
Das Finale konnte den Fans des Hallenkicks im Kreis Neuss durchaus bekannt vorkommen. Bereits im Vorjahr, da noch in der Hammfeldhalle in Neuss, standen sich die Holzheimer SG und die SVG Weissenberg im Finale des Neusser Hallenkreispokals gegenüber. Vor Jahresfrist gewannen die Holzheimer, inzwischen in die Oberliga aufgestiegen, das Endspiel noch mit 4:1, diesmal sollte es anders kommen. Die Weissenberger von Trainer Dirk Schneider siegten in Gustorfer Großsporthalle mit 3:2 und entriss der HSG damit den Titel.
"Wenn man ehrlich ist, dann war in der Gruppenphase noch nicht alles perfekt, da hatten wir schon auch ein wenig Glück. Aber in den Finalspielen waren wir für mich dann auch einfach die beste Mannschaft", ließ Schneider wissen, kurz bevor seine Mannschaft den Siegerpokal in Gustorf vom Kreisvorsitzenden Dirk Gärtner überreicht bekam.
In der Gruppenphase hatte es bei den Weissenbergern in der Tat etwas gehakt. Zwar gab es zum Auftakt in Gruppe A ein souveränes 4:1 gegen den SV Uedesheim, danach gab es aber eine verdiente 1:3-Niederlage gegen den Bezirksliga-Rivalen 1. FC Grevenbroich-Süd, der spätere Kreismeister kam hier überhaupt nicht ins Spiel. So reichte es nach einem 4:2 gegen den SV Rosellen, das durchaus auch auf der Kippe stand und erst ganz spät zustande kam, hinter Süd nur zu Platz zwei in der Gruppe. Die Uedesheimer holten mit zwei Remis Platz drei vor den Rosellenern.
In Gruppe B waren es der SC Kapellen und die Holzheimer SG, die sich ohne Niederlage ins Halbfinale spielten. Im direkten Duell trennten sie sich 3:3, gewannen aber die Partien gegen den VdS Nievenheim und Germania Grefrath jeweils. Die Grefrather, die als A-Liga-Spitzenreiter in der Vorrunde noch überzeugt hatten, enttäuschten ohne Punktgewinn, bei den Nievenheimern blieb es auf Platz 3 der Gruppe beim 4:0-Sieg gegen die Grefrather.
Dramatisch ging es dann im Halbfinale zu. Zunächst siegten die Holzheimer mit 5:4 gegen den 1. FC Grevenbroich-Süd, der sich sicherlich mit zwei Feldverweisen und zwei Zeitstrafen nicht immer vom Schiedsrichter begünstigt fühlte, sich aber auch zu viele Disziplinlosigkeiten leistete. So brachte die Mannschaft von Trainer Christian Niebel eine 2:1- und 3:2-Führung nicht über die Zeit. Das zweite Halbfinale zwischen dem SC Kapellen und der SVG Weissenberg ging dann sogar ins Neunmeterschießen. Zweimal ging die SVG durch Daniel Becker und Antonio Primorac in Führung, doch Kapellen glich durch Alexandros Kiriakidis und Efe Özen aus. Vom Neunmeterpunkt waren dann alle vier Weissenberger erfolgreich, mehr mussten nicht ran, weil zwei Kapellener scheiterten.
Spannend war dann auch das Endspiel. Tom Seidel sorgte für die erste Weissenberger Führung, Holzheim glich durch Dion Gutajs 16. Turniertor aus - unerreicht in diesem Wettbewerb. Doch er ließ zur Holzheimer Führung noch Nummer 17 folgen. Zum neuerlichen Turniersieg reichte das aber nicht. Melwin Sikinger schoss das 2:2, und kaum hatte sich Holzheim davon erholt, legte Nils Hoff den Siegtreffer für überglückliche Weissenberger nach, auf den der Oberligist keine Antwort mehr wusste. Platz drei ging, ebenfalls nach Neunmeterschießen, an den 1. FC Grevenbroich-Süd. Nach der regulären Spielzeit hatte es 1:1 gestanden, dann bekam kein Kapellener Spieler den Ball über die Linie.
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