftrainer Tobias Beck hat seinen Vertrag um eine weitere Saison verlängert und wird damit erneut den wohl unvermeidlichen Gang in die Bayernliga mitgehen. Auch Co-Trainer Maximilian Fellinger und Torwarttrainer Adrian Serowiec bleiben an Bord. "Es gab durchaus die Überlegung, ob ich nach zwei sehr kräftezehrenden Jahren eine Pause einlege, zumal ich auch im privaten Bereich mit Hausbau gut beschäftigt bin aktuell. Aber ich habe mich dann dazu entschieden, dass ich den eingeleiteten Umbruch in Hankofen ligaunabhängig weiter begleiten möchte. Wir sind noch nicht am Ende der Entwicklung und es macht mir nach wie vor großen Spaß. Ich weiß, was ich an Hankofen habe und umgekehrt. Die Zusammenarbeit ist sehr vertrauensvoll, das weiß ich sehr zu schätzen", so der 31-Jährige zu seiner Vertragsverlängerung.
"Wir freuen uns sehr, dass Tobias, Maxi und Adrian weiterhin mit an Bord sind, weil wir ebenso fachlich, wie menschlich von den Dreien überzeugt sind. Das Trio identifiziert sich zu einhundert Prozent mit dem Verein, sowie den Standortbedingungen. Unser Miteinander ist wertschätzend und immer im Sinne der Sache. Die geschlossenen Vereinbarungen gelten ligenunabhängig", sagt Hankofens Sportlicher Leiter Richard Maierhofer, der noch auf der Suche nach einem weiteren Co-Trainer ist.

Denn bezüglich einer weiteren Personalentscheidung zeigt sich Hankofen irritiert - vorsichtig ausgedrückt. Dass der spielende Co-Trainer Patrick Choroba in der kommenden Saison nun beim Landesligisten 1. FC Passau aufschlägt, sorgte für erstaunte Gesichter am Reißinger Bach. "Man erlebt in dieser Branche immer wieder Überraschungen", merkt Richard Maierhofer süffisant an und versichert: "Patrick hatte uns die mündliche Zusage gegeben, dass er auch in der kommenden Saison an Bord bleibt. Als ich den Vertrag zur Unterschrift vorbereitet hatte, kam er zu mir und meinte, ihm läge ein gutes Angebot aus Passau vor, dass er annehmen müsse." Ärgerlich für die SpVgg, böse Worte verliert Maierhofer dennoch nicht: "Es ist nicht meine Art, in solchen Dingen nachzutreten. Es ist jetzt, wie es ist. Mehr gibt`s dazu aus meiner Sicht auch nicht mehr zu sagen."