Es ist gut angelaufen, das zweite Trainerjahr von Marco Wallesch beim B13-Ligisten SG Ammeldingen/Ringhuscheid/Neuerburg/Karlshausen. Nach dem mit 3:1 siegreichen Gastspiel bei der SG Prümer Land ist man auf Platz zwei vorgerückt. Das gesamte Umfeld fiebert nun einem besonderen Spiel entgegen. „Es war ein verdienter Sieg gegen einen starken Gegner. Das Tor zum 3:0 hat Prümer Land den Stecker gezogen“, sah Wallesch ein intensives Match, in dem seine Mannschaft zu Beginn zwei, drei brenzlige Situationen zu überstehen hatte. Am Sonntag empfangen die Ammeldinger (Anstoß in Ringhuscheid ist 15 Uhr) nun die benachbarte SG Lambertsberg/Waxweiler zum Derby. „Die Spieler beider Mannschaften kennen und schätzen sich. Es wird sicher eine extrem spannende und umkämpfte Partie. Jeder ist bis in die Haarspitzen motiviert und wird mit der richtigen Einstellung dabei sein“, hofft Wallesch, der in der neuen Saison „nur noch im äußersten Notfall auf dem Platz stehen“ wird, auf eine Fortsetzung des starken Saisonstarts.
Dieser kommt nicht von ungefähr. In der Vorbereitung gab es schon bemerkenswerte Resultate. „Wir haben den Schwung mitgenommen und zum Auftakt gegen die SG Nimstal (4:1) und Weinsheims II (4:2) sehr gute Leistungen gezeigt. Weil wir unseren Matchplan verlassen und 30 Minuten komplett den Faden verloren hatten, reichte es dann gegen die SG Grenzland (1:3) nach 60 guten Minuten nicht“, berichtet der 41-jährige Coach. Wallesch kennt den Anspruch seiner Spieler – und auch die eigenen. „Wenn Mentalität, Motivation und Einstellung stimmen, können wir unter den ersten vier landen.“
Die Spieler seien sehr lernwillig und fußballerisch auf einem guten Niveau. Vor allem gruppentaktisch habe man Fortschritte erzielt. „Wenn wir es schaffen, die Schwankungen innerhalb eines Spiels rauszubekommen, erreichen wir automatisch mehr Konstanz.“ Es sei wichtig, als Gruppe auf dem Platz zu funktionieren und dass jeder seine Aufgaben und die Abläufe kenne. „Den Schwerpunkt lege ich auf eine gute Abstimmung in der Viererkette“, verrät Wallesch.
Mit Malte Ney zog die SG lediglich einen externen Neuzugang an Land. Der 21-jährige Rechtsfuß kam vom A-Ligisten SG Nusbaum und verfügt über Bezirksligaerfahrung. „Malte bereichert unser Spiel in jeder Hinsicht, bringt Geschwindigkeit und einen guten Abschluss mit. Er kann offensiv auf beiden Außenbahnen oder auch auf der Zehn eingesetzt werden“, so der Coach, der vor seiner Zeit in Ammeldingen unter anderem die SG Baustert, die SG Echtersbach, seinen Heimatverein FSV Eschfeld und die SG Malbergweich trainiert hat und als Spieler überkreislich für die SG Großkampen und den FC Bitburg aktiv war.
Einen schwerwiegenden Ausfall hat Walleschs Team schon zu beklagen. Der 24-jährige Mittelfeldspieler Simon Leiner riss sich im Testspiel gegen die SG Fließem (3:0) das Kreuzband. „Der Ausfall von Simon tut schon weh“, gesteht Wallesch, der neben Torwarttrainer Stefan Weiler mit Till Weidenbruch jetzt auch einen Co-Trainer an seiner Seite weiß.