
Region. Wie in jedem Jahr geht die Motivation der Teams an den letzten Spielen immer deutlich auseinander: Einige geben noch alles, um Klassenerhalt oder Aufstieg zu erreichen, andere lassen es auslaufen. Da war es gut, dass die beiden Aufstiegsaspiranten von TuRa Niederhöchstadt und VfB Unterliederbach direkt aufeinandertrafen: Unterliederbach bleibt nach dem 1:1 zwei Punkte vorn und weiter erster Kandidat für die Verbandsliga. Mit Ausnahme der SG Rauenthal/Martinsthal, die im direkten Duell zweier Kellerteams dem SV Erbenheim mit 1:2 unterlag, kamen alle anderen um den Verbleib kämpfenden Klubs zu drei Zählern.
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Tristesse beim Verlierer: „Wir waren wieder vom Pech verfolgt, allerdings war unsere Leistung in der Summe zu wenig“, gab Rauenthals Daniel Schadel nach ausgelassenen Möglichkeiten zu. „Wir gaben alles, zeigten eine Top-Einstellung und werden es in dieser Verfassung schaffen“, gab sich Erbenheims Kevin Bähren happy. Kouami Dalmeida setzte einen Sonntagsschuss zur Führung in den Winkel, der nach einer Kopfballdoublette zum umjubelten 2:1 treffende Nicklas Pitas gab der Heimelf viel Sicherheit.
Tore: 1:0 Dalmeida (19.), 1:1 Steinmetz (41.), 2:1 Pitas (85.).
Gästetrainer René Keutmann war mit der Vorstellung seines Teams zufrieden: „Wir hatten morgens gemeinsam gefrühstückt, wollten uns nicht vorwerfen lassen, dass wir den Abstiegskampf lustlos beeinflussen. Wir hätten zwar ein paar mehr fangen können, mit etwas Glück war aber am Ende sogar ein Punkt drin.“ Biebrich hatte sechs Spieler aus der A-Jugend im Kader, zeigte sich vor dem Abschluss oft mit falschen Entscheidungen: „Die Jungs sind vor dem Tor einfach zu hektisch und nervös. Hinten haben wir wieder zweimal geschlafen, daher war wirklich erst mit dem Abpfiff alles klar,“ hält Biebrichs Coach Volkan Zer vor den letzten zwei Spielen in Wallrabenstein und gegen Rauenthal/Martinsthal weiter die Spannung hoch.
Tore: 1:0, 3:1 Stegmaier (12., 55.), 2:0 Lenk (18.), 2:1 Ceglie (45.), 3:2 Soumare (86.).
Eltvilles Sven Klärner hatte wieder viel Lob für sein letztes Aufgebot: „Bis zum 1:2 hielten wir ordentlich mit. Wenn wir dann auswechseln und die Kraft nachlässt, müssen wir gegen hochmotivierte Gegner passen.“ Stephan Mohr freute sich beim Sieger, dass nur zwei Minuten nach der Eltviller Führung der Ausgleich fiel: „Erst nach den drei Treffern in sechs Minuten beruhigte sich alles. Am Ende war es ein Pflichtsieg. Es wird bis zur letzten Minute spannend bleiben, wir benötigen noch einen Sieg“
Tore: 1:0 Klärner (13.), 1:1 Perez de los Santos (15.), 1:2 Flemming (58.), 1:3 Schwerdt (60.), 1:4 Petrovic (64.).
Nach ausgeglichenem ersten Durchgang benötigten die Gäste viel Geduld, um gegen die sehr geordnete Kelsterbacher Defensive die richtigen Momente zum Kontern zu finden. „Nach dem von Maxim Bujnov schön aufgelegten 1:2 verteidigten wir mit Leidenschaft“, freute sich SKG-Coach Efkan Yildiz über die Vorstellung des Siegers. Yildiz hat sich derweil mit den Verantwortlichen auf die Fortsetzung seiner Arbeit in der kommenden Runde geeinigt. Die Einigung soll unabhängig von der Spielklasse gelten. Die SKG muss nun bereits am Mittwoch wieder gegen den SC Offheim ran, da die Gäste am Pfingstmontag ihr Pokalendspiel im Kreis Limburg austragen.
Für den FC Türk war es die erste Niederlage unter dem neuen Trainer Hicham El Mrhanni. „Wir müssen das Spiel eigentlich klar gewinnen. Doch vor beiden Gegentoren spielen wir dem Gegner den Ball in die Füße, dazu haben wir vorne zu viel liegengelassen“, sagte El Mrhanni. Der zur kommenden Runde ein Trio vom SV Dersim in seinen Reihen begrüßen kann: Eren Duban, Firat Tayboga und Benjamin Neffati laufen zur neuen Runde bei Kelsterbach auf.
Tore: 1:0 Kajiura (18.), 1:1 Bujnov (39.), 1:2 Kücük (66.).
Ganz wichtiger Dreier für die Hofheimer: Die SGN konnte eine Stunde in Überzahl spielen, da der Offheimer Kapitän Robin Müller bei 1:0-Führung einen erfolgversprechenden Gästekonter mit einem Foulspiel stoppte und dafür Rot sah (29.). „Das war natürlich ausschlaggebend“, gab Diedenbergens Jürgen Malter zu, sprach seinem Team eine gute Ordnung und einen verdienten Sieg zu. Doppelschütze Grubisic und Pekgüzelyigit ließen weitere gute Gelegenheiten verstreichen, erst mit dem 3:1 konnten die Gäste durchatmen.
Tore: 1:0 Weis (27.), 1:1, 1:2 Grubisic (36., 45.), 1:3 Krijestorac (86.).
Der SV Wallrabenstein sagte die Partie beim FC Eddersheim II ab, da von den gerade mal elf zur Verfügung stehenden Spielern noch drei Mann angeschlagen waren. „Zum letzten Gruppenliga-Heimspiel gegen Biebrich werden wir aber alles dransetzen, uns mit einer spielfähigen Truppe ordentlich aus der Liga zu verabschieden“, so Wilfried Weimer vom SVW
Kampflose drei Punkte für den TSV, denn Dorndorf hat sein Team zurückgezogen.