Der Torschütze zum 1:0 auf dem Weg nach vorne: Tim Hulsey (blaues Trikot) lässt Kaiserslauterns Philipp Koch stehen und rennt Richtung VfR-Gehäuse.	Foto: Mario Luge
Der Torschütze zum 1:0 auf dem Weg nach vorne: Tim Hulsey (blaues Trikot) lässt Kaiserslauterns Philipp Koch stehen und rennt Richtung VfR-Gehäuse. Foto: Mario Luge

Hackenheim: Tim Hulsey behält die Nerven

TuS feiert beim 2:1 gegen VfR Kaiserslautern wieder ein Erfolgserlebnis +++ Bubach muss verletzt ins Krankenhaus

Hackenheim. Was kurz vor Schluss noch nach einem kleinen Stolperer heraus aus dem Negativlauf ausgesehen hatte, wurde dann doch noch zu einem großen Schritt. Diesen machte der TuS Hackenheim nach vier Niederlagen in Folge im vorletzten Spiel des Jahres mit dem 2:1 (1:0) gegen den VfR Kaiserslautern. Der Fußball-Landesligist vom Felseneck war früh durch Tim Hulsey in Führung gegangen, kassierte allerdings in Überzahl den unglücklichen Ausgleich. In der Nachspielzeit sorgte der TuS-Spielertrainer mit seinem zweiten Treffer wieder für Siegesjubel beim Aufsteiger.

Geschichten, die der Fußball schreibt: Es läuft die zweite Minute der Nachspielzeit, beim Stande von 1:1 zeigt Schiedsrichter Lukas Nofts auf den Elfmeterpunkt. Zurecht. Tim Hulsey hatte gegen die VfR-Abwehr geschickt nachgesetzt, Keeper Hendrik Bitzer kam zu spät und foulte den Hackenheimer. Der Spielertrainer schaut kurz zu Teamkollege Jannik Erbach, schnappt sich aber dann selbst den Ball und verwandelt sicher. „Ich hatte kurz überlegt, mich dann aber doch entschieden, selbst zu schießen“, so der Doppel-Torschütze, der damit einen, wie er sagt „dreckigen Sieg“ sicherte. „Genau das hat‘s bei uns gebraucht.“

Wie wichtig die Rückkehr von Tim Hulsey nach seiner Rotsperre war, zeigte sich bereits nach drei Minuten. Teamkollege Henrik Sperling setzte sich im hohen Tempo durch, legte quer auf seinen Spielertrainer, und der hatte keine Mühe mehr, an Kaiserslauterns Schlussmann Hendrik Bitzer vorbei ins Netz einzuschieben.

Allerdings gab die Führung den Hausherren zunächst keine Sicherheit. Im Gegenteil: Die Gäste übernahmen die Initiative, kamen zu zwei, drei ordentlichen Abschlüssen. Die Hackenheimer taten sich derweil im konstruktiven Spiel nach vorne schwer. Dennoch hatte Laurenz Bubach zwei richtig gute Möglichkeiten nach schnellem Umschalten. Einmal kam Bitzer knapp vor ihm an den Ball (10.), dann schaufelte der schnelle Stürmer im Eins-gegen-Eins das Spielgerät etwas zu hektisch übers Gehäuse.

Auch in der zweiten Halbzeit mussten die Hackenheimer kräftig dagegenhalten, um die Führung zu verteidigen. Das Spiel wurde intensiver. Nach 65 Minuten übertrieb es Kaiserslauterns Andreas Koch und musste nach einem heftigen Frustfoul an Bubach mit Roter Karte vom Platz, der TuS-Angreifer ins Krankenhaus.

Diesen Schockmoment nutzte Lauterns Tobias Lauterbach, der eine Viertelstunde vor Abpfiff zum Ausgleich einköpfte. Im Anschluss musste Marc Reekers sein Können bei einer weiteren Gästechance aufbieten. Doch der Aufsteiger zeigte wieder einmal Moral. „Das tut einfach gut und sorgt für ungeheuere Erleichterung“, freute sich Hulsey. Die Gäste waren am Ende doppelt frustriert, kassierten sie doch in der Nachspielzeit nicht nur den zweiten Gegentreffer, sondern auch noch einen zweiten Platzverweis.

TuS Hackenheim: Reekers – Sadeghi, Erbach, Kienle, Oertel (73. Hill), Maier, D. Gilles, Menger, Hulsey, Sperling (83. Lahm), Bubach (69. Gaul).



Aufrufe: 020.11.2022, 18:00 Uhr
Mario LugeAutor