Taunusstein. Über zwei Abende hinweg lief das traditionsreiche Hallenturnier des TSV Bleidenstadt im Städtischen Sport- und Jugendzentrum mit insgesamt zwölf Teams. In einem spannenden Finale setzte sich der Gastgeber TSV Bleidenstadt mit 5:4 gegen die U23 des FV Biebrich 02 durch und konnte somit erstmals seit 2015 den Titelgewinn beim eigenen Turnier feiern. Die Heimmannschaft wurde sowohl in der Vorrunde am Freitagabend als auch in der Hauptrunde am Samstagabend Gruppensieger und setzte sich im Halbfinale mit 4:2 gegen die Spvgg. Sonnenberg durch.
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Bleidenstadter Hallenturnier seit 1971 am Start
„Jedes Jahr gehen wir mit voller Motivation rein, um bei unserem eigenen Turnier den Sieg zu holen. Dass es dieses Jahr funktioniert hat, darüber sind wir sehr dankbar und freuen uns riesig“, jubelt Spielertrainer Mario Nogly. „Dieser Sieg ist vor allem gut für den Teamgeist und die Moral jedes Einzelnen. Mit diesem Schwung möchten wir auch in die Rückrunde starten, da steht einiges vor uns“, richtet Nogly den Blick schon auf die Vorbereitung, die beim TSV Ende Januar startet.
Die erste Auflage des Hallenturniers fand im Oktober 1971 im Rahmen der Bleidenstadter Sportwoche statt, welche zur Einweihung der neu errichteten Sporthalle diente. „Jede Sportabteilung sollte sich im Rahmen der Sportwoche vorstellen. Als die Frage aufkam, was die Fußballer in der Halle anbieten, sagten wir: Wir spielen Fußball, was anderes können wir nicht“, erzählt Alfred Hollinger, Turnierleiter und Initiator, über den Startschuss.
Das Konzept des Hallenfußballs, was es zuvor in der umliegenden Region noch nicht zu sehen gab, kam bei seiner Prämie so gut an, dass es sofort im nächsten Jahr wiederholt wurde. Dieses Mal allerdings lag die Ausrichtung zwischen den Jahren, was heutzutage immer noch der traditionsreiche Termin ist. In diesem Jahr war es die 52. Auflage des Turniers, welches bis auf die Corona-Pause in jedem Jahr stattfand.
Personelle Neuigkeiten verkündete der Gastgeber mit Blick auf die neue Saison. Für die neue Spielrunde wird der TSV nicht mit seinem Trainerduo Mario Nogly und Sebastian Gurok verlängern, die seit 2021 das Zepter schwingen. Der Verein hofft darauf, mit einer Neubesetzung frischen Wind zu entfachen. „Wir haben uns aus verschiedenen Gründen dazu entschieden, einen Neubeginn zu starten“, sagt Frank Kaufmann, Vorstand der Fußballabteilung, betont aber: „Wir wollen allerdings in der Rückrunde mit den beiden Trainern nochmal Vollgas geben, denn sportlich gesehen gibt es überhaupt keine Probleme. Wir sind noch voll im Aufstiegsrennen der Kreisoberliga dabei.“
Gespräche mit potenziellen Nachfolgern haben die Verantwortlichen noch nicht begonnen. „Die Entscheidung ist noch sehr frisch. Wir haben es den Trainern und der Mannschaft kurz vor Weihnachten kommuniziert, danach haben wir die Feiertage genossen und uns auf unser Hallenturnier konzentriert. Die Trainersuche wird aber jetzt bald starten“, berichtet Kaufmann. Die Entscheidung der beiden Spielertrainer, dem TSV Bleidenstadt als Spieler weiterhin zur Verfügung zu stehen, steht sowohl bei Nogly als auch bei Gurok noch aus.