
Bei der Hallenstadtmeisterschaft in der Turnhalle des Konrad-Adenauer-Gymnasiums spielten die Langenfelder Klubs ihre Könige auf Linoleum aus. Mit dabei waren Mannschaften des VfB und HSV Langenfeld, TuSpo Richrath, SC Reusrath und SSV Berghausen sowie Veranstalter GSV Langenfeld.
Einen übermäßig hohen sportlichen Stellenwert hat das Turnier für die Teams aus der Winterpause kommend bekanntlich nicht, ob dessen langer Tradition und der geografischen Nähe aller Kontrahenten stand aus Sicht der Beteiligten dennoch eine große Portion Ehre auf dem Spiel. Zudem beginnt etwa für die Bezirksligisten alsbald die Vorbereitung auf eine spannende Rückserie – nicht allerdings ohne Nebenschauplatz abseits des grünen Rasens.
Denn laut Horst Koch, Urgestein beim und ehemaliger Vorsitzender des GSV, hat die Verwaltung den sechs Klubs im Stadtgebiet jüngst neue Mietverträge für ihre Sportanlagen vorgelegt. Gleichwohl scheinen die Vereine mit dem städtischen Papier nur bedingt zufrieden zu sein. Grund hierfür sind die Erhöhungen etwaiger Gebühren und in den Verträgen enthaltene „Knebelungen“, wie Koch sie nennt. Ins Detail geht er dabei nicht. Grundsätzlich hätten die Klubs zwar einen guten Draht zur Stadt, in diesem Fall jedoch betont er: „Es gibt noch Gesprächsbedarf.“
Die Einigung mit Politik und Verwaltung ist eine der wohl größten Herausforderungen für Heike Rubens. Die 55-Jährige ist vor rund drei Wochen mit 57:27 Stimmen zur neuen Vorsitzenden des GSV gewählt worden. Neben dem Training der vierten Mannschaft in der Kreisliga C ist sie nun hauptverantwortlich für die Leitung des Gesamtvereins. Sportlich soll das Flaggschiff der Wiescheider mit Trainer Veton Balaj in der nächsten Saison der Kreisliga A um den Aufstieg mitspielen. Daneben soll sich der Klub weiter positiv entwickeln und zueinander finden. Gemäß Kochs Beobachtung ist das Unterfangen kein leichtes. Er berichtete: „Das soziale Umfeld hat sich verschlechtert. Die Leute haben immer weniger Zeit, um vernünftig Sport zu treiben.“
Bei der Organisation der Hallenstadtmeisterschaft war der GSV für den SSV Berghausen eingesprungen. Seit den 1980er-Jahren gibt es das Turnier bereits, und im Normalfall wechseln sich die sechs Langenfelder Vertreter bei der Ausrichtung ab. Die Einnahmen dürfen sie behalten. Einen großen sportlichen Wert hat der Wettbewerb nicht, dennoch will keiner der anwesenden Sportler verlieren. Freilich haben die Aufeinandertreffen in der Halle ein ganz eigenes und besonderes Flair. Technik steht auf engem Raum im Vordergrund, und die Bande dient als zusätzliche Ebene im Spiel, während die Schuhe auf dem Linoleumboden quietschen. Vier Feldspieler und ein Torwart traten pro Auswahl für 15 Minuten gegeneinander an.
Im Finale standen die Gastgeber dann auch prompt Bezirksligist HSV Langenfeld gegenüber. Der eigentliche Außenseiter aus der Kreisliga A gewann das enge Match mit 2:1. HSV-Coach Roberto Marquez, der das Zepter seinen Co-Trainern Milad Hoseyny und Demetrio Scelta überließ, sagte nach dem Endspiel: „Wenn man im Finale ist, will man es natürlich eigentlich gewinnen – wir waren ein bisschen träge in den ersten Minuten.“ Für seine Elf geht es am Montag in die Vorbereitung. Der Fokus liegt dann etwa auf Defensivbewegungen und der damit verbundenen Stabilität. TuSpo Richrath schied laut Chef Lukas Beruda wegen zu großer Hektik im Halbfinale aus. Bereits am 2. Januar begann die Vorbereitung. Fitness und Spaß stehen im Vordergrund. Der SC Reusrath und Marco Schobhofen schieden in der Vorrunde aus. „Die Hallenstadtmeisterschaft hat keine Priorität“, gab er an. Am Sonntag legte der aktuelle Tabellenzweite wieder los. Die Festigung der Abläufe ist dabei besonders wichtig. Für den SSV Berghausen lief der Auftritt in der Halle, so Trainer Ralf Dietrich, eher enttäuschend. Der Abstiegskandidat steigt am Dienstag ins Training ein und hebt die Defensive hervor.
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