
Nach einer starken Vorbereitung startete Lutz Krumradt mit der SG Grimlinghausen/Norf optimistisch in seine zweite Saison im Verein. Platz zehn wurde es in der Vorsaison, da könnte diesmal noch mehr drin sein. Aber Verletzungspech und personelle Sorgen machten ihm einen Strich durch die Rechnung. Trotzdem geht er noch fest davon aus, dass am Ende der Saison der Klassenverbleib in der Kreisliga A Neuss steht.
Saisonverlauf Es fing gar nicht so schlecht an. Klar, es geht besser, aber vier Punkte durch vier Unentschieden nach sieben Spieltagen klingt noch nicht dramatisch. Insbesondere, wenn zwei davon gegen Aufstiegskandidaten wie Vorst und Grefrath geholt wurden. Nur folgten dann an den weiteren neun Spieltagen nur noch zwei Punkte, auf einen Sieg wartete die SG Grimlinghausen/ Norf vergeblich.
Das lief gut „Die Vorbereitung war gut“, sagt Lutz Krumradt. „Bis zum ersten Punktespiel lief es super, dann lief eigentlich nichts mehr.“ Klare und ernüchternde Worte. „Die Tabelle spiegelt das klar wider. Wenn man keinen einzigen Sieg holt, lässt sich da nicht viel schönreden“, so Krumradt weiter. Die Unentschieden seien zwar immer „kleine Highlights“ gewesen und die Mannschaft habe öfter am ersten Saisonsieg geschnuppert, aber geklappt hat es eben nie. Was aber nach wie vor gut läuft: „Intern ist alles ruhig. Mannschaft, Trainer, Sportlicher Leiter – da verbreitet niemand Unruhe oder Panik. Wir wissen alle, dass wir hart arbeiten müssen, aber dafür ist die Vorbereitung da.“
Das lief schlecht „Personalmangel, Verletzungspech, viele individuelle Fehler, mangelnde Chancenverwertung und dadurch hoher Druck auf die Defensive, ein akutes Torwart-Problem … „Es war bisher einfach ein Seuchenjahr“, sagt der Trainer. „Es hat alles nicht so gefruchtet, wie ich oder wir uns das vorgestellt haben. Es knirscht an allen Ecken und Enden – aber das heißt noch lange nicht, dass bei uns jetzt alles auseinanderfällt.“
Zum Personal Abgänge hatte die SG in der Winterpause keine zu verzeichnen. Und das akute Torwartproblem könnte inzwischen auch gelöst sein: „Wir haben Christoph Börger reaktiviert. Er hat im letzten Spiel vor der Pause schon sein Potenzial gezeigt. Er braucht noch Spielpraxis, ist aber auf jeden Fall ein Gewinn“, so der Coach zuversichtlich. Die Notlage auf dieser entscheidenden Position entstand durch eine Verletzung des Stammkeepers, der nach einer Bandscheiben-Operation nicht mehr spielen wird. Ein weiterer Zugang ist in Planung, aber noch nicht spruchreif. Krumradt: „Vermutlich kommt noch einen Stürmer aus der Landesliga. Damit wirken wir hoffentlich der miserablen Chancenverwertung entgegen.“
Ausblick Die Mannschaft ist bereits in die Vorbereitung gestartet, das erste Testspiel lief „katastrophal“, so Lutz Krumradt. „Aber vielleicht kam das noch mal zur richtigen Zeit und hat allen gezeigt, woran wir jetzt arbeiten müssen.“ Das Ziel ist klar: der Klassenerhalt. „Ich gehe fest davon aus, dass wir das schaffen“, ist Krumradt zuversichtlich. „Ich glaube an die Mannschaft und ihr Potenzial, sonst würde ich das nicht machen und hätte zum Winter wechseln können.“ Allen sei bewusst, dass es eine Herkules-Aufgabe werde, dementsprechend steht viermal Training pro Woche auf dem Plan.
„Auf meiner Agenda steht definitiv kein Abstieg“, stellt Krumradt klar. „Und die Jungs wollen logischerweise auch nicht absteigen – das ist nicht unser Anspruch und das sind wir dem Verein schuldig!“
Sichert euch jetzt das Winter-Angebot von FuPa und der Rheinischen Post: RP+ 6 Monate für einmalig 1€ lesen - hier geht es zum Angebot!
📰 Alle aktuellen Nachrichten: https://www.fupa.net/region/niederrhein/news
📝 Alle aktuellen Transfers: https://www.fupa.net/region/niederrhein/transfer
⚽ Die Spiele des Tages: https://www.fupa.net/region/niederrhein/matches
Dein Kontakt zur FuPa-Redaktion: