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„Glückwunsch an dich“: Bender-Duell im Pokal endet dramatisch

Eingewechselter wird zum Helden

von Benedict Schweiger · 19.11.2025, 16:00 Uhr · 0 Leser
Erion Avdija (li.) war nach dem Elfmeterschießen sichtlich enttäuscht, da er an einigen geschossenen Elfmetern mit den Fingerspitzen dran war. Für Lars Bender war das Spiel eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Vom Rückstand, 15 Minuten vor Schluss, bis zum letzten Elfmeter.
Erion Avdija (li.) war nach dem Elfmeterschießen sichtlich enttäuscht, da er an einigen geschossenen Elfmetern mit den Fingerspitzen dran war. Für Lars Bender war das Spiel eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Vom Rückstand, 15 Minuten vor Schluss, bis zum letzten Elfmeter. – Foto: Sven Leifer

Des einen Freud ist des anderen Leid. Im Pokalviertelfinale trafen die Brüder Bender im Trainerduell zwischen Unterhaching und Burghausen gegeneinander an.

Unterhaching – Aufregung pur war das Toto-Pokal Viertelfinale zwischen der SpVgg Unterhaching und dem SV Wacker Burghausen. Erst eine Viertelstunde vor Schluss fiel das erste Tor, und zwar für die Vorstädter. SVW-Trainer Lars Bender bewies aber sein goldenes Händchen. In der 80. Minute wechselte er Pirmin Lindner ein, welcher keine 500 Sekunden später den Ausgleich per Traumtor erzielte. Spätestens zu diesem Zeitpunkt brannte der Uhlsport Park in Unterhaching, welcher kurz vor dem Verkauf steht.

„Ich hatte immer das Gefühl, dass das Spiel offen ist. Auch nach dem 1:0“, sagte Lars Bender auf der Pressekonferenz. „Es war dann auch ein folgerichtiges Ergebnis, dass es am Ende 1:1 stand.“ Auch sein Bruder Sven Bender (Cheftrainer von Unterhaching) stimmte ihm zu: „Ich glaube auch, dass ein Unentschieden gerecht gewesen wäre. Das Problem ist, dass es kein Ligaspiel, sondern ein Pokalspiel war. Da kann es nur einen Sieger geben.“

Kein Sieger nach 90 Minuten: Regionalliga-Duell endet dramatisch im Pokal

Und dann kam es auch so wie es kommen musste. Die Regel im Pokal lautet: Wenn nach 90 Minuten kein Sieger gefunden wurde, geht es direkt ins Elfmeterschießen.

Spannung pur also auf den Rängen. Am Ende saß keiner mehr. Nach dem Münzwurf stand fest, Wacker sollte beginnen. Und die ersten drei Strafstöße saßen bei beiden Teams. Dann aber der erste Unglücksrabe: Noah Müller verschießt für die Schwarz-Weißen. Extra Druck, da Unterhaching auf der anderen Seite traf. Den entscheidenden Elfmeter verschoss aber Rotuinier Manuel Stiefler.

Erneut stand Lindner dann im Rampenlicht. Den sechsten Burghausener Elfmeter verwandelte er und stellt die Weichen auf Sieg. Auf der Gegenseite scheiterte Haching-Youngster Tim Hannemann an SVW-Keeper Markus Schöller. Im Anschluss kannte die Burghauser Party auf dem Unterhachinger Rasen keine Grenzen. „Es war das erwartet schwere Spiel, aber riesengroßes Kompliment an die Mannschaft. Wir haben bis zum Ende daran geglaubt“, lobte Schöller im Interview mit dem BFV seine Mannschaft.

Sven Bender gratuliert Bruder Lars nach Elfmeter-Drama im Pokal

Nach dem Spiel fassten beide Trainer die Partie zusammen. Sven Bender gratulierte zuerst seinem Zwilling: „Erstmal Glückwunsch an dich. Und an Burghausen für das Erreichen der nächsten Runde. Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, wir haben ein gutes Spiel gemacht. Wir müssen den Moment erstmal sacken lassen. Solche Spiele gehören zur Entwicklung dazu. Das wirft uns nicht um.“

„Wir haben insgesamt ein tolles Fußballspiel gesehen. Zwei Mannschaften, die ganz klar auf Sieg gespielt haben. Das bringt der Pokal eben mit sich. Siegen oder Sterben“, sagte Lars Bender nach dem Elfer-Drama. „Wir hatten das Quäntchen Glück auf unserer Seite. Wir sind natürlich sehr, sehr glücklich über den Sieg. Wir haben uns für unsere Arbeit belohnt. Und tut gut, nach den letzten Wochen wieder einen Sieg eingefahren zu haben.“ Auf Wacker Burghausen warten im Halbfinale nun drei mögliche Gegner. Für Lars Bender könnte es gegen Ex-Klub TSV 1860 München gehen.