Schleusegrund war im ersten Durchgang die bessere Mannschaft. Die Gastgeber führten beim Seitenwechsel verdient mit 2:0. Nach dem Seitenwechsel war der Aufsteiger aus Häselrieth am Drücker. Die Gäste hätten sich mit der Nachpausenleistung ein Unentschieden auf jeden Fall verdient gehabt.
Die Anfangsviertelstunde war gerade um, da gingen die Platzhirsche in Führung. Nils Grosser schlug einen Freistoßball auf den langen Pfosten und dort beförderte der baumlange Robin Greiner das Streitobjekt ins entgegengesetzte Toreck zur Heimführung. Wenig später gab es auch auf der anderen Seite eine gute Position mit einem ruhenden Ball. Aber Stefan Wacker setzte hier den Freistoß zu hoch an. Schönbrunn bestimmte zunächst mit gutem Positionsspiel das Geschehen auf dem Platz. Jeder Spieler war auf der Höhe seiner Aufgaben. Es gab eine klare Positionierung auf dem Spielfeld. Und bei Standards rückte dann auch Abwehrchef Hannes Gehring aufgrund seiner Kopfball- und Schussstärke mit nach vorne. Und dies sollte sich heute auch auszahlen. Denn der Mannschaftskapitän war für die 2:0 Führung verantwortlich. Fast im Sitzen beförderte er den Ball im zweiten Versuch über die Torlinie. Für den Youngster auf dem Platz war es das erste Saisontor. Bisher hatte er lediglich einmal im Pokal getroffen.
Mit Wiederbeginn war dann Häselrieth viel besser im Match. Und bei Schönbrunn folgte nicht das erste Mal nach einer überzeugenden Halbzeit eine viel schwächere Spielhälfte. Vielleicht war es am Sonntag auch der Systemumstellung geschuldet, mit der die Gäste aufs Spielfeld zurückkehrten. Und Robin Rosemann hatte gleich nach Wiederbeginn den Anschlusstreffer auf dem Fuß. Aber Keeper Nick Hofmann war auf dem Posten. Und beim nächsten Häselriether Angriff forderten die Gäste einen Handstrafstoß. Beim Abschluss von Tom Höhn war dann wieder der Mann zwischen den Pfosten auf dem Posten. Mit einem Dreierwechsel nach 68. Minute wollte der Neuling den Druck weiterhin hochhalten. Wenig später wurden gleich zwei Versuche von Einwechsler Dominik Attig von Gegenspielern geblockt. Der Nachschuss von Jonathan Attig strich hauchzart am langen Pfosten vorbei. Häselrieth stellt in der Schlussphase auf 4–4–2 um. Und endlich fiel auch der Anschlusstreffer. Robin Rosemann setzte die Abwehr und seinen Gegenspieler Marcel Eichhorn enorm unter Druck. Und dieser konnte dann das 2:1 nicht mehr verhindern. Und noch waren acht Spielminuten auf der Uhr. In der Schlussminute gab es einen Freistoß aus 17 Metern für Häselrieth. Den Versuch von Dominik Attig klärte Hannes Gehring in der Mauer stehend. Und auch danach hatte Häselrieth noch zwei Möglichkeiten zum Ausgleich. Mit Glück wurde der Ausgleichstreffer verhindert.