2026-03-13T07:45:35.464Z

Allgemeines

Gipfeltreffen in Hohkeppel: "Mehr geht aktuell nicht in der Liga"

Das beste Heimteam empfängt die stabilste Defensive – Wer übernimmt die Tabellenführung?

von Andreas Santner · Heute, 09:09 Uhr · 0 Leser
Abdullah Keseroglu (re.) empfängt mit Eintracht Hohkeppel Kevin Kruth (li.) und den Tabellenführer SV Bergisch Gladbach 09.
Abdullah Keseroglu (re.) empfängt mit Eintracht Hohkeppel Kevin Kruth (li.) und den Tabellenführer SV Bergisch Gladbach 09. – Foto: IMAGO, LaBima

In der Mittelrheinliga steht am Sonntag das ultimative Gipfeltreffen auf dem Programm. Wenn der Tabellenzweite Eintracht Hohkeppel den SV Bergisch Gladbach 09 zum bergischen Derby empfängt, geht es um nichts Geringeres als die Vorherrschaft im Aufstiegsrennen beziehungsweise den Sprung an die Spitze.

Mehr Spitzenspiel als an diesem Wochenende ist kaum vorstellbar. Mit der Eintracht aus Hohkeppel und dem SV Bergisch Gladbach 09 treffen die beiden dominierenden Kräfte der laufenden Saison aufeinander. Die statistischen Vorzeichen lesen sich dabei wie ein Drehbuch für ein Finale: Die torgefährlichste Offensive der Liga (59 Tore) fordert das stabilste Abwehrbollwerk (14 Gegentore) heraus. Zudem trifft das bislang auf eigener Anlage ungeschlagene beste Heimteam auf die auswärtsstärkste Mannschaft der Mittelrheinliga.

Keseroglu: "Wollen sie vom Thron stoßen"

Hohkeppels Trainer Abdullah Keseroglu macht aus der Bedeutung der Partie keinen Hehl. „Klar kann man von einem Showdown sprechen. Bergisch Gladbach hat über mehrere Spieltage sehr konstant gepunktet und steht nicht umsonst ganz oben“, ordnet der 38-Jährige den Kontrahenten ein. Besonders die defensive Ordnung der Gäste flößt Respekt ein, doch die Eintracht, die zuletzt gegen die SpVg Frechen mit 5:1 gewann, strotzt nach neun Siegen in Folge vor Kraft. Keseroglu betont: „Unser klares Ziel ist es, sie am Sonntag vom Thron zu stoßen und zu überholen. Wir gehen mit viel Selbstvertrauen in die Partie und sehen ein klassisches 50:50-Spiel.“ Mit einem Heimsieg würde Hohkeppel an den Gästen vorbeiziehen. „Ich erwarte ein enges Spiel mit vielen Szenen in den Strafräumen und hoffe natürlich, dass wir am Ende die Nase vorn haben. Es ist zudem ein bergisches Derby, sodass die Zuschauer sicher auf ihre Kosten kommen werden“, so der Coach weiter. Personell muss er lediglich auf Gjastin Nrejaj verzichten, hinter Joel Vieting steht noch ein Fragezeichen.

Kruth: "Mit Energie und Entschlossenheit auftreten"

Auch beim Tabellenführer aus Bergisch Gladbach ist die Vorfreude auf das Duell nach dem souveränen 2:0 gegen Königsdorf spürbar. Trainer Kevin Kruth weiß um die Schwere der Aufgabe beim torhungrigen Verfolger. „Erster gegen Zweiter – mehr geht aktuell nicht in der Liga. Neun Siege in Folge sprechen natürlich für sich, das ist eine sehr beeindruckende Serie. Auch die Heimstärke von Hohkeppel ist uns nicht verborgen geblieben“, erklärt der 40-Jährige. Die Qualität der Eintracht, gespickt mit Erfahrung und Tempo im Offensivspiel, verlangt dem Spitzenreiter alles ab. Dennoch reist Gladbach mit der Überzeugung an, auch in Hohkeppel bestehen zu können. „Wir wollen uns in keiner Phase verstecken, sondern mit Energie und Entschlossenheit auftreten. Sowohl defensiv stabil stehen als auch offensiv mutig agieren – das wird entscheidend sein“, gibt Kruth die Marschrichtung vor.

Entscheidung fällt nicht an Spieltag 20

Dass das Hinspiel mit einem leistungsgerechten 2:2 endete, unterstreicht die Ausgeglichenheit der beiden Teams. Auch wenn ein Sieg den Vorsprung auf fünf Punkte anwachsen ließe, bremst Kruth die Erwartungshaltung an eine vorzeitige Entscheidung im Titelkampf: „Dieses Spiel wird noch nicht über den weiteren Saisonverlauf entscheiden, dafür stehen noch zu viele Partien aus.“ Während bei den Gästen die Langzeitverletzten Eray Sariaydin und Claudio Heider weiterhin fehlen, kehrt Mathias Hülsenbusch nach seiner Gelbsperre in den Kader zurück. Ob die beste Offensive oder die stärkste Defensive am Ende die Oberhand behält, wird sich am Sonntagnachmittag im direkten Schlagabtausch zeigen.