
Der Tabellenführer reist nach vier Siegen ohne Gegentor nach Ansbach. Doch die Offensive braucht zu viele Chancen für ein Tor.
Das Mammutprogramm mit englischen Wochen in der Regionalliga Bayern geht für die SpVgg Unterhaching mit einem Auswärtsspiel am heutigen Dienstag (19 Uhr) bei der SpVgg Ansbach weiter. Nach zuletzt vier Siegen in Serie ohne Gegentor treten die Hachinger zum vierten Mal innerhalb nur elf Tagen an. Mit im Gepäck des aktuellen Tabellenführers auf der Reise nach Mittelfranken befindet sich nach der jüngsten Erfolgsserie viel Selbstbewusstsein.
SpVgg-Cheftrainer Sven Bender kann sich derzeit über eine sattelfeste Abwehr freuen, welche dem Gegner nur wenige Torchancen zulässt. Allerdings liegen die Probleme des Spitzenreiters eher mehr in der Offensive. Die Hachinger benötigen wie zuletzt beim 1:0 unter der Woche gegen Eichstätt zu viele Anläufe, um ein Tor zu erzielen.
„Was wir leider zu wenig geschafft haben, ist bei Schüssen auch das Tor tatsächlich zu treffen. Da haben wir zu oft drübergeschossen“, merkte zuletzt Abwehr-Routinier Alexander Winkler an, der zuletzt sein 200. Pflichtspiel für die Hachinger bestritt. Gleiches monierte auch Bender, der Ex-Profi verwies allerdings auch auf die Herangehensweise der zuletzt oftmals sehr kompakt stehenden Hachinger Gegner.
Ebenso wie bei den beiden Heimspielen gegen Eichstätt, Augsburg und Illertissen, dürfte die SpVgg auch diesmal beim Zwölften auf einen eher defensiv eingestellten Gegner treffen. „Wir sind darauf eingestellt. Man muss in solchen Fällen geduldiger spielen und warten, bis man Lösungen gefunden hat“, so Bender, dem gegen Ansbach das gleiche Personal wie gegen Eichstätt zur Verfügung steht.
In den bisherigen drei Duellen gegen den mittelfränkischen Traditionsverein gelang es den Hachingern gut, die Geduld zu bewahren. In der Hinrunde gewann Benders Team klar mit 3:0 und in der Regionalliga-Saison 2022/2023 gewann Haching beide Partien mit 2:0 und 3:1 relativ deutlich. In der laufenden Saison spielen die Ansbacher im vierten Jahr nach ihrem Aufstieg 2022 eine ordentliche Saison. Das Team von Cheftrainer Niklas Reutelhuber hat nach einem holprigen Rückrundenstart mit zwei erfolglosen Spielen in Serie im März zunächst Spitzenreiter Nürnberg II geschlagen. Mit einem weiteren Erfolg gegen Aschaffenburg hat sich der Verein vorerst von Abstiegssorgen entledigt. Erst ein 1:3 in der Vorwoche gegen Illertissen beendete den jüngsten Ansbacher Erfolgslauf.