Höchst. Der TSV Höchst empfängt am kommenden Sonntag in der Gruppenliga Darmstadt die SG Wald-Michelbach an der Jahnstraße (Anstoß 15 Uhr). Die Mannschaft von Thorsten Fornoff und Christian Remmers, die nach der 1:2-Niederlage am vergangenen Spieltag in Bickenbach unter der Woche gegen den 1. FC Rimhorn im Kreispokal das Viertelfinal-Ticket lösen konnte, erwartet ein Team, das „tollen Fußball“ spiele und über mehrere „Tormaschinen“ im Angriff verfüge.
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Höchsts Trainer sieht „brutalen Angriff“ der SG
Gerade die Verstärkungen im Sommer aus Günterfürst mit Angreifer Kim Naas (sieben Saisontore) und Stürmertalent Louis Timocin (fünf) würden für einen „brutalen Angriff“ sorgen, so TSV-Spielertrainer Remmers. Neben Naas und Timocin, die zusammengenommen auf 53 Tore und 27 Vorlagen in insgesamt 47 Spielen in der abgelaufenen Spielzeit für den TSV Günterfürst in der Kreisoberliga kamen, verfügen die Gäste mit Philip Trares über einen treffsicheren Mittelfeldmotor (auch schon sieben Treffer), der seit Jahren eine Konstante im Spiel der SG bildet. So stellt Wald-Michelbach mit 36 erzielten Toren den zweitbesten Angriff der Liga nach Spitzenreiter Langstadt und hat damit genau doppelt so viele Treffer wie der TSV erzielt, obwohl beide Teams in der Tabelle nur ein Zähler trennt. Gleichzeitig bedeuten bereits 40 SG-Gegentreffer die drittschwächste Abwehrreihe im Ligavergleich – deutlich mehr als Höchst (28). Remmers sieht daher den Schlüssel in einem kompakten Auftritt seiner Mannschaft und betont: „Wenn wir hinten gut stehen und vorne unsere Nadelstiche setzen, ist wieder was drin“.
Einen Überblick gibt der 40-Jährige über die Entwicklung einiger Personalien. Zunächst sei Kevin Seiler, der aufgrund seiner schweren Knieverletzung aus der Vorsaison noch keine Minute absolviert hat, weiterhin außer Gefecht gesetzt. Der Angreifer stünde zwar schon ab und an wieder auf dem Platz, mit der vollständigen Rückkehr in den Trainingsbetrieb sei jedoch frühestens im neuen Jahr zu rechnen. Bei Mittelfeldtalent Finn Leon Daum, der im Sommer aus Groß-Umstadt kam, liege der Fokus im Einvernehmen weiterhin auf der A-Jugend in Groß-Umstadt. Der 17-Jährige trainiere und spiele hauptsächlich dort mit, wo er sich „in aller Ruhe“ weiter entwickeln könne. Man wolle ihn, wie bei seinen bisherigen zwei Kurzeinsätzen, langsam an die „Seniorenluft“, so Remmers scherzhaft, heranführen. Auch Anton Rückert stand zuletzt mehrfach im Kader des Gruppenligisten und sammelte einige Einsatzminuten. Der 26-Jährige spiele in der A-Liga beim TSV eine „tragende Rolle“ und erledige seinen Job immer zuverlässig und gut, wodurch man ihn belohne.
Philipp Schwede, der vor der Saison vom TSV Günterfürst aus der B-Liga kam, konnte ebenfalls schon „Gruppenliga-Luft“ schnuppern. So sei er in der A-Liga, wie Rückert, bereits ein „sehr wichtiger Faktor“. Remmers sieht den 22-Jährigen auf einem guten Weg, die nächsten ein bis zwei Jahre konstante Leistungen zu zeigen, um so Stück für Stück an die Gruppenliga herangeführt zu werden. Sich in nur kurzen Zeitfenstern nach Einwechslungen zu präsentieren, sei nicht einfach – dafür hätte Schwede im Pokal unter der Woche seine Sache „sehr ordentlich gemacht“. Höchst und Schwede selbst könnten daher, wie beidseitig einkalkuliert, ungestresst den nächsten Entwicklungsschritt gehen.