
Die Großsporthalle in Gustorf ist für Jörg Gartz ein heißes Pflaster. Schließlich feierte der Trainer des SV Germania Grefrath dort als Spieler des TuS Grevenbroich seinerzeit große Erfolge bei der Kreishallenmeisterschaft. Umso glücklicher macht es Gartz, dass der Budenzauber nach dem Fehlversuch beim Comeback im vergangenen Jahr wegen eines Feuchtigkeitsschadens 2026 endgültig an den Torfstecherweg zurückgekehrt ist. Und der gute Draht zu der altehrwürdigen Halle besteht offenbar weiterhin, wie der Sieg der Grefrather A-Liga-Fußballer in der Vorrunden-Staffel 2 bestätigt. Damit sind die Germanen nach dem SV Uedesheim die zweite Mannschaft, die sich für die ebenfalls in Gustorf ausgetragene Endrunde am Sonntag qualifiziert hat.
„Die Endrunden in Gustorf waren immer legendär“, sagt Jörg Gartz, der es deswegen genial findet, dass nun das ganze Turnier samt allen Vorrunden kompakt innerhalb einer Woche am Torfstecherweg ausgerichtet wird. „Die Organisation war super und die Halle gut gefüllt. Das hat sich schon richtig gut angefühlt“, meinte der SV-Coach, der mit den Grefrathern ein besonderes Kunststück schaffte. Im Jahr des 100-jährigen Bestehens gelang erstmals in der Vereinsgeschichte die Qualifikation für die Finalrunde.
Wobei das nach der beeindruckenden Hinrunde der Grefrather auf dem Feld nicht als die ganz große Überraschung durchging in einer Staffel, in der keine Mannschaft dabei war, die höher als Kreisliga A kickt. Aber die Truppe aus dem Neusser Westen musste auf dem Weg zum Staffelsieg Widerstände überwinden, doch wie auch auf dem Feld gelang es wieder, sie zu überwinden. „Die Jungs machen einfach immer weiter“, sagte Gartz mit Blick auf die erste Saisonhälfte, in der die Grefrather schon das eine oder andere Mal am Rande einer Niederlage waren, aber immer wieder wie Erstligist Leverkusen in seiner Meistersaison 2023/2024 in den knappen Spielen noch den Kopf aus der Schlinge zogen.
Das galt nach einer souveränen Gruppenphase mit drei ungefährdeten Siegen gegen Vorst, Hoisten und Grimlinghausen/Norf vor allem für das Halbfinale gegen den BV Weckhoven, in dem der Herbstmeister der Kreisliga A schon so gut wie ausgeschieden war. In der regulären Spielzeit lagen die Grefrather lange mit 1:2 im Hintertreffen und mussten sich bei ihrem Torwart Yannick Hansen bedanken, dass es die Weckhovener nicht schafften, während der SV-Schlussoffensive einen ihrer zahlreichen Konter zum entscheidenden Treffer zu nutzen. Stattdessen war es Goalgetter Bozidar Mestrovic, der sechs Sekunden vor der Schlusssirene den Ausgleich markierte und seine Mannschaft damit ins Neunmeterschießen rettete.
Aber auch dort sah es angesichts zweier Grefrather Fehlschüsse und eines daraus resultierenden 2:4-Rückstandes zunächst so aus, als müssten die Germanen vorzeitig ihre Sporttaschen packen. Doch während der B-Ligist anschließend seine beiden nächsten Versuche versemmelte, traf der Favorit dreimal in Folge und schaffte den umjubelten Finaleinzug gegen die DJK Novesia. „Weckhoven hat es richtig gut gemacht und wir waren nicht so gut wie davor und danach“, so Gartz, der sich im Endspiel aber wieder über einen souveränen Auftritt seiner Truppe freuen durfte. Die Führung durch David Lacenda konnten die Novesen durch Timo Arvanitidis zwar noch kontern, doch den Treffern von Noel Schneider und erneut Lacenda hatten sie nichts Zählbares mehr entgegenzusetzen.
Trotz der Euphorie angesichts des großen Erfolgs und der damit verbundenen Rückkehr nach Gustorf wollte Jörg Garz aber nicht verschweigen, dass es auch einen ganz großen Wermutstropfen gab am Dienstagabend. In der Vorrundenpartie der Grefrather gegen Vorst kam es laut Gartz zu einem bösen Zusammenstoß zweier Spieler, bei dem der Vorster abhob, auf dem Arm landete und anschließend ins Krankenhaus gebracht wurde. Gartz: „Das tut uns mega leid. Wir drücken die Daumen, dass es dem Jungen schnell besser geht und er bald wieder spielen kann.“
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