2025-04-02T15:12:16.030Z 1743773645613

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Neurieds Damen stehen nach dem Abstieg aus der Bezirksoberliga im Tabellenmittelfeld.
Neurieds Damen stehen nach dem Abstieg aus der Bezirksoberliga im Tabellenmittelfeld. – Foto: Sascha Hecken

„Haben noch mehr Potenzial“ - Neurieds Damen verhindern den freien Fall

Frauen Bezirksliga 02

Neurieds Damen ist nach dem BOL-Abstieg in der letzten Saison der Umbruch gelungen. Trainer Robin Obster hat ambitionierte Ziele für die Rückrunde.

Die Fußballerinnen des TSV Neuried haben 2023/24 eine Saison zum Vergessen erlebt. Nach nur einem Sieg und 23 Niederlagen stiegen die Grün-Weißen als abgeschlagenes Schlusslicht mit einem Torverhältnis von 16:119 aus der Bezirksoberliga ab. Der freie Fall konnte jedoch gestoppt werden. Eine Liga tiefer hat sich die Mannschaft in dieser Saison wieder einigermaßen stabilisiert. Das Team von Trainer Robin Obster, der bereits während der vergangenen Spielzeit das Amt übernommen hatte, überwintert mit elf Punkten aus elf Spielen auf Rang sieben der Bezirksliga 02. Der Vorsprung auf den Tabellenletzten, die SG Issing/Fuchstal auf dem einzigen Abstiegsplatz, beträgt recht beruhigende sieben Punkte.

„Wir hatten einen guten Start, dann ist uns am Ende etwas die Luft ausgegangen“

Robin Obster

Ein paar Zähler mehr wären allerdings durchaus drin gewesen. Obsters Zwischenfazit lautet: „Wir hatten einen guten Start, dann ist uns am Ende etwas die Luft ausgegangen. Nach dem Umbruch im Sommer war es eine ordentliche Hinrunde, aber wir haben noch mehr Potenzial.“

Neurieder Umbruch im Sommer gelingt - Leistungen schwanken aber

Das Wichtigste für den TSV war nach der vergangenen Spielzeit, den dünnen Kader wieder zu vergrößern. Dies ist gelungen, im Sommer kam knapp ein Dutzend neuer Spielerinnen. „Wir sind jetzt breit genug aufgestellt“, betont der TSV-Trainer. Betrachtet man die Ergebnisse, gab es für den großen Umbruch anfangs erstaunlich wenige Schwierigkeiten. Aus den ersten sechs Spielen holte Neuried zehn Punkte und befand sich damit im oberen Tabellendrittel. Danach aber ging es bergab. In den darauffolgenden fünf Partien bis zur Winterpause kam nur noch ein weiterer Zähler hinzu.

Für Obster ist dieser Einbruch nicht leicht zu erklären. Manche Spiele wie das 0:6 gegen Tabellenführer TSV Turnerbund München seien von der Leistung noch in Ordnung gewesen. Bei anderen wie dem 1:4 gegen den SV Untermenzing oder dem 1:8 beim FC Gerolfing war er mit dem Auftritt dagegen überhaupt nicht einverstanden. „Vielleicht hat nach dem guten Start auch ein bisschen die Motivation gefehlt“, vermutet der Trainer. Zudem sei die neu formierte Mannschaft aufgrund immer wieder nötiger Wechsel noch immer nicht richtig eingespielt.

„Defensiv stehen wir ganz gut, und auch spielerisch sieht es nicht schlecht aus, aber vor dem Tor versagen uns noch zu oft die Nerven“

Robin Obster

Die größte Baustelle ist die Offensive. Neuried hat erst neun Treffer erzielt. Nur einmal, beim 2:1-Auswärtssieg gegen den TSV Rott/Lech, schossen die Grün-Weißen mehr als ein Tor. Die Zeiten, als Jennifer Heller (ehemals Pirkl) fast in jedem Spiel einen Treffer erzielte, sind vorbei. Zwar hat der Trainer schon einiges ausprobiert, eine Vollblut-Stürmerin sucht man im Kader derzeit allerdings vergeblich. Beste Torschützin ist aktuell Innenverteidigerin Marie Grassow mit drei Treffern. „Defensiv stehen wir ganz gut, und auch spielerisch sieht es nicht schlecht aus, aber vor dem Tor versagen uns noch zu oft die Nerven“, sagt Obster.

„Wir wollen die Rückrunde erfolgreicher gestalten als die Hinrunde und am Ende im oberen Drittel landen“

Robin Obster

Er ist jedoch zuversichtlich, dass sich sein Team nach einer anständigen Wintervorbereitung mit insgesamt vier Testspielen noch besser einspielen und auch in dieser Hinsicht steigern wird. Die Motivationsprobleme gegen Hinrundenende sieht er als überwunden an, der Trainer erkennt bei den Spielerinnen „große Vorfreude“ auf die Rückrunde. Auch im Winter waren die Neuriederinnen aktiv, nahmen etwa an zwei Hallenturnieren teil. „Alle sind heiß auf den Neustart“, sagt Obster.

Ziel im Jahr 2025 müsse es sein, noch eine Schippe draufzulegen. „Wir wollen die Rückrunde erfolgreicher gestalten als die Hinrunde und am Ende im oberen Drittel landen“, kündigt der TSV-Trainer an. Abgänge gibt es keine, dafür stößt Abwehrspielerin Arlina Krenzi nach ihrem Auslandssemester wieder zum Team.

Aufrufe: 022.1.2025, 07:26 Uhr
Tobias EmplAutor