
Die Haching-Legende arbeitet ab sofort mit Heiko Vogel zusammen. Das Kleeblatt kämpft als Vorletzter gegen den Abstieg aus der 2. Liga.
Fürth – Für Alex Strehmel (57) und Matthias Lust (55) kam erst vor kurzem das Aus auf der Trainerbank. Strehmel wurde bei Oberligist SSV Reutlingen, Lust als Co-Trainer von Robert Lechleiter (45) bei Drittliga-Kellerkind SSV Ulm entlassen. Ein anderer, ehemaliger Bundesliga-Held, der SpVgg Unterhaching dagegen darf sich jetzt über einen Job freuen – und das sogar in der 2. Liga. Danny Schwarz (50) ist seit Montag Co-Trainer von Heiko Vogel (60), der bei der SpVgg Greuther Fürth die Nachfolge des entlassenen Thomas Kleine (47) angetreten hat.
Schwarz, mit 68 Startelf-Einsätzen (er war als einziger Akteur in allen Partien am Ball) Bundesliga-Rekordspieler der Hachinger, war bis vor einem Jahr Trainer des Süd-West Regionalligisten FC 08 Homburg, mit dem er 2024 im DFB-Pokal für Furore sorgte: Nach Siegen gegen Bundesligist Darmstadt 98 (3:0) und gegen seinen neuen Arbeitgeber Greuther Fürth (2:1) gelang den Saarländern unter seiner Regie sensationell der Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale. Dennoch und trotz Homburgs „erfolgreichster Zeit der letzten 30 Jahre“ war Anfang Dezember Schluss an der Saar. „Wir haben wohl zu wenig Punkte geholt“, sagte Schwarz damals.
Das soll bei den Franken nicht passieren. Obwohl das „Kleeblatt“ derzeit tief im Tabellenkeller der 2. Liga feststeckt und vor dem Franken-Derby am Sonntag beim 1. FC Nürnberg Vorletzter ist. Der Ex-Profi und Zwillings-Vater (Sina und Lilly) aus Arget (da lebt er seit 2008 mit Ehefrau Pamela) soll den ehemaligen Bundesligisten Fürth an der Seite des neuen Chefcoachs Heiko Vogel und mit dem zweiten Co-Trainer Aleksandro Petrovic (37), bis vor kurzem noch Coach bei Regionalligist TSV Buchbach (379 Spiele), wieder auf Kurs bringen und vor dem Abstieg bewahren. Der Bundesliga- und Champions League-erfahrene Vogel, der zuletzt, bis November 2023, beim FC Basel in der Schweiz tätig war und in Weyarn (Landkreis Miesbach) wohnt, sagt: „Fürth ist ein toller Verein. Ich bin froh, dass es geklappt hat.“
Mit Vogel trifft Schwarz auf einen alten Bekannten: Unter ihm sammelte der dreifache A2-Nationalspieler nach dem Ende der aktiven Laufbahn (zuletzt 2009 bis 2012 bei Bayern II) im Nachwuchsbereich des Rekordmeisters erste Trainer-Erfahrungen, in der Saison 2015/16 rückte der ehemalige Hachinger Mittelfeld-Stabilisator und 1860-Kapitän dann als Co-Trainer von Vogel zur U23 der Bayern auf. „Der Kontakt ist nie abgerissen, wir hatten immer Kontakt“, erzählt Schwarz. „Als feststand, dass Heiko Trainer in Fürth wird, war klar, dass wir es gemeinsam machen. Schließlich kennen wir uns seit 15 Jahren und jeder weiß, wie der andere tickt.“
So arbeiten der Pfälzer Vogel und Schwabe Schwarz jetzt dank Sportdirekter Stephan Fürstner (38), einem Oberbayern aus Dießen am Ammersee, in Franken wieder zusammen. „Es ging alles ganz schnell, innerhalb eines Tages war’s fix. Am Samstag war noh nichts geplant und am Montag ging’s sofort los. Ich freue mich sehr, dass es geklappt hat“, so Danny. Auch sein Co-Trainer-Kollege Petrovic ist übrigens ein ehemaliger Schützling Vogels: Er spielte unter ihm in der Bayern-Jugend. Auch, und sogar ganz besonders, im Fußball gilt: Alte Liebe rostet nicht...