William Wachowski (Nr. 5) im Regionalliga-Einsatz für Altona 93 gegen den SV Drochtersen/Assel.
William Wachowski (Nr. 5) im Regionalliga-Einsatz für Altona 93 gegen den SV Drochtersen/Assel. – Foto: Imago Images

TBS Pinneberg rüstet auf: Verstärkung kommt von Altona 93

Die Kaderplanung geht voran – insgesamt zwölf Verlängerungen und zwei namenhafte Neuzugänge

Das Projekt des TBS Pinneberg geht weiter. In der noch laufenden Saison steht der Bezirksligist in der Staffel 1 auf dem dritten Rang. Punktgleich mit dem zweitplatzierten SC Egenbüttel. Der Aufstieg in die Landesliga wurde nicht geschafft. Trotz vieler Akteure, die bereits über jede Menge höherklassige Erfahrung verfügen. Nun rüstet der Club von der Müßentwiete für die nächste Saison weiter auf. Sehr namenhafte Neuverpflichtungen werden künftig für die Pinneberger mit auf Punktejagd gehen. Außerdem verlängerten bisher zwölf Spielern über den Sommer hinaus.

Mit Abdullah Yilmaz, Yasir Zaman, Cevin Clausen, Joel Weiß, Alpay Dobrucali, Daniel Dias, Daniel Meyer, Hendrik Müller, Özkan Simsek, Ersen Asani, Haci Demircan und Mark Hinze konnte sich der TBS Pinneberg auf eine weitere gemeinsame Zukunft einigen. Zusätzliche Verlängerungen sollen folgen, jedoch stehen diese Gespräche noch aus. „Da wir uns voll auf die Meisterschaft konzentriert haben, was für uns die absolute Priorität besaß, wollten wir uns von nichts anderem ablenken lassen. Deshalb sind wir jetzt erst ein bisschen verspätet mit unseren eigenen Jungs in die Gespräche gegangen“, erklärt Vorstandsvorsitzender Cagler Cot.

Neben William Wachowski wechselt auch Ilyas Afsin an die Müßentwiete
Drei der bereits genannten Spieler tragen auch ihren Teil dazu bei, dass nun die neueste Verpflichtung veröffentlich werden konnte. Von Altona 93 kommt der regionalligaerfahrene Innenverteidiger William Wachowski zum TBS. Der 29-Jährige ist aus gemeinsamen Zeiten beim AFC noch mit Kapitän Abdullah Yilmaz, Ersen Asani und Mark Hinze befreundet. Zusammen holten sie in der Saison 2018/19 die Meisterschaft in der Oberliga. Nun hat „Willo“, laut Caglar Cot, wieder Lust, mit seinen Freunden Fußball zu spielen. „Abdullah Yilmaz ist in dem ganzen Konstrukt des Wechsels federführend involviert gewesen“, weiß der Vorstandsvorsitzende zu berichten. „Er hat zu Willo den Kontakt hergestellt.“ Schließlich konnte William Wachowski vom Konzept des TBS Pinneberg auch noch überzeugt werden, was nun zum Wechsel von der Griegstraße an die Müßentwiete führte.

Ein weiterer Neuzugang ist Ilyas Afsin. Der Torjäger war zuletzt Teil eines Projektes des Hamburger SV. Mit den 5. Herren holte der Goalgetter erst vor einigen Tagen die Meisterschaft in der Kreisklasse 4. Der Offensivspieler, der eigentlich mehr auf der linken Seite unterwegs ist, steuerte in bisher 18 Einsätzen sehr beachtliche 51 Tore bei. Zuvor kam der 28-Jährige auch schon unter anderem auf insgesamt 86 Oberligaeinsätze. Beruflich bedingt konnte Ilyas Afsin den Aufwand beim Niendorfer TSV ab Januar 2021 nicht mehr mitgehen. Zudem wollte er mit seinen sehr engen Freunden das Projekt der 5. Herren des HSV voranbringen. Also ging er dies dann in der Kreisklasse an. Doch nun reizt den Angreifer wieder etwas anderes, was schließlich zum Wechsel nach Pinneberg führte, wie Caglar Cot berichtet: „Ich kenne Ilyas bereits sehr lange. Die Anfänge seiner Herrenlaufbahn verbrachte er auch zum Teil bei uns. Damals spielten wir in der Landesliga und Ilyas war da schon mit um die 15 Scorerpunkte sehr erfolgreich. Und jetzt ist es schon so, dass er gerne noch mit seinen Freunden beim HSV-Projekt spielen würde, aber er hat auch wieder Bock, primär mit dem Leistungsgedanken auf den Platz zu gehen. Und das spielt bei uns vordergründig eine Rolle. Natürlich wollen wir auch Spaß haben, in erste Linie sind wir aber erfolgshungrig. Genauso wie Ilyas. Deshalb passt das bei uns.“

Innenverteidiger William Wachowski (li.) neben TBS Pinnebergs Ligamanager Erturul Kayali bei der Vertragsunterzeichnung.
Innenverteidiger William Wachowski (li.) neben TBS Pinnebergs Ligamanager Erturul Kayali bei der Vertragsunterzeichnung. – Foto: Erturul Kayali


Noch kein Ziel für die nächste Saison
Zwei hervorragende Verstärkungen für ein Team, dass bereits aus sehr vielen echt guten und eigentlich auch höherklassigen Kickern besteht. In dieser Saison kamen sie jedoch nicht am Staffelmeister Kummerfelder SV vorbei. „Natürlich wären wir gerne aufgestiegen. Da ist schon auch ein Stück weit die Enttäuschung da. Aber wir wissen auch um die Stärken der Konkurrenz und wissen, warum wir nicht aufgestiegen sind.“ Caglar Cot macht klar, weshalb es für den Club nicht ganz überraschend war, dass nicht sie am Ende den Meistertitel holten. „Zum einen wussten wir, wie stark Kummerfeld ist und zum anderen wussten wir, dass wir einfach auch erstmal als Team zusammenwachsen mussten. Auch wenn wir sehr gute Spieler verpflichtet hatten, waren es doch sehr viele Neue. Demnach müssen dann Automatismen erstmal in sich greifen. Und wenn du dann so eine konstant gute Mannschaft wie Kummerfeld in deiner Liga hast, ist es eben nicht so, dass du damit rechnen kannst, dass du Meister wirst.“

Und auch trotz der namenhaften Neuzugänge ist dem Vorstandsvorsitzenden für die nächste Saison kein klares Ziel zu entlocken. Caglar Cot: „Wir müssen jetzt erstmal schauen, wen wir noch für unser Projekt weiter begeistern können. Wir müssen schauen, wie sich das im Training dann alles entwickelt und wie wir in der neuen Saison landen. Wir müssen einfach abwarten, was passieren wird. Und dann kann man sicher auch irgendwann ein Saisonziel ausgeben. Bis dahin aber noch nicht.“ Mit weiteren potentiellen Neuzugängen stehen die Pinneberger in Gesprächen. Da diese aber noch nicht mit allen Parteien finalisiert wurden, können noch mehr Verpflichtungen noch nicht veröffentlicht werden. Das was Caglar Cot aber schon verraten konnte, ist, dass auch die nächsten Neuzugänge das Team nicht nur in der Quantität, sondern auch in der Qualität weiter „verbessern“ werden.

Aufrufe: 011.5.2022, 14:19 Uhr
Mathias ReßAutor