
Der nächste runde Geburtstag eines ehemaligen Hachingers. Wiggerl Kögl, der seine erfolgreiche Karriere (u.a. sechs Mal Deutscher Meister) im Dezember 2000 im SpVgg-Trikot beendete, wurde vor wenigen Tagen 60. Der Mann, der ihn nach dem Bundesliga-Aufstieg 1999 zur SpVgg geholt hatte, feiert am heutigen Montag: Norbert Hartmann, viele Jahre als Manager und Geschäftsführer für Sport und Finanzen der Vorstädter verantwortlich, auch in den glorreichen Bundesliga-Jahren 1999 bis 2001, wird 70 Jahre alt. Kein großes Fest zuhause in Übersee am Chiemsee: „Ich bin kein Feierbiest.“ Mit Lebensgefährtin Roswitha und den Kindern geht’s ein paar Tage in die Sonne und ans Meer.

Oberfranke Hartmann, geboren in Stadtsteinach, aufgewachsen in Kulmbach, Bayern-Auswahl- und Amateur-Nationalspieler (1979 unter Erich Ribbeck beim 2:1 gegen die Sowjetunion B) und seit 1985 für die SpVgg tätig, war zusammen mit Trainer Lorenz Köstner sowie Schatzmeister und Mäzen Toni Schrobenhauser (†2022) und Präsident Engelbert Kupka der „Baumeister“ des rot-blauen Höhenflugs. „Er war mein wichtigster Ansprechpartner im Verein. Er hat mir den Rücken freigehalten und umgesetzt, was machbar war“, so Köstner.
Ich mag die Zeit in Haching nicht missen, aber ich vermisse nichts.
Norbert Hartmann
Die Transfers von Kögl, Altin Rraklli, Jochen Seitz, Marco Haber, Jan Seifert, Alex Strehmel, Danny Schwarz, Oli Straube, André Breitenreiter und Dennis Grassow nach dem Aufstieg und zuvor schon von Markus Oberleitner, Peter Zeiler, Jürgen Wittmann gingen wesentlich auf die Kappe des zweifachen Vaters (Anna und Flo), der im Mittelfeld des ESV Ingolstadt von 1979 bis 1981 in der 2. Liga (64 Einsätze, neun Tore) und später selbst in Haching spielte.

Nach 26 Jahren räumte der gelernte Werkzeugmacher 2011 seinen Schreibtisch, quittierte seinen „Traumjob“ und zog sich 2012 aus gesundheitlichen Gründen komplett zurück. Hartmann lebt seit einigen Jahren als „ganz normaler Rentner,“ in Übersee, mit dem Fußball-Geschäft hat er nichts mehr am Hut. „Ich mag die Zeit in Haching nicht missen, aber ich vermisse nichts“, sagte er im Herbst 2024 mit vielen Jahren Abstand im Merkur-Interview. Und er gab zu: „Haching war mein Leben.“